HMD ist auf der Suche nach dem Erfolgsrezept und hat in letzter Zeit mehrere außergewöhnliche Konzepte vorgestellt. Diesmal hat das Unternehmen ein Gerät mit Drucktasten vorgestellt, das sich durch seine Akkulaufzeit von der Konkurrenz abheben wird, und es hat noch einige interessante Tricks in petto, die zu seinem Erfolg beitragen könnten.
Von vorne betrachtet wirkt das „ “ Nokia 300 Charge noch wie ein ganz normales Gerät, doch von der Seite sieht man bereits, dass es ziemlich dick geworden ist: Es ist 14,94 Millimeter dick und wiegt 138 Gramm. Der Grund dafür ist, dass sich unter seinem Gehäuse kein gerade durchschnittlicher Akku verbirgt.
Die Standby-Zeit des Nokia 300 Charge beträgt laut Herstellerangaben mehr als 40 Tage, und selbst bei kontinuierlicher Nutzung hält der Akku mit einer einzigen Ladung 37 Stunden durch.
Ein Wermutstropfen ist jedoch, dass diese lobenswerte Leistung mit langen Ladezeiten einhergeht, da bei einer Kapazität von 3.700 Milliampere-Stunden nur eine Ladeleistung von 10 Watt erreicht wird. Ein weiterer Pluspunkt des Geräts ist jedoch, dass der Akku auch dann einsatzbereit ist, wenn eine Notladung erforderlich ist.
An der Seite des Geräts befindet sich eine große Taste mit der Aufschrift „Out“, die dazu dient, den USB-C-Anschluss in den Lademodus zu versetzen. Ab diesem Zeitpunkt kann das neue Gerät über das Kabel angeschlossene Geräte mit einer Leistung von 10 Watt aufladen. Dadurch wird das Nokia 300 Charge zu einem wirklich guten Zweit-Handy, das im Notfall sogar das Smartphone aufladen kann, wenn es nötig ist. Aber schauen wir mal, was es außer der Powerbank-Funktion noch zu bieten hat.
Das Mobiltelefon verfügt außerdem über eine LED-Taschenlampe, die integriert in die Oberseite des Geräts eine enorme Leuchtkraft bietet. HMD teilte diesbezüglich mit, dass sie im Vergleich zur Lampe im einfachen Nokia 105 eine viermal höhere Leuchtkraft entfalten kann und sogar doppelt so stark ist wie die Notlichtfunktion des iPhones. Damit kann man nicht mehr nur das Schlüsselloch suchen oder abends damit im Haus herumlaufen.
Trotz der oben genannten Extras haben wir es hier mit einem sehr günstigen Gerät zu tun. Gerade deshalb kann es, auch wenn es wie ein robustes Handy aussieht, nicht mit dem HMD Terra M mithalten und verfügt über keinerlei IP-Zertifizierung. Sein Display misst nur 2,4 Zoll, und natürlich beträgt die Auflösung auch nur 320 x 240 Pixel. Es nutzt das Series 30+-Betriebssystem, wie so viele preisgünstige Nokia-Modelle im HMD-Sortiment.
Wir haben erfahren, dass das Handy mit dem Unisoc SC6531E-Chip ausgestattet ist, der über 4 MB RAM und ebenso viel Speicherplatz verfügt, doch diese Information ist hier nicht von großer Bedeutung. Die Bedienung des S30+ wird daher wahrscheinlich mit einer akzeptablen Geschwindigkeit vonstattengehen. Es eignet sich zur Musikwiedergabe, und es kann eine microSD-Karte eingesetzt werden, falls jemand seine Lieblingsmusik überallhin mitnehmen möchte – eine Erweiterung auf maximal 32 GB ist möglich.
Das Gerät unterstützt lediglich „ “ und „2G- “, was ziemlich bedauerlich ist und es ihm daher erschwert, auf den westlichen Märkten Fuß zu fassen. Neben dem USB-C-Anschluss befindet sich am Gehäuse auch eine 3,5-mm-Klinkenbuchse – das ist schon mal ein Pluspunkt. Die Entwickler dachten, dass auch eine Kamera nützlich sein könnte, obwohl diese nicht einmal über einen winzigen LED-Blitz verfügt und die Auflösung lediglich 320 x 240 Pixel beträgt. Vielleicht wäre es für alle besser gewesen, wenn HMD darauf verzichtet und stattdessen den Preis noch weiter gesenkt hätte.
Das Nokia 300 Charge tauchte erstmals bei einem Händler auf den Philippinen auf, wo für das neue Modell ein Betrag in Höhe von umgerechnet 11.000 Forint verlangt wird. Das klassische „ “-Handy ist in den Farben Grün, Schwarz und Braun erhältlich.