Vor kurzem hat der Betreiber des YouTube-Kanals „TrashBench“, der für seine nicht gerade gewöhnlichen Tests bekannt ist, ein interessantes Experiment durchgeführt. Diesmal wollte er herausfinden, um wie viel sich die Leistung der GeForce RTX 3080 verbessert, wenn man einige spezielle Modifikationen daran vornimmt. Da der Betreiber des Kanals in erster Linie Tests durchführt, die ziemlich unorthodox sind, ist auch der aktuelle Beitrag ähnlich, d. h., es handelt sich hauptsächlich um unterhaltsame Inhalte.
Zunächst hat unser „Protagonist“ die Leistung der GeForce RTX 3080 mit dem werkseitigen Kühlsystem und bei werkseitigen Taktraten gemessen; dafür entschied er sich für „Shadow of the Tomb Raider“, das auf dem Testsystem mit einer Auflösung von 1440p lief. Im Grundfall lag die durchschnittliche Leistung bei 178 FPS, doch durch die Einstellung der Lüfter auf maximale Drehzahl gelang es, weitere 2 FPS an Leistung zu gewinnen, während die Temperatur der GPU um 8 Grad Celsius sank.
Die Modifikation begann damit, dass die werkseitigen Lüfter durch 120-Millimeter-Lüfter von Arctic ausgetauscht wurden; außerdem kamen Lüfter zum Einsatz, die mit 15.000 U/min arbeiten und für Server vorgesehen sind, und zusätzlich wurde ein Lüfter auf der Rückseite angebracht. Der Luftkanal wurde im Zuge des Umbaus abgeklebt, was zwar zu einem Anstieg der Betriebstemperatur führte, doch dank der kleinen Systemlüfter und des auf der Rückseite angebrachten Lüfters hat sich die Situation im Vergleich zum Werkszustand leicht verbessert. Das Aussehen des Sets lässt natürlich etwas zu wünschen übrig, aber das spielte hier keine Rolle. Dieser Zustand ist auf dem Titelbild zu sehen.
Der nächste Schritt bestand darin, einen kompakten Flüssigkeitskühlblock auf dem Rückseitenkühlkörper der getesteten Grafikkarte zu befestigen, wobei zur Erzielung einer besseren Wärmeübertragung auch etwas Wärmeleitpaste verwendet wurde, wodurch sich das Zusammenspiel zwischen Kühlplatte und Flüssigkeitskühlblock verbesserte. Im letzten Schritt gelang es, die Temperatur des GPU-Kerns von 70 Grad Celsius auf 41 Grad Celsius zu senken, während die Betriebstemperatur des VRAM statt 86 Grad Celsius nun nur noch 52 Grad Celsius betrug – während die Temperatur am GPU-Hotspot von 87 Grad Celsius auf 59 Grad Celsius sank.
Trotz der massiven Kühlung erreichte die GeForce RTX 3080 weiterhin nur 180 FPS, was bedeutet, dass sie im Vergleich zum Werkszustand immer noch nur um 2 FPS schneller war. Es wurde auch ein wenig getunt, wobei nun 187 FPS erreicht wurden, was im Vergleich zum mit der werkseitigen Kühlung erzielten Tuning eine Leistungssteigerung um 4 FPS bedeutet (183 vs. 187 FPS).
Den Tests zufolge lässt sich mit der oben beschriebenen Methode keine nennenswerte Leistungssteigerung mehr erzielen, da bereits die werkseitige Luftkühlung nahezu die maximale Leistung der Grafikkarte sicherstellte. Würde der Flüssigkeitskühlblock nicht auf der Rückseite, sondern direkt auf der GPU angebracht, hätte man vielleicht noch etwas zusätzliche Leistung aus der betreffenden Grafikkarte herausholen können, die zwar kein modernes Modell ist, sich aber auch heute noch in bestimmten Spielen ordentlich schlägt – vor allem in Verbindung mit DLSS.
Eine Videozusammenfassung dieses ungewöhnlichen Experiments ist im Folgenden zu sehen: