Kategorien

DER MANGEL AN NAND-FLASH-SPEICHERCHIPS KÖNNTE BEREITS 2027 EIN ENDE FINDEN – ANGEBOT UND NACHFRAGE KÖNNTEN SICH AUSGLEICHEN

Zur Verbesserung der Lage trägt bei, dass die weltweite NAND-Flash-Produktion steigt und die steigenden Preise die Nachfrage im Segment der Verbraucherprodukte dämpfen, sodass sich das Verhältnis von Angebot und Nachfrage im nächsten Jahr positiv entwickeln könnte.
J.o.k.e.r
J.o.k.e.r
Der Mangel an NAND-Flash-Speicherchips könnte bereits 2027 ein Ende finden – Angebot und Nachfrage könnten sich ausgleichen

Was die voraussichtliche Entwicklung der Speicherkrise angeht, gab es bislang überwiegend negative Meldungen, die darauf hindeuten, dass wir im kommenden Jahr nicht mit viel Positivem rechnen können, und selbst das Jahr 2028 verspricht schwierig zu werden, und einige Unternehmensleiter gehen nach wie vor davon aus, dass die Speicherkrise uns sogar bis zu 10 Jahre lang begleiten könnte. In dieser fast schon aussichtslos erscheinenden Lage auf dem Speichermarkt, die zahlreiche Bereiche prägt, gilt die Analyse, die die Mitarbeiter von TrendForce kürzlich veröffentlicht haben, als erfrischender Lichtblick und zugleich als schwacher Hoffnungsschimmer.

Aufgrund der voraussichtlichen Entwicklung der Marktprozesse gehen die Analysten nun davon aus, dass sich im Segment der NAND-Flash-Speicherchips bereits im Laufe des Jahres 2027 eine Verbesserung einstellen könnte, was bedeutet, dass sich Angebot und Nachfrage in etwa ausgleichen könnten, was sich auch positiv auf die Preisentwicklung auswirken könnte. Infolgedessen könnte der Preisanstieg zum Stillstand kommen oder sogar ein Rückgang einsetzen; wie sich dies jedoch genau gestalten wird, ist derzeit noch sehr ungewiss, sodass es sich nicht lohnt, näher darauf einzugehen – zahlreiche Faktoren beeinflussen die tatsächliche Entwicklung der Marktprozesse.

Sollte sich die Realität gemäß den Erwartungen der Analysten entwickeln, ist damit zu rechnen, dass im Laufe des Jahres 2026 weiterhin eine Verknappung im NAND-Flash-Segment bestehen bleibt, d. h., es könnten weniger Speicherchips hergestellt werden, als der Markt benötigen würde. Das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage könnte sich im Laufe des Jahres 2027 wieder normalisieren, bis dahin könnten jedoch 4–6 % weniger NAND-Flash-Chips produziert werden, als die Marktteilnehmer benötigen würden. Das Gleichgewicht könnte in der zweiten Hälfte des nächsten Jahres eintreten, sofern keine unerwarteten Ereignisse eintreten.

Galerie öffnen

Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass große Hersteller wie Micron, Samsung, SK hynix oder auch das chinesische Unternehmen YMTC die Produktion von NAND-Flash-Speicherchips kontinuierlich ausbauen, und auch kleinere Hersteller versuchen, mehr Chips zu produzieren, soweit es ihre Möglichkeiten zur Kapazitätserweiterung zulassen. Da monatlich mehr Siliziumwafer hergestellt werden, könnten auch mehr Speicherchips auf den Markt kommen, wozu sich auch die Weiterentwicklung der Fertigungstechnologie positiv auswirkt, da sie zur Erhöhung der Bitdichte beiträgt. Die Auswirkungen dieser Faktoren werden dadurch verstärkt, dass die steigenden Preise zu einem Rückgang der Nachfrage auf dem Verbrauchermarkt führen, sei es bei Hardware, Unterhaltungselektronik oder Mobiltelefonen, was das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage verbessert. Gleichzeitig wird die Nachfrage auf dem Servermarkt natürlich zunehmen, weshalb ein erheblicher Teil der NAND-Flash-Produktion weiterhin in den Serverbereich verlagert wird.

Laut TrendForce macht die Nachfrage auf dem Servermarkt etwa 40 % der gesamten weltweiten NAND-Flash-Produktion aus, während auf dem Verbrauchermarkt verschiedene Unterhaltungselektronikgeräte, Smartphones, Notebooks und andere Produkte mehr als 40 % der gesamten weltweiten NAND-Flash-Produktion ausmachen.

Die großen NAND-Flash-Hersteller bauen ihre Produktion natürlich vorsichtig aus, um zu vermeiden, dass es durch eine zu schnelle Ausweitung zu einer massiven Überproduktion auf dem Markt kommt. Unterdessen steigern die chinesischen Hersteller ihre NAND-Flash-Produktion jedoch mit Hochdruck, vor allem um die heimische Nachfrage so effizient wie möglich zu bedienen. Infolge dieser Ausbaumaßnahmen wird China in diesem Jahr rund 19 % der gesamten weltweiten Bitproduktion ausmachen, was zwar nach einem recht hohen Anteil aussieht, doch ein erheblicher Teil der Chipmenge dient der Deckung des inländischen Bedarfs; auf den globalen Markt gelangen vorerst nur geringe Mengen chinesischer Speicherchips, so auch von NAND-Flash-Speicherchips. Dieser Anteil könnte im Laufe der Zeit steigen, da die Hersteller – mit Unterstützung der chinesischen Regierung – die inländische Produktion weiter ausbauen.

Für den Newsletter anmelden
Mit meiner Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.

Wir empfehlen Ihnen gerne

    Tests

      Diesbezügliche Artikel

      Zurück zum Seitenanfang