Seit es Gaming gibt, brauchen wir ein greifbares Gerät, um am Spiel teilhaben zu können, und für die meisten Spielarten ist das mit beiden Händen zu haltende Gamepad – oder auch Controller – eine hervorragende Lösung. Die heute bekannte Formensprache entstand bereits in den 90er Jahren, aber vielleicht war es der gut gelungene Controller der Xbox 360, der den Stil und die Ergonomie endgültig festigte, die zuvor sowohl Nintendo als auch Sony zur Perfektion zu entwickeln versucht hatten – erstere mit etwas weniger, letztere mit deutlich mehr Erfolg.
Die Controller, die zur Xbox 360 bzw. zu den ersten Konsolen der One-Serie geliefert wurden, waren bekanntermaßen robuste und solide Zubehörteile, doch obwohl sie Stürze und sogar Schläge gegen die Wand aushielten, ließ sich der Verschleiß der Analogsticks leider kaum vermeiden. Eine enorme Innovation in diesem Bereich brachte der sogenannte Hall-Effekt, ein auf dem Prinzip der Magnetismus basierender Ansatz, der das durch Verschleiß verursachte Drifting-Phänomen ein für alle Mal beseitigte. Nun, einige Controller von Gamesir übertreffen sogar diese Technologie noch.
Das 2013 gegründete Unternehmen Gamesir beschäftigte sich anfangs vor allem mit Handyspielen und Apps, dann aber mit einer scharfen Kehrtwende auf die Herstellung von Gaming-Peripheriegeräten umgestiegen, mit dem nicht gerade bescheidenen Ziel, den Markt mit „erschwinglichen Premium“-Produkten zu überschwemmen. Nun, das ist so gut gelungen, dass das Unternehmen heute zu den führenden Herstellern unter den Anbietern inoffizieller Zubehörprodukte zählt und bestrebt ist, zahlreiche spannende Innovationen in die erschwingliche Preisklasse zu bringen. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist auch das G7 PRO 8K, das über zahlreiche spezielle Funktionen verfügt, z. B. eine Abtastrate von 8000 Hz im Wireless-Modus – es richtet sich speziell an begeisterte eSport-Fans, in unserem Fall jedoch vor allem an PC-Nutzer.
Specifikációk
| Kompatibilität | PC (Windows 10/11), Nintendo Switch / Switch 2, Android, iOS |
| Anschlussmöglichkeiten | 2,4-GHz-USB-Dongle (kabellos), Bluetooth, USB-C (kabelgebunden) |
| Abtastrate (Polling Rate) | 8000 Hz (kabelgebunden und 2,4-GHz-Dongle), 125–1000 Hz (Bluetooth/Switch) |
| Reaktionszeit (Input Lag) | Kabelgebunden (8K): ~0,35–0,5 ms | Drahtlos (8K): ~1,2–2,0 ms | Drahtlos (1K): ~3,5–5,5 ms |
| Analoge Steuerhebel | TMR-Technologie (Tunnel-Magnetowiderstand) ohne Verschiebung |
| Tastenart (ABXY) | Optische Mikroschalter (Mausklick-ähnliches Gefühl) |
| Richtungstasten (D-Pad) | Mechanische Mikroschalter |
| Trigger (LT/RT) | Analoge Trigger mit Hall-Effekt + physischem Schalter, Hair-Trigger-Modus (Klick-Modus) |
| Schultertasten (LB/RB) | Strukturierter Kunststoff mit taktiler Rückmeldung |
| Gesamtanzahl der Tasten | 23 Stück (15 Standard- + 8 Zusatz-/Funktionstasten) |
| Programmierbare Zusatztasten | 4 Stück (2x oben L5/R5 + 2x hinten L4/R4 mit Sperrschalter) |
| Tastenkombinationen & Audio | Spezielle M-Taste (Mode) + Mikrofon-Stummschalttaste + 3,5-mm-Klinkenanschluss |
| Bewegungssensorik | Integriertes 6-Achsen-Gyroskop (mit Unterstützung für Nintendo Switch und PC) |
| Gewicht & Gehäuse | Hochwertiges ABS-Gehäuse, 3-teilige, magnetisch austauschbare Frontblende, lasergravierte TPE-Gummigriffe |
| Akkukapazität | 1200 mAh integrierter Akku |
