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DIE TESTS VON NOCTUA HABEN GEZEIGT: VIELE COMPUTERHERSTELLER GEBEN DIE MAXIMALE HÖHE DES PROZESSORKÜHLERS UNGENAU AN.

Im besten Fall bleibt im Vergleich zum Mindestmaß noch ein paar Millimeter Platz, aber leider kommt es auch vor, dass der ausgewählte Prozessorkühler nicht hineinpasst, obwohl es nach den Herstellerangaben so aussieht, als gäbe es kein Problem.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Die Tests von Noctua haben gezeigt: Viele Computerhersteller geben die maximale Höhe des Prozessorkühlers ungenau an.

Die Hersteller von PC-Gehäusen geben in der Regel an, wie hoch genau der Prozessorkühler in dem jeweiligen Produkt untergebracht werden kann, und sie informieren PC-Bauer in der Regel auch darüber, wie viel Platz das ausgewählte Modell für Erweiterungskarten und Netzteile bietet. Das Team von Noctua hat kürzlich einen Test zu diesem Thema durchgeführt, bei dem untersucht wurde, inwieweit die vom Hersteller angegebene maximale Höhe für Prozessorkühler in Computergehäusen in der Praxis zutrifft – leider wurden die Angaben zu Netzteilen und Erweiterungskarten nicht überprüft, obwohl auch diese eine ähnliche Testreihe verdient hätten.

Im Rahmen der Testreihe wurden die Innenmaße von mehr als 100 Computergehäusen vermessen, und man kam zu dem Ergebnis, dass bei 56 dieser Gehäuse kein Prozessorkühler in der Größe Platz findet, die auf der offiziellen Website angegeben ist: In einigen Fällen war mehr Platz vorhanden, als eigentlich vorhanden sein sollte; leider stießen sie jedoch auch auf Gehäuse, in denen nicht so viel Platz vorhanden war, wie der Hersteller versprochen hatte.

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In dem Blogbeitrag wurden auch einige konkrete Modelle aus beiden Kategorien genannt, und anhand der Messergebnisse wurde darauf hingewiesen, dass es in manchen Fällen große Unterschiede zwischen der Realität und den Herstellerangaben gibt. Das ist natürlich der Idealfall, wenn sogar ein Prozessorkühler, der größer ist als der maximal versprochene, bequem Platz findet. Im Fall des NZXT H2 Flow stellten die Tester von Noctua entgegen der Herstellerangabe von 75 Millimetern in der Praxis 79 Millimeter Platz fest, was eigentlich eine gute Nachricht ist. Auch beim Thermaltake TR100 fiel die Bilanz positiv aus, denn laut Messung steht dem Prozessorkühler 2,7 Millimeter mehr Platz zur Verfügung als in den Herstellerangaben angegeben. Zu dieser Kategorie gehört auch das Corsair Frame 4000D, bei dem 10 Millimeter zusätzlicher Platz zur Verfügung stehen. Obwohl diese Daten erfreulich sind, stellt die Ungenauigkeit laut Noctua auf jeden Fall ein Problem dar, denn dadurch könnte möglicherweise ein größerer, leistungsstärkerer Prozessorkühler Platz finden anstelle des Modells, das der PC-Bauer entsprechend der Herstellerangabe auswählt – was zu einer leiseren Kühlung und/oder besserem Übertaktungspotenzial führen könnte.

Die Angabe von mehr Platz ist eigentlich eine verpasste Chance, mit der man leben kann; ein echtes Problem ist es jedoch, wenn der an die Herstellerangaben angepasste Prozessorkühler aufgrund ungenauer Messungen und der daraus resultierenden ungenauen Daten einfach keinen Platz findet. In diese Kategorie fällt das ASUS Prime AP201, in das laut den Testern des österreichischen Unternehmens ein um 1,7 Millimeter niedrigerer Prozessorkühler als die vom Hersteller angegebene Grenze passt, während beim Lian Li B4-mATX bereits eine deutlich größere Abweichung gemessen wurde: Dort fehlen 3,5 Millimeter Platz, damit ein CPU-Kühler, der dem Hersteller-Limit entspricht, Platz findet. Letzteres kann sowohl für Anfänger als auch für erfahrenere PC-Bauer viel Ärger bereiten.

Aufgrund des geringeren Platzangebots kann es vorkommen, dass der Prozessorkühler die Seitenwand des Gehäuses berührt und diese zerkratzt; in extremeren Fällen lässt sich die Seitenwand gar nicht mehr anbringen, weil die Oberseite des Prozessorkühlers so weit herausragt. Das ist auch deshalb ein Problem, weil in diesem Fall entweder der Prozessorkühler oder das Gehäuse ausgetauscht werden muss, was zusätzlichen Aufwand und Zeit bedeutet – darauf kann niemand verzichten.

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Um dieses Problem zu vermeiden, können wir den Prozessorkühler erst nachträglich kaufen, und zwar erst nach dem Kauf des Computergehäuses „ “ (), des Mainboards „ “ () sowie des Prozessors „ “ ( ), nachdem wir überprüft haben, ob im Gehäuse tatsächlich so viel Platz vorhanden ist, wie benötigt wird. Alternativ können wir auch die Noctua-Website zu Rate ziehen, auf der zahlreiche PC-Gehäuse in einer Datenbank zur Kompatibilität mit Prozessorkühlern aufgeführt sind, die auf konkreten Tests und Messungen basiert. Eine weitere gute Möglichkeit ist es, sich auf detaillierte Gehäusetests zu stützen oder von den Erfahrungen anderer Nutzer in den verschiedenen Foren zu profitieren, in denen es viele hilfsbereite „User“ gibt. Um noch einmal auf unser eigenes Angebot zurückzukommen: Unser PC-Konfigurator kann ebenfalls eine gute Wahl für alle sein, die auf Nummer sicher gehen wollen: Sollte sich bei einem neuen Produkt herausstellen, dass es Probleme mit den Herstellermaßen gibt, lässt sich dies durch etwas zusätzliche Kommunikation flexibler beheben.

Aufgrund der obigen Ausführungen stellt sich die Frage: Würden bei Erweiterungskarten und Netzteilen ähnliche Ungenauigkeiten auftreten, wenn man die vom Hersteller angegebenen Grenzwerte überprüfen würde? Es ist nicht auszuschließen, dass es auch dort Abweichungen gäbe, aber das wäre dann schon eine andere Geschichte…

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