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DIE AMD ZEN 6-ARCHITEKTUR KÖNNTE EINEN NEUEN PROZESSORKERN-TYP EINFÜHREN

Die unter dem Namen „Low Power CPU“ bekannte Entwicklung zielt in erster Linie darauf ab, die Energieeffizienz zu steigern.
J.o.k.e.r
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Die AMD ZEN 6-Architektur könnte einen neuen Prozessorkern-Typ einführen

Der AMD Linux Patch enthält eine interessante Neuerung, auf die das Team von Phoronix hingewiesen hat: Neben den beiden bekannten Prozessorkern-Typen wird darin auch ein dritter erwähnt, der offenbar in den APUs der nächsten Generation für Desktop- und Mobilgeräte zum Einsatz kommen wird und von dem im Laufe der Zeit möglicherweise auch Handheld- und Standard-Spielkonsolen profitieren werden. Bislang verwendete das Unternehmen Prozessorkerne der Typen ZEN und ZEN C, die im Wesentlichen auf derselben Grundarchitektur basieren und auch hinsichtlich der Befehlssatzunterstützung dieselbe Funktionalität bieten, allerdings kommt der ZEN C in einer speziellen, „dichteren“ Ausführung daher, was physikalisch zu kleineren Prozessorkernen führt.

Diese Prozessorkerne können mit einer niedrigeren Betriebsspannung und einer niedrigeren Taktfrequenz betrieben werden, was zur Senkung des Stromverbrauchs beiträgt, während sie auf dem Servermarkt zudem die Möglichkeit bieten, Serverprozessoren mit besonders hoher Kerndichte zu entwickeln. Aktuellen Informationen zufolge könnte in Kürze ein neuer Prozessorkern-Typ eingeführt werden, der im Linux-Patch derzeit als „Low Power CPU“ bezeichnet wird. Dank der Unterstützung, die als Erweiterung des x86-Topology-Codes bereitgestellt wird, wird die jeweilige Linux-Distribution in der Lage sein, diese neuen Prozessorkerne korrekt zu erkennen und entsprechend zu verwalten.

Die Prozessorkerne vom Typ „Low Power CPU“ werden offenbar eine völlig eigene Kategorie bilden, doch ist noch nicht klar, über welche genauen Fähigkeiten diese Prozessorkerne verfügen werden. Sicher ist, dass sie speziell für einen energieeffizienten Betrieb optimiert werden, d. h., das jeweilige System wird damit Hintergrundaufgaben, die nur geringe Rechenleistung erfordern, bei geringem Stromverbrauch ausführen können. Aus dem Code geht vorerst auch nicht hervor, mit welcher Prozessor-Mikroarchitektur die neue Entwicklung genau auf den Markt kommen wird; sicher ist lediglich, dass sie kommen wird und damit die Anzahl der Prozessorkerne in den AMD-Prozessoren der nächsten Generation auf drei ansteigen wird.

Einer der Informanten, der unter dem Spitznamen „Bionic Squash“ bereits mehrere zuverlässige Informationen veröffentlicht hat, berichtete, dass die Low-Power-CPU-Kerne tatsächlich in Verbindung mit der ZEN-6-Architektur kommen werden, wie zu vermuten war, und zwar in den mobilen APU-Einheiten vom Typ „Medusa Point 1“, in denen zwei davon zum Einsatz kommen werden. Zu den beiden Prozessorkernen könnten 512 KB L2-Cache und 2 MB L3-Cache hinzukommen.

Natürlich müssen die verschiedenen Betriebssysteme auf den neuen Kerntyp vorbereitet werden; auf der Linux-Seite sind die Arbeiten offenbar bereits im Gange. Es bleibt vorerst ein Rätsel, welchen Fortschritt die neuen Prozessorkerne in Sachen Energieeffizienz bringen werden, aber hoffentlich werden spätere Leaks bald auch darauf eine Antwort geben.

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