Games Done Quick ist eine unter Speedrunnern bekannte Online-Wohltätigkeitsveranstaltung. Das Ziel besteht darin, dass die Speedrunner ein Spiel besonders schnell und spektakulär durchspielen und dabei interessante Bugs und Informationen über das jeweilige Spiel teilen.
In diesem Jahr hätte SNK den 30. Geburtstag von „Metal Slug“ gefeiert, was sich als hervorragende Gelegenheit erwies, diese Spielreihe im Rahmen des „Games Done Quick“-Events als gesponsertes Spiel zu präsentieren. Ja, aber während der Veranstaltung, nach 2 Stunden und 43 Minuten, wurde plötzlich angekündigt, dass der „ “-Twitch-Stream beendet werde, da die Organisatoren aus den Nachrichten der Zuschauer erfahren hatten, dass hinter SNK saudische Investoren stehen.
Zahlreiche große Unternehmen drücken bei ein Auge zu, wenn etwas in den Händen saudischer Investoren liegt. Bei den meisten E-Sport-Titeln ist dies deutlich zu erkennen. Riot Games, Blizzard, Microsoft, EA und die anderen setzen sich alle lautstark für Menschenrechte und Gleichberechtigung ein – solange kein Geld im Spiel ist. Sobald sie beispielsweise finanzielle Interessen an einer Diktatur haben, sind ihnen diese Grundsätze nicht mehr so wichtig.
Dies scheint jedoch bei Games Done Quick nicht der Fall zu sein. Das SNK GDQ war eine stark gesponserte Veranstaltung, doch die Organisatoren entschieden während der Übertragung, dass der SNK-Eigentümer, der die Menschenrechte missachtet – wie beispielsweise der saudische Kronprinz Mohammed bin Salman –, für sie kein akzeptabler Partner sein könne.
Das GDQ sammelt oft Geld für Hilfsorganisationen, unter anderem auch für den Kampf um Gleichberechtigung. Ihrer Meinung nach darf ein Land die Veranstaltung nicht unterstützen, das nach unfairen Gerichtsverfahren Menschen hinrichtet, Oppositionspolitiker und Aktivisten, für den einen oder anderen X-Beitrag 15 bis 45 Jahre Haft verhängt, Frauen unter männlicher Vormundschaft stehen – und so könnte man noch weiter aufzählen.
Die Organisatoren räumen ein, dass sie den Hintergrund ihres Sponsors nicht ausreichend geprüft haben, versichern jedoch allen, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommen wird; sie werden ausschließlich Sponsoring annehmen, das mit ihren Grundsätzen vereinbar ist.