| Ladezeit | ca. 2 – 2,5 Stunden (auf 100 %) |
| Betriebsdauer (8000 Hz) | ~5–7 Stunden (mit Vibration) | ~9–11 Stunden (ohne Vibration) |
| Betriebsdauer (1000 Hz) | ~15–18 Stunden (mit Vibration) | ~25–30 Stunden (ohne Vibration) |
| Lieferumfang | Controller, magnetische Ladestation, 2,4-GHz-USB-Dongle, USB-C-Kabel, Bedienungsanleitung |
| Abmessungen | Breite: 152 mm, Höhe / Länge: 103 mm, Dicke / Tiefe: 64 mm |
| Gewicht (ohne Dockingstation) | ~ 263 Gramm |
Verpackung und Zubehör
Der Hersteller hat das 8K-Modell nicht nur in einer, sondern gleich in vier verschiedenen Ausführungen auf den Markt gebracht, sodass jeder nach seinem Geschmack wählen kann: zwischen der gold-schwarzen Champion Edition (Xiaohai Edition), der mit E-Sport-Marken verzierten Royal2 Edition, der in dunkleren Farbtönen gehaltenen „Nioh 3 Edition“ sowie der von mir getesteten Kombination aus Türkis und Schwarz, die allerdings nicht ganz auf etwas vergoldeten Kitsch in Form der austauschbaren D-Pads verzichten konnte.
Die Verpackung selbst besteht aus festem Karton und verfügt über einen Deckel, der die gesamte Schachtel abdeckt – was ich gegenüber einer Lösung mit Aufklapplaschen bevorzuge, da es eleganter wirkt und zu höher positionierten Produkten passt. Das Design der Papierverpackung könnte zwar noch etwas schlichter sein, ist aber dennoch in Ordnung; auf der Rückseite werden die meisten Vorzüge des Produkts offenbart.
In der Verpackung befinden sich neben dem Controller die Dockingstation, ein überraschend langes und ausgesprochen robustes, ummanteltes Daten- und Ladekabel, die Analogsticks mit konkaven und konvexen Köpfen, zwei zusätzliche D-Pads sowie der USB-Dongle, der als Empfänger für die 2,4-GHz-Verbindung dient. Eine Tragetasche oder Ähnliches passte leider nicht mehr in die Verpackung, aber insgesamt ist dies dennoch ein überraschend beeindruckendes Paket.
Design und Qualität
Zunächst einmal muss ich betonen, was für eine angenehme Überraschung es ist, auf einen so hochwertigen Controller zu stoßen, vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass der Hersteller ein ausgesprochen gutes Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Der Controller ist in jeder Hinsicht ein anspruchsvolles, bis ins Detail ausgearbeitetes Produkt mit einem gut durchdachten Design. Natürlich orientiert sich das Design an der Formensprache der Xbox-Controller mit den ergonomisch vorteilhaften, versetzten Analogsticks.
Die Materialauswahl und die Verarbeitung der Elemente sind erstklassig, jedes Detail ist sorgfältig gestaltet; vielleicht stört nur der bewegliche und abnehmbare Kabelschutz am USB-Anschluss ein wenig an diesem beeindruckenden Gesamtbild. Die Farbgebung ist Geschmackssache, aber meiner Meinung nach wirkt sie einheitlich und steht dem Produkt gut, vielleicht sogar einschließlich der drei goldfarbenen D-Pads.
Der Großteil des Produkts ist mit hochwertigem ABS-Kunststoff überzogen, während der Bereich, der die Rückseite und die Seiten der Griffe bedeckt, aus lasergraviertem, strukturiertem TPE (thermoplastisches Elastomer) besteht, im Wesentlichen also eine Gummibeschichtung ist. Die feine, dichte, gravierte Struktur vermittelt unseren Händen ein angenehmes, komfortables Gefühl und wirkt gleichzeitig rutschhemmend – auf jeden Fall liegt es sehr gut in der Hand.
