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DER NEUESTE HIGH-END-BILDSENSOR VON SONY MACHT SCHLUSS MIT ÜBERBELICHTETEN BILDBEREICHEN.

Sony wird die LOFIC-Technologie nun erstmals bei Bildsensoren für Smartphones einsetzen und setzt große Hoffnungen darauf.
DemonDani
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Der neueste High-End-Bildsensor von Sony macht Schluss mit überbelichteten Bildbereichen.

Sony scheint wieder auf dem Vormarsch zu sein, denn nach dem bislang größten Bildsensor mit 200 MPixeln hat das Unternehmen nun einen Sensor angekündigt, der als einer der ersten die LOFIC-Technologie nutzt. Damit lässt sich in Zukunft der Dynamikumfang der Aufnahmen weiter erhöhen, und es können Details festgehalten werden, die zuvor überbelichtet waren.

Bei den Smartphones von waren in den letzten Jahren zweifellos die größten Fortschritte im Bereich der Kameras zu verzeichnen. Eine der wichtigsten Komponenten einer Kamera ist der Bildsensor, und die aktuelle Entwicklung von Sony wird höchstwahrscheinlich eine entscheidende Rolle in den kommenden Spitzenmodellen spielen. Die Neuheit wird unter dem Namen Lytia L910 eingeführt, was darauf hindeutet, dass dies das neue Flaggschiff des japanischen Herstellers sein wird. 

Nach dem LYT-900 mit einer physikalischen Größe von 1 Zoll und dem LYT-901 mit einer Auflösung von 200 MPixeln nimmt der LYT-L910, der die LOFIC-Technologie einführt, den Spitzenplatz im Produktangebot ein.

Das LOFIC-Verfahren (Lateral Overflow Integration Capacitor) dient dazu, dass der Sensor den „Lichtüberlauf“ auf Pixelebene bewältigen kann, der normalerweise zu Überbelichtung führen würde. In solchen Situationen – beispielsweise bei längeren Verschlusszeiten oder zu hellen Motiven – kann der Sensor das überschüssige Licht in einem „Speicher“ einschließen und ignorieren. Der LYT-L910 ist daher gerade in Situationen in seinem Element, in denen Bilder einen hohen Kontrast aufweisen. Die LOFIC-Technologie wurde ursprünglich zur Bewältigung industrieller Herausforderungen entwickelt.

Die Neuheit von Sony verfügt über 50 Megapixel, sodass die Japaner diesmal auf den Einsatz ultrahoher Auflösungen verzichtet haben. Der Schwerpunkt liegt nun vielmehr darauf, in einem einzigen Bild den größtmöglichen Dynamikbereich darzustellen. Hierfür kommen die 1,22-Mikrometer-Pixel gerade recht, die nach dem Pixel-Binning auf 2,44 Mikrometer „wachsen“. Die physikalische Größe des Sensors beträgt 1/1,28 Zoll, in dieser Hinsicht ist er also nicht einzigartig. 

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Laut Angaben bei der Produktvorstellung erreicht er mit einer einzigen Belichtung einen HDR-Dynamikumfang von 100 dB, wofür auch das Triple-Conversion-Gain-Verfahren (TCG-HDR) zum Einsatz kommt. Die Japaner haben auch an der Rauschunterdrückung gearbeitet, wodurch der LYT-L910 einen um 30 Prozent niedrigeren Rauschpegel erreicht als der LYT-828. Die positiven Auswirkungen werden sich vor allem bei schwierigen Lichtverhältnissen und in Umgebungen mit wenig Licht bemerkbar machen. 

Der LYT-L910 macht das Aufnehmen mehrerer Bilder und deren Zusammenführung bei alltäglichen HDR-Aufnahmen überflüssig, wodurch ausgeschlossen wird, dass kleinere Details auf einem Bild schlecht wiedergegeben werden. Sony wies besonders darauf hin, dass bei sich schnell bewegenden Motiven mit dem neuen Sensor kürzere Verschlusszeiten möglich sein werden, wodurch selbst ein flüchtiger Moment ohne Verwacklungen festgehalten werden kann.

Bei voller Auflösung von 50 MPixeln kann der Bildsensor 30 Mal pro Sekunde ausgelesen werden, bei einer auf 12,5 Megapixel reduzierten Auflösung ist sogar eine Bildrate von 120 Bildern pro Sekunde möglich. Bei bester HDR-Qualität wird bei 12,5 MPixeln eine Geschwindigkeit von 60 Bildern pro Sekunde erreicht, und der Sensor wird auch 4K60-HDR-Videoaufnahmen problemlos bewältigen. 

Als interessante Randnotiz zur Anwendung der LOFIC-Technologie im Mobilbereich sei erwähnt, dass diese übrigens ursprünglich von OmniVision für Verbraucherprodukte eingeführt wurde. Der aufstrebende Akteur auf dem Sensormarkt hat bereits im vergangenen Jahr mit der Auslieferung eines Bildsensors begonnen, der Hellbereiche effizienter als je zuvor bewältigen kann.

Die Produktion des Sony LYT-L910 wird im Laufe des Sommers anlaufen, und Gerüchten zufolge sollen die nächsten High-End-Smartphones von Oppo und Vivo, die Modelle der Serien X500 und Find X10, diesen Bildsensor als erste verwenden.

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