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DIE ANWOHNER HABEN MICROSOFT VERKLAGT, WEIL SIE DER MEINUNG SIND, DASS DIE ANLAGE, DIE ALS DAS WELTWEIT GRÖSSTE KI-RECHENZENTRUM BEZEICHNET WIRD, ZU LAUT IST

Das weltweit leistungsstärkste KI-Rechenzentrum ist offenbar zu laut, doch gleichzeitig gibt es noch weitere Probleme damit, weshalb die Anwohner eine Sammelklage gegen Microsoft eingereicht haben.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Die Anwohner haben Microsoft verklagt, weil sie der Meinung sind, dass die Anlage, die als das weltweit größte KI-Rechenzentrum bezeichnet wird, zu laut ist

KI-Rechenzentren sowie größere klassische Rechenzentren werden in den einzelnen Regionen von den dort ansässigen Bürgern nicht gerne gesehen, da diese Anlagen in der Regel enorme Mengen an Strom verbrauchen, was mitunter die Sicherheit des lokalen Stromnetzes gefährden kann, und zudem sehr viel Wasser benötigen, was die Wasserversorgung der Anwohner gefährden könnte.

Dies sind die beiden häufigsten Einwände der lokalen Bevölkerung gegen die Errichtung von Rechenzentren; hinzu kommt ein dritter Einwand, den nur diejenigen erleben, die die Lärmemissionen einer solchen Anlage aus nächster Nähe wahrnehmen. Das neue KI-Rechenzentrum von Microsoft, das im Bundesstaat Wisconsin in der Nähe der Stadt Milwaukee im Bundesstaat Wisconsin, geriet genau aus diesem Grund ins Visier der Bevölkerung: Die Anwohner waren über die Lärmbelästigung und die nächtliche Lichtverschmutzung durch das KI-Rechenzentrum so verärgert, dass sie kurzerhand eine Sammelklage dagegen einreichten. Die Anlage in Fairwater wurde von Satya Nadella, Präsident und CEO von Microsoft, zuvor so beschrieben, dass es sich nach seiner Fertigstellung zum weltweit leistungsstärksten KI-Rechenzentrum entwickeln könnte, das in der Lage sein wird, bis zu 865.000 Token pro Sekunde zu erzeugen.

Bei der Planung und Umsetzung des 7,3 Milliarden Dollar teuren Projekts wurden offenbar einige wichtige Aspekte nicht ernst genug genommen, worauf die Einwohner der nahegelegenen Kleinstadt Sturtevant, die in Luftlinie etwa 2,4 Kilometer entfernt liegt, das Unternehmen aufmerksam gemacht haben. Zu den Problemen, von denen mehr als 1.000 Haushalte betroffen sind, gehört, dass die Lärmbelastung nicht nur das akzeptable Maß überschreitet, sondern auch den Alltag der Anwohner ständig und tiefgreifend beeinträchtigt, die beispielsweise deshalb nicht einmal mehr normal schlafen können.

Nach Ansicht der Kläger hat Microsoft bei der Planung und Errichtung des KI-Rechenzentrums nicht für angemessene Lärmschutzstreifen und -elemente gesorgt, seien es Wände, Schilde oder andere Lösungen, die die Ausbreitung des Lärms in Richtung bewohnter Gebiete verhindern. Daher dringt schädlicher Lärm von ihrem eigenen Grundstück in die Gemeinschaftsbereiche aus, was sie verständlicherweise beanstanden. Einem Anwohner zufolge war es sogar notwendig, seine Schicht am Arbeitsplatz zu wechseln, um überhaupt irgendwann schlafen zu können.

Neben dem Lärm, der durch die Kühlung des KI-Rechenzentrums und andere infrastrukturelle Elemente verursacht wird, haben die Initiatoren der Sammelklage, die alle Anwohner vertreten möchten, die unter der Lärmbelästigung und anderen Belastungen durch das KI-Rechenzentrum leiden, weitere Probleme angesprochen. Ihrer Meinung nach besteht das Problem darin, dass sie aufgrund des Lkw-Verkehrs, der zur im Bau befindlichen Anlage fährt, auch übermäßige Staubbelastung erdulden müssen, und dass die leistungsstarken Scheinwerfer nachts ebenfalls ein Problem darstellen, da sie eine enorme Lichtverschmutzung verursachen. Den Einheimischen zufolge war die Nacht früher dunkel und sternenklar, doch mittlerweile sind aufgrund der starken Lichtverschmutzung nicht einmal mehr die Sterne richtig zu sehen.

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Die Experten von Microsoft versuchen alles, um den Beschwerden der Anwohner Rechnung zu tragen, die Ingenieure haben bereits zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu bereinigen, wodurch die Probleme größtenteils gelöst wurden; in Zukunft werden jedoch weitere Schritte unternommen, um die Situation weiter zu verbessern, beispielsweise durch den Einbau von lärmmindernden Komponenten.

Den Hintergrundinformationen zufolge weiß Microsoft bereits seit April, dass der Betrieb des KI-Rechenzentrums und die Bauarbeiten Probleme verursachen; man hatte jedoch nicht damit gerechnet, dass der Lärm, der durch die mit zu hoher Drehzahl laufenden Kühlventilatoren entsteht, so weit zu hören sein würde, aber seitdem wurde das System feinabgestimmt. Zuvor wurden bereits weitere Maßnahmen ergriffen, beispielsweise sind Straßenkehrfahrzeuge in der Umgebung im Einsatz, um die Staubbelastung zu verringern; diese sind täglich 10 Stunden lang im Einsatz. Gleichzeitig wurde auch die Dauer der Bauarbeiten eingeschränkt, d. h., die Arbeiten finden nur zwischen 6 Uhr morgens und 22 Uhr abends statt, während der dazwischenliegenden Zeit kann sich die Bevölkerung ausruhen.

Da die Anwohner die Sammelklage am 1. Juli 2026 eingereicht haben, konnten offenbar nicht alle Beschwerden ausgeräumt werden, doch allem Anschein nach bemüht sich das Unternehmen weiterhin darum, die Situation zufriedenstellend zu regeln. Interessant ist übrigens, dass es sich bereits vor der Ansiedlung von Microsoft um ein als Schwerindustriegebiet eingestuftes Areal handelte, das 2017 von Foxconn genutzt wurde; diese Einstufung behielt das Areal auch bei, als es im Zuge des Eigentümerwechsels an Microsoft überging.

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