Eine Besonderheit des Produkts ist, dass die gesamte Frontblende abnehmbar ist! Die dreiteilige Frontblende (der Griffbereich sowie die mittlere Blende) wird durch Magnete gehalten und sitzt so gut, dass ich auf den ersten Blick gar nicht bemerkt hätte, dass sie abnehmbar ist. Es lohnt sich jedoch, sie abzunehmen, denn so erhält man einen vollständigen Einblick in einen Großteil des Innenaufbaus, einschließlich der analogen Regler. Zudem verkauft der Hersteller Frontblenden separat, darunter auch schlichte weiße Exemplare, und ermutigt die Nutzer so, ihrem Controller ein individuelles Aussehen zu verleihen.
Die ABXY-Tasten sind mit einer transparenten, mehrschichtigen Hartpolycarbonat-Beschichtung versehen; darunter befinden sich optische Mikroschalter, deren Druckpunkt ein schnelles, mausklickähnliches Feedback liefert. Das D-Pad (Richtungssteuerung) besteht aus hartem ABS-Kunststoff, unter dem physische Mikroschalter zum Einsatz kommen.
Auch die Analogsticks sind sowohl optisch ansprechend als auch robust, angefangen bei der Verstärkung der Stiele durch Metallringe (Anti-Friction Rings), eine Lösung, die für verschleißfreien, sanften und reibungslosen Drehbetrieb sorgt. Die Oberseite der Sticks (die Kappen) besteht aus einer strukturierten, rutschfesten Gummi-Silikon-Mischung, auf der die Daumen optimal haften – ebenfalls eine hochwertige Verarbeitung.
Die Trigger und Bumper (LB/RB, LT/RT) bestehen aus fein mattiertem, strukturiertem Kunststoff und weisen an den Kontaktflächen mit den Fingern ebenfalls eine angenehm, fein raue Oberfläche auf. Die Trigger (LT/RT) sind im Betriebsmodus umschaltbar: Über einen physischen Schalter lässt sich vom analogen Hall-Effekt-Modus auf eine blitzschnelle Mikroschalter-Funktion (Mouse-Click) umschalten. Das ist beachtlich, auch wenn es keine einzigartige und noch nie dagewesene Lösung ist. Die zusätzlichen Tasten auf der Rückseite und Oberseite (M1/M2/M3/M4) sind aus hartem Kunststoff und bieten ebenfalls eine Rückmeldung über Mikroschalter.
Die Qual der Wahl oder alles, was ein eSportler brauchen könnte?
Der GameSir G7 Pro 8K-Controller verfügt über insgesamt 23 physische Tasten und interaktive Bedienelemente (einschließlich der druckempfindlichen Tasten an den Analogsticks sowie der Audio- und Modus-Tasten). Davon besteht die übliche Standardausstattung aus 15 Elementen, während die für die Marke typischen Zusatztasten 8 Stück umfassen; daher ist ihre Auflistung nicht ganz so einfach, daher werde ich diese reichhaltige und vielseitige Ausstattung statt in der üblichen Form lieber prägnant, aber punktuell vorstellen.
I. Standardtasten und Steuerelemente (15 Stück)
- A-, B-, X- und Y-Tasten (4 Stück): Aktions-Tasten mit optischen Mikroschaltern (mit Rückmeldung ähnlich einem Mausklick).
- D-Pad / Richtungstasten (1 Stück – 4 Richtungen): Mechanisches 4-Wege-D-Pad mit Mikroschaltern.
- Linke und rechte Analog-Stick-Tasten (L3 und R3) (2 Stück): Druckbare Tasten an den Sticks mit TMR-Technologie.
- LB und RB (L1 / R1) (2 Stück): Schultertasten (Bumper) auf der Oberseite des Controllers.
- LT und RT (L2 / R2) (2 Stück): Analoge Trigger mit Hall-Effekt.
