Die Intel-Führung setzt große Hoffnungen in die Desktop- und Mobilmodelle der Nova-Lake-Serie, doch im Mobilbereich werden die Desktop-Modelle offenbar zunächst nicht mit dem bLLC-Design ausgestattet, das als Gegenentwurf zur AMD 3D-V-Cache-Technologie von AMD nicht einsetzen; zunächst werden die Desktop-Modelle damit ausgestattet, doch dank Razor Lake könnten auch die mobilen Konfigurationen in nicht allzu ferner Zukunft davon profitieren.
Nach den Nova-Lake-Prozessoren, die die Core-Ultra-400-Serie verstärken, werden voraussichtlich die Razor-Lake-Modelle folgen, die laut den neuesten Leaks auf der TSMC-N2X-Fertigungstechnologie basieren könnten, d. h. auf eine weiterentwickelte, optimierte und auf Leistung abgestimmte Version des N2 setzen könnten. Dank N2X können die Prozessoren höhere Boost-Taktraten erreichen, müssen dafür jedoch etwas Energieeffizienz zugunsten der Leistung opfern, wodurch sie gegenüber den Lösungen von AMD wettbewerbsfähiger werden könnten.
Neben dem N2X-Knoten von TSMC wird bei der Herstellung der Razor-Lake-Modelle höchstwahrscheinlich auch eine Fertigungstechnologie von Intel zum Einsatz kommen, da das Unternehmen aller Voraussicht nach weiterhin auf zwei Quellen zurückgreifen wird, wie wir es bereits bei Nova Lake beobachten können. Bei den letztgenannten Prozessoren sah der ursprüngliche Plan vor, dass der Großteil der für die Prozessoren benötigten „Compute Tile“-Chips auf dem TSMC-N2-Knoten hergestellt wird, während der verbleibende Anteil mit Intels 18A-Prozesstechnologie gefertigt werden könnte. Nach den neuesten Informationen ist es gelungen, die 18A-Fertigungstechnologie so weit zu optimieren, dass die Ausbeute nun hoch genug ist, um den Plan zu ändern: Bei TSMC werden nicht 60–70 %, sondern nur 10–20 % der Chips hergestellt, da der Großteil mit der 18A-Prozesstechnologie von Intel gefertigt wird.Diese Strategie könnte auch bei Razor Lake zum Tragen kommen, allerdings kommt dort nicht mehr der 18A-Prozess zum Einsatz, sondern dessen auf Leistung optimierte Version, der 18A-P.
Bei den mobilen Varianten der Razor-Lake-Modelle wird Intel voraussichtlich die bLLC-Technologie einsetzen, das heißt, die neuen Modelle könnten mit einem groß dimensionierten L3-Cache ausgestattet sein, der bei Spielen eine Beschleunigung bewirken könnte, die einem Architekturwechsel gleichkommt – ähnlich wie die 3D-V-Cache-Technologie von AMD. Die Nova-Lake-Prozessoren sollen planmäßig Anfang 2027 auf den Markt kommen, und der TSMC-N2X-Knoten könnte ebenfalls im Laufe des Jahres 2027 in Serienproduktion gehen, während die Razor-Lake-Prozessoren erst später auf den Markt kommen dürften.