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DIE AUSBREITUNG VON KI-RECHENZENTREN KÖNNTE EUROPA VOR EINE GROSSE HERAUSFORDERUNG STELLEN

Energie ist auf dem alten Kontinent extrem teuer und die Infrastruktur ist ungünstig, was sich erst mit dem Aufkommen der SMR ändern könnte.
DemonDani
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Die Ausbreitung von KI-Rechenzentren könnte Europa vor eine große Herausforderung stellen

Künstliche Intelligenz verbraucht weltweit eine immense Menge an Energie. Die Verbreitung der KI-Technologie erfordert viele Ressourcen an vielen verschiedenen Fronten, aber es sind die gigantischen Rechenzentren, die den meisten Strom verbrauchen. Kürzlich gab SoftBank bekannt, dass es ein neues Rechenzentrum in Frankreich einrichten wird.

SoftBank hat in letzter Zeit fast alles auf KI gesetzt, da die Investoren im letzten Jahr viel Geld in das Unternehmen gesteckt haben. Im Juni letzten Jahres wurden Investoren auf das Unternehmen aufmerksam, die sich für KI interessieren, und seither ist der Aktienkurs um mehr als 350 % gestiegen. Aus diesem Grund strebt das Unternehmen große Investitionen in der ganzen Welt an, und so geriet auch Frankreich in sein Fadenkreuz.

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In Europa gibt es noch relativ wenige Rechenzentren, die in erster Linie für KI ausgelegt sind, und die Japaner wollen dafür eine ganz neue Infrastruktur aufbauen. SoftBank plant, 75 Mrd. EUR in die französische Entwicklung zu investieren. Das Unternehmen will mit dem Geld ein 3,1-GW-Rechenzentrum für KI sowie die Energie- und Netzwerkinfrastruktur bauen.

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Das Unternehmen beabsichtigt, seine Pläne in der Region Oberfrankreich umzusetzen, wobei das neue Rechenzentrum in den Gemeinden Dünkirchen, Bosquel und Bouchain angesiedelt werden soll. Da in der Region alles von Grund auf neu eingerichtet werden muss, könnte der Bau mehr als vier Jahre dauern, bevor die Anlage in Betrieb genommen wird.

Die Japaner zieht es nicht wegen des guten Käses nach Frankreich, sondern wegen der billigen und sauberen Energiequellen, denn der Energiemix des Landes ist durch einen hohen Anteil an Kernenergie (rund 60 %) gekennzeichnet. Gleichzeitig beträgt der durchschnittliche Anteil der Kernenergie am Gesamtenergiemix in Europa nur 11,8 %, wobei Erdöl und Erdgas die dominierenden Energiequellen sind.

Europa zahlt im Durchschnitt etwa doppelt so viel für Strom wie die USA, und die Tarife sind nach Angaben der Internationalen Energieagentur etwa 50 % höher als in China und Indien.

In den letzten Jahren wurden weltweit die meisten Rechenzentren in der Nähe von Kernkraftwerken gebaut, und es wurden neue Investitionen an solchen Standorten getätigt. Dies wird wahrscheinlich auch in Europa der Fall sein, und Frankreich könnte sich in den kommenden Jahren zu einer Hochburg für Rechenzentren entwickeln.

Kleine modulare Reaktoren (SMR) könnten dies ändern und den europäischen Energiemix grundlegend verändern. Es überrascht nicht, dass Unternehmen, die sich für künstliche Intelligenz interessieren, in den letzten Jahren enorme Summen ausgegeben haben, um Start-ups zu unterstützen, die weltweit an solchen Systemen arbeiten. Diese haben in der Regel eine Erzeugungskapazität von weniger als 300 MW, versprechen aber, dass sie auf kleinem Raum Platz finden und relativ schnell und kostengünstig zu installieren sind.

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Nach dem derzeitigen Stand der Dinge ist es unwahrscheinlich, dass SMR vor 2030 in großem Maßstab eingesetzt werden. Außerdem wird die erste Generation dieser Reaktoren von vielen noch als riskant angesehen. Daher kann es durchaus noch fast ein Jahrzehnt dauern, bis kleine modulare Reaktoren das Vertrauen einer breiteren Öffentlichkeit gewinnen und in größerem Maßstab eingesetzt werden können. In jedem Fall wird das Entstehen von Datenzentren in Europa bedeuten, dass neue Nukleartechnologien und die sie umgebenden Infrastrukturen viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen werden.

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