- Home-/Xbox-Taste (1 Stück): In der Mitte des Controllers zum Einschalten, zum Aufrufen des Menüs und zur Anzeige des Verbindungsstatus.
- View-/Back-Taste (1 Stück): Taste für die Anzeige/das Menü (links neben der Home-Taste).
- Menu-/Start-Taste (1 Stück): Die Pause-/Menü-Taste (rechts neben der Home-Taste).
- Share-Taste (1 Stück): Taste für Screenshots und Videoaufnahmen unten in der Mitte des Controllers.
II. Zusatztasten und ihre Funktionen (8 Stück)
Dies sind die zusätzlichen Tasten, die bei den serienmäßigen Standard-Controllern (z. B. den einfachen Xbox- oder Switch-Pro-Controllern) nicht vorhanden sind.
1. Obere zusätzliche Schultertasten (L5 / R5 oder Mini-Bumper) – 2 Stück
- Sie befinden sich zwischen bzw. neben den herkömmlichen LB/RB-Schultertasten und den LT/RT-Triggern an der Oberkante des Controllers.
- Funktion: Zusatztasten, die mit dem Zeigefinger erreichbar sind. Sie lassen sich auf jede andere Taste (z. B. A, B, X, Y, L3, R3) oder ein Makro umprogrammieren. Sie eignen sich hervorragend für schnelle Aktionen in FPS-/E-Sport-Spielen (z. B. Granaten werfen, heilen, Waffenwechsel), ohne dass der Daumen vom analogen Zielstick genommen werden muss.
2. Rückseitige Tasten (L4 / R4 oder M1 / M2 Griff-Tasten) – 2 Stück
- Auf der Rückseite des Controllers, wo der Mittel- und der Ringfinger ganz natürlich aufliegen.
- Ihre Funktion: Vollständig neu belegbare (umprogrammierbare) Tasten/Pedale auf der Rückseite. Ebenfalls mit Mikroschaltern ausgestattet.
- Zusätzliche Hardware-Option (Lock Latch): Auf der Rückseite befinden sich zwei physische Verriegelungsschalter, mit denen die Tasten mechanisch arretiert werden können. Dies verhindert ein versehentliches Drücken, wenn sie nicht benötigt werden. In diesem Fall rasten sie ein und schmiegen sich nahtlos an die Rückseite an – eine clevere Lösung.
3. „M“-Taste (Mode/Multifunktion) – 1 Stück
- Neben der 3,5-mm-Audiobuchse, am unteren Rand des Controllers.
- Funktion: Dient für Hardware-Tastenkombinationen (ohne Software zu starten, damit lassen sich Einstellungen während des Spiels vornehmen):
- Lautstärkeregelung: M + D-Pad Auf/Ab (Kopfhörerlautstärke).
- Audiobalance zwischen Spiel und Chat: M + D-Pad links/rechts.
- Tastenbelegung (Remap): Durch Gedrückthalten von M und einer ausgewählten Taste lassen sich die hinteren (L4/R4) und oberen (L5/R5) Tasten auch ohne Software einstellen.
- Umschaltung auf „Hair Trigger“-Modus: Mit M + LT/RT-Taste lässt sich der analoge Weg deaktivieren, sodass der Abzug sofort auf Tastendruck reagiert.
4. Mikrofon-Stummschalt-Taste „ “ – 1 Stück
- Daran haben sie auch gedacht! Am unteren Rand des Controllers, direkt neben dem Audioanschluss.
- Funktion: Mit einem einzigen Tastendruck wird das Mikrofon des an die 3,5-mm-Klinkenbuchse angeschlossenen Headsets sofort stummgeschaltet oder wieder aktiviert (die LED darüber zeigt den Stummschaltungsstatus an).
5. Moduswahlschalter (Mode Switch) – 1 Stück
- In der Mitte der Rückseite des Geräts.
- Funktion: Mechanischer 3-Positionen-Schiebeschalter, mit dem zwischen den Verbindungsmodi gewechselt werden kann (2,4-GHz-USB-Dongle / Bluetooth / Kabelmodus).
