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DIE „STANDARD“-WETTER-APP VON WINDOWS 11 KANN IM LEERLAUF BIS ZU 1,2 GB RAM BEANSPRUCHEN

Außerdem werden sogar Werbeanzeigen eingeblendet, wenn man einen Blick auf die Wetterinformationen werfen möchte. Ähnliche Anwendungen auf konkurrierenden Betriebssystemen kommen mit deutlich weniger Systemspeicher aus.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Die „Standard“-Wetter-App von Windows 11 kann im Leerlauf bis zu 1,2 GB RAM beanspruchen

Microsoft sieht sich seit einiger Zeit heftiger Kritik ausgesetzt, die sich auf die Mängel bei Windows 11, Fehler sowie die forcierte Einführung von KI-Funktionen, und vielen gefällt es auch nicht, dass das langfristige Ziel weiterhin darin besteht, Windows zu einem mit KI-Agenten gespickten Betriebssystem zu machen – teilweise aufgrund der Probleme mit „ “ im Zusammenhang mit der Funktionsweise von „Recall“. Die Entwickler arbeiten bereits mit Hochdruck daran, den Kritikern den Wind aus den Segeln zu nehmen: Sie versuchen, die Geschwindigkeit und Reaktionsfähigkeit der vorinstallierten Anwendungen zu verbessern, und auch hinsichtlich ihrer Stabilität und Speicherauslastung finden Optimierungen statt, wobei die Zwischenergebnisse bereits fast vielversprechend sind.

Zuletzt erwähnte ein Microsoft-Vertreter, dass im Hintergrund bereits Arbeiten zur Optimierung der Speicherauslastung von Windows 11 laufen, wodurch „ “ auf Systemen mit 8 GB oder mehr Arbeitsspeicher sparsamer mit dem Speicher umgehen wird – das modernste Betriebssystem von Microsoft für den Verbrauchermarkt Windows. In diesem Zusammenhang wurde die frühere Empfehlung, die angesichts der oben genannten Punkte und der Speicherkrise ziemlich schlecht gealtert ist, schnell überall entfernt: Früher wurden 16 GB Arbeitsspeicher für Windows 11 empfohlen, doch ihrer Meinung nach sind für einen sorgenfreien Einsatz bereits 32 GB RAM erforderlich.

Die Mitarbeiter von Windows Latest haben unterdessen einen interessanten Test durchgeführt, in dessen Rahmen sie untersuchten, wie viel Arbeitsspeicher die vorinstallierten Anwendungen beanspruchen. Dabei fiel ihr Blick auf die App „MSN Weather“, die unter Windows 11 als vorinstallierte Wetter-Software dient, denn der Task-Manager zeigte an, dass die App im Leerlauf bis zu 1,2 GB Arbeitsspeicher beanspruchen kann, während sie Nutzer, die sich für das Wetter interessieren, mit Werbung bombardiert.

Die App selbst ist übrigens ansprechend gestaltet und informativ, bietet einen umfangreichen Funktionsumfang und ist zudem ausreichend genau, da sie auf mehrere externe Datenquellen zurückgreift. Neben dem aktuellen und dem bevorstehenden Wetter bietet sie auch Informationen zu den Mondphasen, zur Luftqualität sowie zu Wind- und Niederschlagsdaten, die größtenteils korrekt sind, doch die Umsetzung der App lässt zu wünschen übrig, denn es handelt sich nicht um eine Win32- oder UWP-basierte Software – die übrigens gerade auf WinUI-Grundlagen umgestellt werden –, sondern um eine sogenannte Web-Wrapper-Anwendung, die uns die wichtigen Daten in Form mehrerer Chromium-basierter Webbrowser-Tabs anzeigt. Für die Darstellung der 8 Chromium-basierten Unterprozesse ist WebView 2 zuständig, allerdings ist diese Lösung nicht besonders speicherschonend.

Die unter Apples Betriebssystem macOS laufende Wetter-App, die übrigens ebenfalls über ein ansprechendes und modernes Design verfügt und alle wichtigen Wetterparameter anzeigen kann, verbraucht statt 1,2 GB nur 250 MB Systemspeicher, also etwa fünfmal weniger als das unter Windows 11 verwendete MSN Weather – angesichts der Web-Wrapper-Architektur und der acht Chromium-basierten Unterprozesse ist dies natürlich kaum überraschend.

Damit müssen sich die Entwickler ganz sicher befassen, wenn das Unternehmen seine Versprechen hinsichtlich der Speichereffizienz einhalten will. Obwohl die Verantwortlichen bei Microsoft damals auch versprochen hatten, alle nativen Windows-11-Anwendungen neu zu entwickeln, damit sie effizienter und ressourcenschonender laufen, haben sie jedoch nicht darauf eingegangen, ob dies auch die Apps der Marke MSN umfasst, wie beispielsweise das oben erwähnte MSN Weather oder eben MSN News. Das Tüpfelchen auf dem i ist, dass erstere die Nutzer zudem mit Werbung bombardiert – kein Wunder also, dass viele versuchen, solche Software loszuwerden.

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