Nach einem Bericht von SCMP haben chinesische Forscher in den letzten Tagen einen entscheidenden Test einer neuen Entwicklung erfolgreich abgeschlossen, einer elektro-hydrostatischen mechanischen Einheit, die für eine Vielzahl von Zwecken eingesetzt werden kann, einschließlich des effizienten und schnellen Durchtrennens von Kabeln in Tiefsee-Kommunikationsinfrastrukturen.
Der Test wurde am 11. April 2026 mit einem speziellen Forschungsschiff durchgeführt, bei dem das Gerät, das aus Hydraulik, einem Elektromotor und Steuerelektronik besteht, erfolgreich eingesetzt wurde. Der Einsatz und die Nutzung des Geräts wurden durch die Kombination all dieser Komponenten zu einer kompakten Einheit vereinfacht und effizienter gestaltet, da es nicht mehr notwendig ist, lange Hydraulikschläuche auf den Meeresboden herabzulassen, um die Mechanik zu bedienen, sondern nur noch das Gerät abzusenken und seine Stromversorgung sicherzustellen. Die Ingenieure haben das Gerät so konzipiert, dass es den Bedingungen auf dem Meeresboden standhält, sei es durch hohen Druck oder durch die Herausforderungen der Salzwasserkorrosion, dank seines verstärkten Gehäuses.
Im vergangenen September wurde das Gerät als speziell für das Durchtrennen von Tiefseekabeln und das Heben von Objekten vom Meeresboden "beworben", doch jetzt heißt es, es sei nur für präzise mechanische Aufgaben in großen Tiefen ausgelegt. Mit der neuen Entwicklung können zwar Tiefsee-Kommunikationskabel schnell und einfach durchtrennt werden, aber sie könnte den Chinesen auch für andere Anwendungen nützlich sein, z. B. für die Reparatur bestehender Unterwasser-Öl- und Gaspipelines oder den Bau neuer Pipelinenetze.
Angesichts des Zeitpunkts der Ankündigung der Entwicklung und der aktuellen weltweiten geopolitischen Lage liegt es auf der Hand, dass das neue Gerät jederzeit für militärische Zwecke eingesetzt werden könnte, sogar bei einer Militäroperation gegen Taiwan. Im letzteren Fall wäre der Inselstaat sehr schnell vom globalen drahtgebundenen Kommunikationsnetz abgeschnitten - viel schneller als bei der bisherigen Entwicklung einer ankerähnlichen Vorrichtung zum Durchtrennen von Kabeln, die wahrscheinlich schon in mehreren Fällen eingesetzt worden ist.
Als im Jahr 2022 beispielsweise ein Tiefseerohr mit einem Durchmesser von 18 Zoll beschädigt wurde, benötigte ein zur Reparatur entsandtes Spezialistenteam etwa fünf Stunden, um den ersten Schnitt am beschädigten Rohrstück vorzunehmen. Ein Jahr später war es mit eigens entwickelten Schiffen möglich, Rohre mit einem Durchmesser von bis zu 38 Zoll in einer Tiefe von bis zu 610 Metern aus der Ferne zu durchtrennen.
Dieses System wurde dann für die Reparatur eines 8-Zoll-Rohrs eingesetzt, wobei der erste Schnitt in 20 Minuten durchgeführt wurde. Das neu getestete elektro-hydrostatische Gerät kann nun in einer Tiefe von bis zu 3.500 Metern arbeiten, was die Möglichkeiten nicht nur für militärische Einsätze, sondern auch für die Reparatur verschiedener Tiefsee-Infrastrukturen erheblich erweitert.
In den letzten Monaten und Jahren gab es mehrere Angriffe auf Tiefsee-Kommunikationsinfrastrukturen, zum Teil im Roten Meer und zum Teil im Ostseeraum. Nach diesen Vorfällen wurde der Schutz von Tiefseekommunikationskabeln verstärkt, und einige Akteure der Branche haben mit der Verlegung neuer Kommunikationskabel begonnen. Meta hat beschlossen, ein Netz von Zehntausenden von Kilometern zu bauen, um geopolitisch instabile Gebiete weitgehend zu meiden und zu versuchen, Kontinente zu verbinden, aber in der Region des Roten Meeres gab es Schwierigkeiten aufgrund geopolitischer Spannungen, und vor Ende des letzten Jahres wurde berichtet, dass das Projekt für eine Weile auf Eis gelegt wurde.