6. Mechanische Trigger-Arretierungen (Trigger Stop Switches) – 1 Stück (als Paar funktionierende Mechanik)
- Auf der Rückseite, unter den LT- und RT-Abzügen.
- Funktion: Es handelt sich zwar nicht um Software-Tasten, aber dennoch um physische Schalter: Mit ihrer Hilfe lässt sich der Hubweg der Abzüge begrenzen. Für Autorennspiele kann der volle, fein abgestufte analoge Hubweg eingestellt werden, für FPS-Renn- und Shooter-Spiele hingegen auf eine kurze, klickartige Taste umgeschaltet werden, die am ehesten einem Mausklick ähnelt und ein deutlich schnelleres Drücken ermöglicht, als wenn man die Trigger in der Standardeinstellung bis zum Anschlag durchdrückt.
Gombok
| Kategorie | Stückzahl |
| Grundlegende Tasten (ABXY, D-Pad, Sticks, Trigger, Home usw.) | 15 Stück |
| Programmierbare Zusatztasten (2x oben L5/R5 + 2x hinten L4/R4) | 4 Stück |
| Funktions- und Systemtasten (M-Taste, Stummschaltungstaste, Moduswahl, Sperrtasten) | 4 Stück |
| Insgesamt: | 23 Stück |
Funktionen und was dahintersteckt
Das Gerät ist also nicht nur ein hochwertig und mit großer Sorgfalt gefertigter Game-Controller, sondern bietet auch mehrere innovative Lösungen. So feierte beispielsweise im 8K-Modell die weiterentwickelte TMR-Technologie ihr Debüt, die für die Präzision und Langlebigkeit der analogen Joysticks sorgt.
TMR?
| Herkömmliche Joysticks (Potentiometer / ALPS) | Erste Generation: magnetisch (Sima Hall-Effekt) | Neueste Generation: TMR (G7 Pro 8K) | |
| Funktionsprinzip | Physikalischer Kontakt (Metallschieber auf Kohleschicht) | Messung der Magnetfeldstärke (berührungslos) | Drehwinkel des Magnetfelds (Quanten-Tunneleffekt) |
| Drift (Stick Drift) | Mit garantierter Lebensdauer (aufgrund von physikalischem Verschleiß und Staub) | Keine (kann mechanisch nicht verschleißen) | Nicht verfügbar (extrem langlebig, über 10 Millionen Betätigungen) |
| Rückstellkraft / Straffheit | Hervorragend, straff, gewohnt | Oft zu locker, fühlt sich „wackelig“ an | Straff, ähnlich wie bei herkömmlichen Hebeln |
| Auflösung und Genauigkeit | Gut, verschlechtert sich aber mit zunehmendem Verschleiß kontinuierlich | Sehr gut, erfordert jedoch eine softwaregestützte Glättung (Jitter-Filterung) | Maximal (Nanometer-Genauigkeit), auch ohne Filterung stabil |
| Energieverbrauch | Gering | Hoch (der Sensor muss ständig mit Strom versorgt werden) | Extrem niedrig (daher kann er auch kabellos betrieben werden) |
Das Fazit lautet also: Derzeit handelt es sich um eine Technologie, die sowohl superschnell als auch energiesparend ist. Dank ihr können wir auch bei kabellosen Controllern eine lange Betriebsdauer genießen, während es ganz allein an uns liegt, wie viel wir aus uns selbst und aus dem Spiel herausholen. Die erhöhte Präzision kann für einen perfektionistischen eSport-Spieler mehr als vorteilhaft sein, egal ob es um pixelgenaue Kopfschüsse oder um einen Drehkick geht, der in einem Tausendstel einer Sekunde ausgeführt wird.
