Im Juni stellte Microsoft ein neues Surface Laptop-Notebook vor, das mit lediglich 8 GB Arbeitsspeicher ausgestattet ist und zu einem Preis von 949,99 Dollar auf den Markt kam, das heißt, im Vergleich zur 2025 erschienenen Version, die noch 16 GB Arbeitsspeicher enthielt, ist es nicht nur nicht billiger geworden, sondern sogar um 50 Dollar teurer. Dies ist auf die Speicherkrise zurückzuführen, aufgrund derer alle gängigen Speicherstandards in der letzten Zeit erheblich teurer geworden sind und sich die Lage nach aktuellen Erwartungen bis zum Jahresende noch weiter verschlechtern wird, während das nächste Jahr noch schwieriger zu werden verspricht.
Die Redakteure von The Verge wollten wissen, wie sich der 13-Zoll-Surface-Laptop mit Snapdragon-X-Plus-Prozessor, 8 GB LPDDR5X-Systemspeicher und 256 GB NAND-Flash-Speicher unter Windows 11 bei alltäglichen Aufgaben abschneidet. Das Notebook selbst weist nach Meinung des Testers eine gute Verarbeitungsqualität auf und ist auch in puncto Materialauswahl in Ordnung; zudem entsprechen die Tastatur, das Touchpad sowie die Akkulaufzeit voll und ganz den Anforderungen, doch die 8 GB LPDDR5X-Arbeitsspeicher reichen schlichtweg nicht einmal mehr für grundlegendes Multitasking aus, wenn mehrere Anwendungen gleichzeitig laufen und mehrere Webbrowser-Fenster im Hintergrund oder im Vordergrund geöffnet sind.
Dem Test zufolge belegt die Windows-11-on-ARM-Version bereits während des Bootvorgangs 4,2 GB des 8-GB-Speichers des Surface Laptop, obwohl nur wenige Anwendungen automatisch im Hintergrund gestartet wurden. Bei normaler Nutzung stieg der Speicherverbrauch leicht auf etwa 6,7 GB an, d. h., ein Großteil des 7,6 GB großen Systemspeichers wurde mühelos von den allgemeinen Anwendungen beansprucht. Das System neigte mehrfach zu zeitweiligen Einfrieren, d. h., es reagierte gelegentlich für einige Sekunden einfach nicht, war danach aber wieder einsatzbereit. Einer dieser Vorfälle ereignete sich, als während der Nutzung von Microsoft Teams einer der Teilnehmer ein kurzes Video teilte, während im Hintergrund Chrome mit 10 Browser-Tabs lief und auch Slack und Signal im Hintergrund aktiv waren. Während des Tests trat das Phänomen mehrmals auf, beispielsweise auch dann, als der Tester mit Google Docs arbeiten wollte, dabei aber weder in einem Anruf war noch ein Video im Hintergrund lief. Zum vollständigen Bild gehört, dass während des Tests auch die Funktion „Virtueller Desktop“ aktiv war, d. h., die genannten Programme waren auf zwei Desktops verteilt, die Webcam war jedoch beispielsweise nicht aktiv.
Es blieb nichts anderes übrig, als die Systemauslastung zu reduzieren: Die Funktion „Virtueller Desktop“ musste deaktiviert, die Signal-App geschlossen und die Anzahl der in Chrome geöffneten Tabs auf etwa 6 begrenzt werden. Daraufhin sank die Speicherauslastung auf etwa 5,5 GB, und das System lief reibungslos, aber es blieb nicht allzu viel Speicher als Reserve übrig, was die Möglichkeiten ziemlich einschränkte. Da es sich um integrierten LPDDR5X-Speicher handelt, lässt sich dieser normalerweise auf der Ebene eines durchschnittlichen Nutzers nicht erweitern; eine Erweiterung ist höchstens durch einen erfahrenen Servicetechniker möglich, der die Chips ablötet und neue einsetzt; einfacher ist es jedoch, von vornherein das 16-GB-Modell zu kaufen, wenn absehbar ist, dass man diesen Speicherbedarf haben wird.
Die 16-GB-Version kam übrigens noch im Laufe des Jahres 2025 zu einem Preis von 899 Dollar auf den Markt, doch seitdem sind die Speicherpreise so stark in die Höhe geschossen, dass das 8-GB-Modell des Surface Laptop im Juni dieses Jahres bereits für 949,99 Dollar auf den Markt kam – das heißt, es ist mit der Hälfte des Speichers für 50 Dollar mehr erhältlich. Seitdem ist natürlich auch das 16-GB-Modell teurer geworden, dafür werden nun 1.150 Dollar verlangt…