Nvidia hatte in der letzten Zeit die Markteinführung einer interessanten Grafikkarte der Einstiegsklasse vorbereitet, die auf der bereits erhältlichen GeForce RTX 5050 basiert, jedoch statt 8 GB nun 9 GB Onboard-Speicher hätte bieten sollen. Das neue Modell hätte noch in diesem Jahr erscheinen sollen und hätte im Kampf gegen die Speicherkrise geholfen, denn während ihr Vorgängermodell mit vier 2-GB-GDDR7-Speicherchips 8 GB VRAM bot, wäre das neue Modell bereits auf drei 3-GB-GDDR7-Speicherchips ausgelegt gewesen, mit denen sich eine Speicherkapazität von 9 GB hätte erreichen lassen – was einer Steigerung von 12,5 % entspricht.
Da das Speichersubsystem statt aus vier nur aus drei Speicherchips bestanden hätte, wäre ein Speicherkanal deaktiviert worden, sodass statt 128 Bit nur 96 Bit zur Verfügung gestanden hätten. Das stimmt zwar, aber da der neue Speicherchip nicht nur eine größere Kapazität bietet, sondern auch mit einer höheren effektiven Taktrate arbeitet, wäre die Speicherbandbreite trotz der Verengung des Speicher-Datenbus dennoch gestiegen, und zwar von 320 GB/s auf ganze 336 GB/s, was einem Fortschritt von etwa 5 % entspricht. Letzteres hätten Speicherchips gewährleistet, die statt mit 20 GHz mit 28 GHz getaktet wären.
Inzwischen könnten sich die Pläne geändert haben; zumindest deuten Brancheninformationen darauf hin, dass Nvidia das 9-GB-Modell der GeForce RTX 5050 letztendlich doch nicht auf den Markt bringen wird, und zwar deshalb, weil gerade die 12-GB-GeForce RTX 3060 wiederbelebt wird und die alte Grafikkarte erneut im Handel erhältlich ist. Die 9-GB-GeForce RTX 5050 würde die Marktposition des alten Modells schwächen, daher wäre es eigentlich nicht besonders sinnvoll, sie auf den Markt zu bringen; stattdessen zielt die 12-GB-GeForce RTX 3060 auf dieses Marktsegment ab.
Interessanterweise hätte die 9-GB-GeForce RTX 5050 keine Änderungen bei den GPU-Parametern mit sich gebracht, d. h., es wären weiterhin 2560 aktive CUDA-Kerne, 80 Texturizer, 32 RoP-Einheiten, 80 Tensor-Kerne, 20 RT-Kerne sowie 20 aktive SM-Blöcke zur Verfügung gestanden hätten; zudem wäre die GPU-Kerntaktfrequenz bei 2317 MHz geblieben, während die durchschnittliche GPU-Boost-Taktfrequenz bei 2572 MHz gelegen hätte. Berichten zufolge hätte die neue Version jedoch nicht auf dem Grafikprozessor GB207, sondern auf dem Modell GB206 basiert, doch aus diesem Wechsel wird es offenbar nichts mehr werden.
Derzeit sieht es so aus, als sei die Markteinführung der 9-GB-GeForce RTX 5050 nicht geplant; stattdessen arbeitet das Unternehmen derzeit an der erneuten Markteinführung des 12-GB-Modells der GeForce RTX 3060, wobei dieser Prozess bereits seit einiger Zeit im Gange ist und das betreffende Produkt in immer größerem Umfang erhältlich ist.