Software und Einstellungen
Auf der Website des Herstellers sind mehrere Begleitprogramme zu finden, aber das, was wir benötigen, heißt „GameSir Connect“ – damit lassen sich die neueren Controller verwalten. Grundsätzlich ist es auch im Microsoft Store erhältlich, aber auf Wunsch kann auch das eigenständige Installationspaket heruntergeladen werden. Diese war zwar nicht die aktuellste Version, aber nach der Installation erhielt ich innerhalb der Software die neuesten Versionen, zusammen mit den aktuellen Firmware-Updates für das Gamepad.
Beim Starten der App werden die derzeit unterstützten sechs Controller aufgelistet, aber nach dem Anschließen und einem kurzen Ladevorgang befand ich mich bereits in den Einstellungen des 8K. Die Benutzeroberfläche ist etwas durchwachsen, variiert im Grunde nicht stark und listet so viele Einstellungen wie möglich in einem einzigen Fenster auf.
Am Design könnte man vielleicht noch feilen, aber viel wichtiger sind die Funktionalität und die schnelle Reaktion auf die eingegebenen Befehle – und in diesen entscheidenden Punkten war die App einwandfrei. Zudem lassen sich 4 verschiedene Profile erstellen, sodass man für unterschiedliche Spiele und Situationen individuelle Einstellungen speichern kann.
Sowohl das Firmware- als auch das Software-Update verliefen weitgehend reibungslos, wobei die Software im letzteren Fall allerdings ein paar Mal neu gestartet werden musste, bevor sie bereit war, das Update ordnungsgemäß durchzuführen. In jeder anderen Hinsicht war das Gerät reaktionsschnell und stabil – ein Lob an GameSir.
Benutzererfahrung mit d
Als vorwiegend PC-Spieler habe ich mehr mit der Maus geklickt oder auf die Tastatur gehämmert, als dass ich schweißgebadet Controller umklammert hätte, aber ich besitze auch ein paar davon zu Hause, da bestimmte Spiele nun einmal nicht gerade für die Kombination aus Maus und Tastatur konzipiert sind. Der G7 PRO 8K war jedoch eine ganz andere Welt, auch wenn ich die 8K-Abtastrate kaum wirklich ausnutzen konnte.
Wie dem auch sei, ist das Zielen mit den analogen Sticks sehr feinfühlig, und auch der Vibrationsmotor folgt den Ereignissen im Spiel in einem breiten Spektrum, was ein viel angenehmeres Erlebnis bietet als bei einigen älteren oder günstigeren Controllern, bei denen ich diese Funktion oft lieber ausgeschaltet habe.
Die anpassbaren Abzüge und die zahlreichen Zusatztasten boten mir eine fantastische Auswahl an Möglichkeiten, während das Spielerlebnis durchweg auf höchstem Niveau war. Die Sprünge sind präzise, und die Schüsse sind ziemlich treffsicher … wären sie, wenn ich mit dem Controller normal zielen könnte. Leider sind Counter-Strike, Quake oder Unreal nicht gerade Titel, die sich für Controller eignen, während Mortal Kombat oder Forza Horizon dies umso mehr tun.
Die Reaktionszeit des Geräts im kabelgebundenen Betrieb ist hervorragend, denn bei 8000 Hz (8K-Modus) liegt sie bei ~0,35 ms – 0,5 ms, was im Grunde als sofort angesehen werden kann. Bei 4.000 Hz (4K-Modus) liegt die Reaktionszeit im Bereich von etwa 0,6 ms bis 0,8 ms, was immer noch mehr als schnell ist – vor allem für mich – und zudem den Prozessor weniger belastet. Aber seien wir ehrlich: Im Vergleich zur Leistung alter Peripheriegeräte von einigen hundert Hz sind selbst 1000 Hz (1K-Modus) und Werte zwischen ~1,1 ms und 1,3 ms noch mehr als hervorragend. Vielleicht klingen die 250 Hz und die Werte zwischen 4,1 ms und 4,5 ms weniger gut.
Wie sieht es tatsächlich mit der Leistung des 8K Wireless aus?
