Im Rahmen eines ausführlichen Tests haben die Mitarbeiter von TechSpot untersucht, ob die Nvidia-App die Leistung von Spielen beeinträchtigt, wenn sie lediglich im Hintergrund läuft, und sie haben zudem gemessen, wie sich dies bei der Anzeige des Statistics Overlay auswirkt, und schließlich haben sie auch verschiedene Filter auf das Testsystem angewendet, um herauszufinden, welcher davon eine wie starke Verlangsamung verursacht.
Für den Test wurde ein Gaming-PC mit einem RYZEN 7 9800X3D-Prozessor und einer 16-GB-GeForce-RTX-5060-Ti-Grafikkarte verwendet; außerdem kam eine GeForce-RTX-2060-Grafikkarte zum Einsatz, in der Hoffnung, dass die Verlangsamung – falls vorhanden – bei der schwächeren Grafikkarte deutlicher sichtbar sein würde. Bei den Spielen kamen „Forza Horizon 6“, „Marvel Rivals“ und „Crimson Desert“ zum Einsatz, die alle mit einer Auflösung von 1440p ausgeführt wurden.
Zunächst wurde gemessen, wie sich die Leistung ohne Installation der Nvidia-App verhält; anschließend wurden Messungen auch bei installierter Nvidia-App durchgeführt, wobei die Anwendung zunächst geschlossen war, dann im Hintergrund lief und schließlich auch die „Statistics Overlay“-Funktion genutzt wurde. Zunächst stellten sie fest, dass der Betrieb der Nvidia-App weder bei der GeForce RTX 5060 Ti noch bei der GeForce RTX 2060 zu einer Verlangsamung führte. Das „Statistics Overlay“ zeigte die aktuellen Leistungsdaten des Systems, wie beispielsweise den aktuellen FPS-Wert, die GPU-Auslastung sowie Informationen zur Latenz, ebenfalls ohne messbare Verlangsamung an – auch diese Funktion führte bei der GeForce RTX 5060 Ti und der GeForce RTX 2060 zu keinem Leistungsabfall.
In der folgenden Testreihe wollten sie herausfinden, wie es aussieht, wenn das Gameplay während des Spielens aufgezeichnet wird. Bei der GeForce RTX 5060 Ti wurde bei einer Aufnahme mit 1440p-Auflösung und dem AV1-Codec eine Verlangsamung zwischen 2 und 3 % gemessen: „Forza Horizon 2“, „Marvel Rivals“ und „Crimson Desert“ verzeichneten ebenfalls einen FPS-Rückgang von 2 FPS, was einem Rückgang von 2 % bzw. 3 % entspricht. Die Videoaufzeichnung mit der GeForce RTX 2060 war nur auf H.264-Basis möglich, da die Turing-basierte GPU die Hardwarebeschleunigung der AV1-Kodierung noch nicht unterstützte – auch hier verursachte der Vorgang eine Verlangsamung von etwa 2 %.
Der Einsatz der Filter (Game Filters) war bereits eine ganz andere Sache, dort war der Grad der Verlangsamung deutlicher spürbar. Bei Einsatz der GeForce RTX 5060 Ti betrug die Verlangsamung im RTX Dynamic Vibrance-Test unter „Forza Horizon 6“ 2 FPS, während sie beim „Brightness/Contrast plus Color-Filter betrug der Leistungsabfall 5 FPS und beim Sharpen+-Filter 8 FPS – letzteres entspricht 10 %. Bei „Marvel Rivals“ kostete „RTX Dynamic Vibrance“ ebenfalls 2 FPS, während „Brightness/Contrast plus Color“ einen Leistungsabfall von 5 % verursachte und „Sharpen+“ die Leistung um 8 % verringerte. Bei „Crimson Desert“ wurde neben „Brightness/Contrast plus Color“ eine Verlangsamung von 3 % und neben „Sharpen+“ eine von 5 % gemessen. Das auf einer GeForce RTX 2060 basierende System zeigte ein ähnliches Bild: Dort verursachte RTX Dynamic Vibrance eine Verlangsamung von rund 3 %, während bei Sharpen+ eine Verlangsamung von rund 10 % gemessen wurde.
Aufgrund der obigen Ergebnisse verursacht die Installation und der Hintergrundbetrieb der Nvidia-App keine Verlangsamung, ebenso wenig wie die Nutzung der „Statistics Overlay“-Funktion. Anders verhält es sich jedoch, wenn verschiedene Filter verwendet werden, insbesondere der „Sharpen+“-Filter, der eine Verlangsamung von bis zu etwa 10 % verursachen kann.
Der vollständige Test „ “ ist hier zu lesen:.