Die Ingenieure von Intel haben hinter den Kulissen eine äußerst wichtige Entwicklung vorgenommen, die mit den Serverprozessoren der Serien Xeon 6 und Xeon 6+ des Unternehmens zusammenhängt. Diese Produkte sind bereits seit einiger Zeit auf dem Markt erhältlich, bisher wurden RDIMM-Module jedoch nur mit einer Geschwindigkeit von DDR5-6400 MT/s unterstützt. Im Rahmen einer neuen Firmware-Version hat das Unternehmen für bestimmte Modelle der Serien Xeon 6 und Xeon 6+ eine erweiterte Speicherunterstützung bereitgestellt, wodurch RDIMM-Speichermodule im 1-DPC-Modus – also bei einem Speichermodul pro Speicherkanal – bereits mit einer Geschwindigkeit von bis zu DDR5-8000 MT/s betrieben werden können, sofern ihre Nennparameter dies zulassen.
Nach Angaben des Unternehmens ist es inmitten des derzeitigen KI-Booms von entscheidender Bedeutung, dass die Datenverarbeitung und -übertragung innerhalb des jeweiligen Systems so schnell wie möglich erfolgt, da dadurch die einzelnen Aufgaben schneller erledigt werden können, sei es bei KI-bezogenen Arbeitsabläufen, analytischen Aufgaben oder anderen datenzentrierten Arbeiten, bei denen die einzelnen Softwareprogramme und Algorithmen direkt von den geringeren Latenzzeiten und der höheren Datenübertragungsbandbreite profitieren können.
Durch die Erhöhung der bisherigen DDR5-6400-MT/s-Speicherunterstützung auf DDR5-8000-MT/s stieg die Speichergeschwindigkeit laut internen Messungen des Unternehmens um 25 %, während sich die Speicherlatenz um 6 % verringert hat, wodurch die Leistung des Speichersubsystems deutlich an Schlagkraft gewonnen hat. Die gesamte Speicherbandbreite kann um bis zu 20 % höher sein, was dazu beiträgt, dass das System die Prozessoren und KI-Beschleuniger kontinuierlich mit Daten versorgt, was zu einer Steigerung der Gesamtleistung und Effizienz führt. Ein leistungsfähiges Speichersubsystem ist laut den Intel-Ingenieuren von entscheidender Bedeutung, um das Potenzial der vielen Prozessorkerne und des leistungsstarken KI-Beschleunigers bestmöglich auszuschöpfen.
Nach den Plänen von Intel könnten BIOS-Versionen, die höhere Speichergeschwindigkeiten unterstützen, in Kürze, voraussichtlich zwischen August und September, für die Partner verfügbar sein, wodurch Systeme auf Basis des Xeon 6 und des Xeon 6+ als erste in der jeweiligen Branche Unterstützung für RDIMMs mit DDR5-8000 MT/s bieten können.
Die Arbeit wird natürlich auch danach nicht aufhören: Die Ingenieure arbeiten derzeit hinter den Kulissen daran, die Unterstützung für MRDIMM-Speichermodule der zweiten Generation verfügbar zu machen, mit denen Geschwindigkeiten von bis zu 8800 MT/s erreicht werden können. Diese Funktionalität wird bei den Modellen der 6900P-Serie mit hoher Kernanzahl zum Einsatz kommen, bei denen die Kernanzahl je nach Modell zwischen 72 und 128 liegt. Die besagte Speicherunterstützung wird voraussichtlich noch im ersten Quartal des kommenden Jahres verfügbar sein.