Die Aktualisierungsrate (Polling Rate):
Bei Betrieb über den 2,4-GHz-USB-Dongle ist tatsächlich eine reale Datenübertragungsrate von durchschnittlich ~7800–8000 Hz erreichbar. Das ist kein Software-Trick oder eine Verdopplung – die Chips des Empfängers und des Controllers sind einfach in der Lage, diese enorme Datendichte zu bewältigen. Ein großes Lob an den Hersteller dafür, denn wer das möchte, bekommt tatsächlich das, wofür er bezahlt hat.
Die Reaktionszeit (Input Lag) im kabellosen Betrieb:
Obwohl die Aktualisierungsrate 8000 Hz erreicht (was theoretisch bedeutet, dass alle 0,125 ms ein Datenpaket gesendet wird), liegt die Reaktionszeit des kabellosen Sticks bzw. der Taste im 8K-Wireless-Modus aufgrund der Paketverarbeitungs- und Verarbeitungszeit des Funkkanals im Durchschnitt bei etwa 1,2 – 2,0 ms.
Der Unterschied zum kabelgebundenen Betrieb besteht darin, dass zwar die Frequenz in beiden Fällen 8000 Hz beträgt, die Hardware-Reaktionszeit bei kabelgebundenem Betrieb jedoch in den rekordschnellen Bereich von ~0,35 – 0,7 ms fällt. Profi-eSportler schwören daher meist auf die kabelgebundene Variante und gehen kein Risiko ein – schließlich zählt jede Tausendstelsekunde. Ich persönlich habe mich jedoch größtenteils mit der bequemeren, kabellosen Option zufrieden gegeben.
„Achtung, nur für Rechner mit leistungsstarken Prozessoren“
Hohe CPU-Auslastung? Der kabellose Datenstrom mit 8000 Hz schickt pro Minute mehrere hunderttausend Datenpakete an den Computer. Bei schwächeren oder älteren Prozessoren kann dies je nach Spiel zu Mikro-Rucklern (Micro-Stutter) führen, daher kann es in solchen Fällen sinnvoll sein, die Einstellung in der Software auf 1000 Hz oder 4000 Hz zurückzusetzen. Bei einem moderneren PC stellt dies kaum ein Problem dar, doch selbst die Connect-Software hat mich darauf hingewiesen, als ich die höchste Einstellung gewählt habe.
Übrigens wirkt sich dies auch auf die Betriebsdauer aus. Der 8K-Wireless-Modus belastet den Akku deutlich stärker als der 1000-Hz-Modus, sodass der Controller bei intensiver Nutzung wesentlich häufiger in die Ladestation gesteckt werden muss.
Betriebsdauer und Aufladen
Das Gerät verfügt über einen 1200-mAh-Akku, der selbst bei der energieintensivsten Einstellung für eine durchgehende Nutzungsdauer von etwa 8 bis 10 Stunden ausreicht. Die Betriebsdauer hängt natürlich stark davon ab, ob man den Vibrationsmotor nutzt und welche Abtastrate aktiviert ist. Aus diesem Grund kann es sinnvoll sein, bei normalem Gebrauch bei 1000 Hz zu bleiben und erst dann auf die 8000-Hz-SPM-Stufe umzuschalten, wenn es die Situation und die Herausforderung erfordern.
Im 8K-Modus mit aktivierter Vibration können wir etwa 5 bis 7 Stunden herausholen, aber hoffentlich legen wir während der 7 Stunden Spielzeit ein paar Pausen ein, in denen sich der Controller zusammen mit uns ein wenig ausruhen kann. Diese Laufzeit lässt sich auf 9–11 Stunden verlängern, wenn wir auf den aktiven Vibrationsmotor verzichten.
Im Vergleich dazu erreichen wir im zurückhaltenderen, aber immer noch superschnellen 1000-Hz-Modus selbst mit Vibration 15 Stunden, je nach Spiel und Belastung sogar bis zu 18 Stunden. Wenn wir jedoch auch hier die Vibration deaktivieren, können wir mit einer Akkulaufzeit zwischen 25 und 30 Stunden rechnen, was schon ein recht guter Wert ist; für allgemeines, nicht allzu intensives Gaming ist das völlig ausreichend, wir müssen nur sicherstellen, dass der USB-Anschluss mit Strom versorgt wird, wenn wir nicht am Computer sitzen.
