Wie wir vor einigen Tagen berichteten, hat Insta360 mit der „ “ bereits dem „Osmo Pocket“ Konkurrenz gemacht, und es sieht ganz so aus, als hätte DJI dies nicht besonders gut aufgenommen. In letzter Zeit ist Insta360 zu einem immer größeren Konkurrenten für DJI geworden, und nach Ansicht des Unternehmens hat Insta360 mit der Luna Ultra eine rote Linie überschritten.
DJI reicht in den Vereinigten Staaten Klage ein, um den Vertrieb der Insta360 Luna Ultra-Taschenkamera in den USA zu verbieten. Die erforderlichen Unterlagen wurden beim Bezirksgericht in Osttexas eingereicht.
DJI hat nicht nur eine, sondern gleich zwei separate Klagen wegen Patentverletzung gegen seinen größten Konkurrenten eingereicht. In einem Verfahren hat das Unternehmen Einwände hinsichtlich der äußeren Merkmale des Produkts vorgebracht, während sich die andere Patentklage bereits auf das innere Design und die Funktionsmerkmale konzentriert.
Im ersten Verfahren behauptet DJI, dass Insta360 das Design des Osmo Pocket 3 in irreführender Weise kopiert habe. Dies ist auch deshalb problematisch, weil das Unternehmen Patentrechte an mehreren konkreten Designelementen besitzt, darunter das lange, handliche Gehäuse, das drehbare Display, die mit einem Scrollrad ausgestattete Bedienoberfläche sowie die Befestigung des Gimbal-Arms.
Die zweite Klage, die sich auf die interne Technologie bezieht, wirft Insta360 vor, dass die Luna-Serie vier Funktionspatente des Unternehmens verletzt. Diese Patente beschreiben grundlegende Merkmale der Funktionsweise des Gimbals. Insta360 könnte den Wechsel zwischen Tracking- und Fix-Modus per einziger Steuertaste sowie den Mechanismus zur Einstellung der damit verbundenen objektbasierten Verfolgung in Echtzeit ohne verbundenes Mobiltelefon kopiert haben, wofür das dedizierte Display genutzt wird. Laut DJI könnte sogar bei der Steuerung der Motoren eine patentverletzende Softwarelösung zum Einsatz kommen.
Wie konnte DJI so schnell reagieren? Erst vor wenigen Tagen wurde die Luna Ultra offiziell vorgestellt, doch in Wahrheit tauchten bereits vor Monaten durchgesickerte Informationen und Gerüchte über das Gerät auf. Und DJI hat allem Anschein nach bereits auf der Grundlage dieser Vorabinformationen mit der Analyse des Produkts begonnen, sodass die Vorbereitungen für die Klage schon Wochen vor der Präsentation anlaufen konnten.
Es ist zum jetzigen Zeitpunkt sehr schwer zu sagen, ob DJI Insta360 erfolgreich angreifen kann, aber es ist ganz sicher, dass das Unternehmen alles tun wird, um das Verbot zu erreichen. Man muss nämlich bedenken, dass die Markteinführung der Luna Ultra in den USA für DJI ein besonders heikles Thema ist. Denn in den Vereinigten Staaten sind die meisten Produkte von DJI bereits seit einiger Zeit verboten, sodass auch die Osmo Pocket in den USA nicht offiziell erhältlich ist.
Somit könnte die Insta360 Luna Taschenkamera auf dem riesigen US-Markt nun praktisch ohne Konkurrenz expandieren. Damit könnte sie sogar den Grundstein für ihren weltweiten Erfolg legen. Sollte das Produkt schnell von der riesigen Community der Content-Ersteller angenommen werden, würde dies dem Unternehmen bedeutende Werbung verschaffen.