Das Entwicklerteam von Nvidia hat eine neue Firmware für Monitore mit G-Sync-Pulsar-Unterstützung veröffentlicht, die nun die Versionsnummer 1.18 trägt. Die neue Version unterstützt vier Monitore und enthält nicht nur Fehlerbehebungen, sondern auch optimierte Einstellungen, wodurch die betreffenden Monitore ein besseres visuelles Erlebnis bieten und auch hinsichtlich der Eingabeverzögerung Verbesserungen erzielen.
Die unterstützten Monitore
- Acer Predator XB273U F5
- AOC AGON PRO AG276QSG2
- ASUS ROG STRIX Pulsar XG27AQNGV
- MSI MPG 272QRF X36
Laut der offiziellen Dokumentation bringt die Firmware-Version 1.18 mehrere Neuerungen für Gaming-Monitore mit, die mit QHD-Auflösung und einer maximalen Bildwiederholfrequenz von 360 Hz betrieben werden. Eine wichtige Neuerung ist, dass die Bildqualität im 120-Hz-ULMB2-Modus durch die neue Firmware verbessert wird, was darauf zurückzuführen ist, dass das System nun anstelle von „Global Flash“ den „Rolling Scan“-Modus verwendet. Gleichzeitig wurden auch bei den 240-Hz-Modi „Pulsar“ und „ULMB2“ Fortschritte erzielt: Bei beiden Modus konnte die Eingabeverzögerung reduziert werden, was vor allem für eSportler spürbar sein wird. Die neue Software führt bei den MSI- und AoC-Modellen einen neuen Schieberegler ein, der den Namen „ULMB2 Pulse Width“ trägt und mit dessen Hilfe die Funktionsweise des betreffenden Betriebsmodus feinabgestimmt werden kann.
ULMB2 selbst ist übrigens die zweite Generation der Ultra-Low-Motion-Blur-Technologie, die das Ausmaß der bei schnellen Bewegungen auftretenden Unschärfe reduziert. Dazu kommt eine spezielle Technik zum Einsatz: Die Hintergrundbeleuchtung blinkt zwischen zwei Einzelbildern, anstatt sie ständig eingeschaltet zu lassen. Dies führt dazu, dass sich schnell bewegende Objekte, Gegenstände und Personen schärfer darstellen und ihre Bewegungen präziser verfolgt werden können, was beispielsweise beim Zielen von Vorteil ist.
Die neue Firmware-Version enthält zudem einen Teilfix, der Abhilfe bei einem speziellen Fehler schafft: Manchmal kommt es vor, dass die G-Sync- und die Pulsar-Funktion bei den oben genannten Monitoren nicht mehr verfügbar sind, wenn das Display aus dem Ruhezustand wieder aufwacht. Neben dem firmwarebasierten Fix plant Nvidia laut eigenen Angaben auch einen treiberbasierten Fix für die Zukunft, da dieser ebenfalls erforderlich ist, um den Fehler zuverlässig zu beheben. Bereits frühere Firmware-Versionen brachten einige Korrekturen mit sich, dank derer sich die Leistung der G-Sync-Pulsar-Monitore sowohl im Bereich unter 90 FPS als auch im Bereich zwischen 100 und 180 FPS verbessert hat.
In Zukunft könnten weitere Änderungen folgen; so wird beispielsweise untersucht, wie sich die Eingangsverzögerung bei ULMB2 über DisplayPort- und HDMI-Videoeingänge verringern lässt, außerdem könnten für diese Gaming-Monitore spielspezifische Nvidia-App-Profile erstellt werden, dank derer sich die Leistung sowohl hinsichtlich des Betriebsmodus als auch der Bildwiederholfrequenz und des Bildwiederholfrequenzbereichs weiter optimieren lässt. Trotz der Wünsche der Nutzer ist sicher, dass der Pulsar-Modus nicht auf den Bereich unter 75 FPS ausgeweitet wird, da frühere Tests gezeigt haben, dass zwischen 48 FPS und 75 FPS die Wahrscheinlichkeit von Flackern zunimmt, was zu einem inakzeptablen visuellen Erlebnis führt.
Zudem wird es keine Möglichkeit zur Feinabstimmung des Pulsar-Modus geben, d. h., die Funktionsweise des Pulsierens lässt sich nicht anpassen, da der zugrunde liegende Algorithmus nach Angaben der Entwickler so komplex ist, dass sie diese Option nicht so bereitstellen können, ohne dass es in den einzelnen Modi zu Flackern kommt. Außerdem wird derzeit untersucht, was die 2-sekündige Verdunkelung des Displays bei der Verwendung von Gaming-Grafikkarten der GeForce RTX 30- und GeForce RTX 40-Serie im 360-Hz-Modus verursacht. Derzeit lässt sich dieser Fehler vermeiden, indem man im „Power Management Mode“ die Option „Prefer Maximum Performance“ einstellt und diese anschließend im Rahmen eines Systemneustarts aktiviert.
Das Unternehmen bestätigte zudem, dass Nutzer nun die Möglichkeit haben, von einer bestimmten Firmware-Version auf eine frühere Version zurückzuwechseln – sofern eine solche verfügbar ist –, wodurch sich leichter feststellen lässt, ob ein bestimmtes Fehlerphänomen auf die neue Firmware oder den neuen Treiber zurückzuführen ist; die Option kann aber auch aus anderen Gründen nützlich sein.
Die Version 1.18 der G-Sync Pulsar-Firmware von „ “ kann hier heruntergeladen werden:.