Natürlich trägt das Vorhandensein der Ladestation wesentlich dazu bei, lange und unterhaltsame Spielstunden zu ermöglichen, denn in den Pausen eines spannenden Rennens oder Spiels können wir durch das Einsetzen des Controllers wertvolle Minuten oder Stunden gewinnen. Dieser für uns eher passive Vorgang bedeutet eine Abwesenheit vom Controller von 2 bis 2,5 Stunden – natürlich nur, wenn wir im Wireless-Modus spielen möchten.
Ladezeit für 1 Stunde Betriebszeit:
- 8000 Hz (8K-Modus) + Vibration EIN: Für 1 Stunde Spielzeit sind ca. 25 Minuten Ladezeit erforderlich.
- (Da sich der Akku innerhalb von 5–6 Stunden entlädt, ist die Ladezeit für diesen Modus mit hohem Stromverbrauch entsprechend länger.)
- 8000 Hz (8K-Modus) + Vibration AUS: ~15 Minuten Ladezeit für 1 Stunde Spielzeit.
- 1000 Hz (1K-Modus) + Vibration EIN: Für 1 Stunde Spielzeit sind ca. 10 Minuten Ladezeit erforderlich.
- 1000 Hz (1K-Modus) + Vibration AUS: Für 1 Stunde Spielzeit reichen ca. 5–6 Minuten Ladezeit aus. (In diesem Sparmodus sorgt bereits eine kurze, 15-minütige „Kaffeepausen“-Aufladung für bis zu 2,5–3 Stunden ununterbrochene Spielzeit.)
Brauche ich das?
Was auch immer man darüber denken mag, warum ein einfacher PC-Controller fast 40.000 Forint kostet – dazu kann ich sagen: Erstens ist er bei weitem nicht so einfach, und GameSir begründet diesen Preis, der übrigens keineswegs als extrem anzusehen ist, sehr gut. Selbst ein gewöhnlicher Microsoft Series-Controller kostet ab 25, bietet aber weder in puncto Funktionen noch Ausstattung so viel – und auch in puncto Qualität nicht unbedingt das, was wir von früheren Generationen gewohnt sind. Im Vergleich dazu bietet der Gamesir reichlich genauso viel oder sogar noch mehr – und das zudem günstiger, als man erwarten würde.
Dann gibt es noch den G7 PRO 8K, dessen zahlreiche Vorzüge kaum aufzuzählen sind – angefangen bei der hervorragenden Verarbeitung und der modernen Technologie über die zahlreichen Zusatztasten und Einstellungsmöglichkeiten bis hin zur überragenden Reaktionszeit – und das alles für deutlich weniger als selbst ein Controller der Series Elite. Der Hersteller hat erneut den goldenen Mittelweg gefunden und präsentiert uns ein mehr als anspruchsvoll gestaltetes Produkt zu einem überraschend guten Preis. Zudem feierten die TMR-Analogsticks der zweiten Generation in diesem Produkt ihr Debüt, sodass neben dem wohlverdienten Innovationspreis auch eine Anerkennung für das hervorragende Preis-Leistungs-Verhältnis durchaus angebracht ist.
Der vielleicht auffälligste Schönheitsfehler ist gerade das Fehlen der Xbox-Unterstützung, aber wer ausdrücklich nach Kompromisslosigkeit und hoher Leistung, die für PCs typische Software-Flexibilität und Anpassbarkeit sucht, der mit den meisten Controllern des Herstellers ein hervorragendes Geschäft machen kann, aber mit dem G7 PRO 8K den Regler wirklich bis zum Maximum aufdrehen kann. Modularität, Analog-Sticks mit TMR-Gen2-Technologie sowie auch im kabellosen Betrieb beeindruckende Geschwindigkeit und Präzision vereinen sich in einem anspruchsvoll gestalteten Produkt, das ich jedem Gamer, aber auch den Maximalisten, wärmstens empfehlen kann.