Die Videospielbranche hat sich zu einem gigantischen Geschäft entwickelt und verfügt über eine ähnliche „Soft Power“ wie die Hollywood-Filmindustrie oder der Export japanischer Kultur. Es ist kein Zufall, dass saudische Investoren gerne Videospiel-Publisher oder E-Sport-Teams kaufen – als Alternative zum langsam versiegenden Öl müssen sie sich auf mehrere Standbeine stützen
Die Geschäftsführung des US-amerikanischen Unternehmens Electronic Arts gab bereits im September 2025 bekannt, dass sie die gesamte Unternehmensgruppe an saudische Investoren verkaufen werde, sodass fast alle EA-Spiele in die Hände des Public Investment Fund und von Silver Lake übergehen könnten. Die vollständige Übernahme beläuft sich auf 55 Milliarden Dollar, und die Aktionäre haben dem Geschäft im Dezember zugestimmt. Bei derart bedeutenden Transaktionen können jedoch noch die Wettbewerbsbehörden eingreifen. Eine dieser Regulierungsbehörden ist die Europäische Kommission.
Die Europäische Kommission hat jedoch vor wenigen Tagen die von Saudi-Arabien angeführte 55-Milliarden-Dollar-Übernahme von EA genehmigt. Das bedeutet jedoch noch nicht, dass die Angelegenheit damit abgeschlossen ist. Denn Electronic Arts und die saudischen Investoren müssen auch in den Vereinigten Staaten nachweisen, dass die Übernahme keine wettbewerbsbeschränkenden Auswirkungen hat. Zudem ist es wichtig zu betonen, dass viele in den USA befürchten, die Genehmigung der EA-Übernahme stelle ein direktes Risiko für die nationale Sicherheit dar, weshalb der Deal noch nicht in Stein gemeißelt ist.