Aufgrund von Problemen mit den +12VHPWR- und 12V-2x6-Stromanschlüssen sind in der letzten Zeit bereits mehrere Grafikkarten und Netzteile beschädigt worden, allerdings traten bei den 12V-2x6-Stromanschlüssen deutlich weniger Probleme auf als damals beim +12VHPWR, und auch die Grafikkarten- und Netzteilhersteller haben einige Maßnahmen ergriffen, um die Situation zu verbessern.
Es kamen spezielle Stromkabel auf den Markt, die einen Wärmesensor enthielten, aber es erschienen auch Grafikkarten, bei denen die Stromzweige überwacht werden können und der Nutzer bei Bedarf sogar eingreifen kann. Als kostengünstigere Lösung kamen auch Stromkabel auf den Markt, bei denen die Innenseite des Kunststoffgehäuses eine andere Farbe hat. Wenn der Stecker also nicht richtig in die Buchse passt, ist die zweite Farbe sichtbar, wodurch sich Schäden durch Kontaktfehler leichter vermeiden lassen. Diese Methoden bieten natürlich keinen 100-prozentigen Schutz, tragen aber dennoch zur Erhöhung der Sicherheit bei.
Eine noch effektivere Lösung als die oben genannten ist die ASUS Power Detector+-Funktion, die es Nutzern ermöglicht, bei Grafikkarten, die diese Technologie unterstützen, die Stromversorgungskabel zu überprüfen und Informationen über den Zustand des Stromanschlusses zu erhalten. Dazu ist die Software „GPU Tweak III“ erforderlich, die ab Version 2.1.7.2 die Nutzer benachrichtigt, wenn im Bereich des GPU-Stromanschlusses irgendeine Anomalie auftritt, allerdings war diese Version noch nicht in der Lage, das System automatisch herunterzufahren, wenn die Gefahr eines Ausfalls bestand.
Die neueste Version von GPU Tweak III, die gerade erschienen ist, bietet nun auch die Möglichkeit, mithilfe der „Power Detector+“-Funktion das jeweilige System bei Bedarf automatisch herunterzufahren, wenn bei der Überprüfung der Stromleitungen Unregelmäßigkeiten festgestellt werden. Der Beschreibung zufolge meldet die Software einen Fehler, wenn auf einem der Stromzweige eine Stromstärke von 0 A fließt, während die anderen aktiv sind, sowie dann, wenn auf einem der Stromzweige eine Stromstärke von über 9,2 A gemessen wird. In beiden Fällen ist davon auszugehen, dass ein Kontaktfehler vorliegt, der zu einer asymmetrischen Belastung der Kontakte führt, wodurch die überlasteten Komponenten überhitzen, das Kunststoffgehäuse um sie herum schmilzt und es kann sogar zu Rauchentwicklung oder einem Brand kommen, wenn der Benutzer lange Zeit nicht reagiert, weil er beispielsweise den PC unbeaufsichtigt gelassen hat. Die Neuerung in GPU Tweak III kann in dieser Situation ein automatisches Herunterfahren des Systems anweisen. Der Beschreibung zufolge erfolgt das automatische Herunterfahren, wenn über einen längeren Zeitraum eine hohe Stromstärke an einem der Stromzweige auftritt, d. h. die Software misst einen Wert über 9,2 A, es wurde jedoch nicht näher erläutert, konkret nach wie vielen Sekunden der automatische Abschaltvorgang einleitet.
Wichtig ist, dass es sich hierbei nicht um eine automatische Funktion handelt, sondern um eine optionale Einstellung, die nach der Installation der neuesten Softwareversion aktiviert werden muss. Die Power Detector+-Technologie wird derzeit übrigens nur von den High-End-Grafikkarten von ASUS unterstützt, d. h. von einzelnen Modellen der Serien „ “ RoG Astral und „ “ RoG Matrix.
Die neueste Version 2.1.8.0 von GPU Tweak III kann hier heruntergeladen werden:.