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DER DEEPMIND-CHEF HÄLT DIE EINRICHTUNG EINER INTERNATIONALEN KI-AUFSICHTSBEHÖRDE FÜR UNERLÄSSLICH

Demis Hassabis zufolge sollten die USA die Gründung der neuen Organisation initiieren, da uns die Zeit davonläuft.
DemonDani
DemonDani
Der DeepMind-Chef hält die Einrichtung einer internationalen KI-Aufsichtsbehörde für unerlässlich

Die Entwicklung der künstlichen Intelligenz schreitet derzeit in einem Tempo voran, mit dem zuvor niemand gerechnet hatte, und mit dem Erscheinen von ChatGPT hat sie zudem von vornherein eine Richtung eingeschlagen, auf die man nicht vorbereitet war. Demis Hassabis sprach vor einigen Tagen davon, dass sehr schnell eine Organisation gegründet werden müsse, die diese Prozesse auf internationaler Ebene regulieren könne.

Derzeit gibt es kaum ein Land, in dem der Einsatz künstlicher Intelligenz in irgendeiner Weise durch Gesetze oder Rechtsvorschriften geregelt ist. In diesem Bereich sind China und die Europäische Union führend, auch wenn sie mit sehr unterschiedlichen Methoden versuchen, den Bereich unter Kontrolle zu halten; ihre Instrumente funktionieren jedoch effektiver als dies in den Vereinigten Staaten der Fall zu sein scheint. In den USA fordern viele eine Regulierung, doch allem Anschein nach ist es der Regierung wichtiger, ihre Rolle als technologischer Vorreiter zu bewahren.

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Die Länder, die sich bereits frühzeitig mit der Regulierung der KI befasst haben, stellten sich diesen Prozess ganz anders vor. Dies zeigte sich daran, dass die Europäische Union, die bei der Regulierung eine Vorreiterrolle einnimmt, ihren Entwurf bis in den allerletzten Moment hinein kontinuierlich überarbeitete und den AI Act bereits seit seiner Einführung immer wieder aktualisiert hat. Obwohl die Experten jahrelang am AIA gearbeitet hatten, wurde beispielsweise generative KI im Entwurf ursprünglich gar nicht erwähnt. 

Heutzutage lässt sich beobachten, dass viele KI-Entwicklungen für Europa angepasst werden müssen, damit sie eingeführt werden können, während die USA eher die Innovation als ihre Nutzer schützen und, wenn nötig, versuchen, den Brand im Nachhinein zu löschen, anstatt den Problemen vorzubeugen.

Demis Hassabis berichtete in einem LinkedIn-Beitrag, dass die USA die Initiative zur Gründung einer internationalen KI-Aufsichtsbehörde ergreifen sollten, doch angesichts der globalen rechtlichen Rahmenbedingungen verfügt die Europäische Union mittlerweile in dieser Hinsicht über weitaus mehr Erfahrung. , CEO von Google DeepMind, ist der Ansicht, dass man gegenüber den führenden Modellen entschlossen und mit Nachdruck vorgehen müsse, sollten diese zu gefährlich werden. Es ist heute keineswegs mehr Science-Fiction, dass ein neues Modell ein ernstzunehmendes Risiko für die nationale Sicherheit darstellen kann.

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Der Fall von „Mythos“, das von Anthropic entwickelt wurde, hat gezeigt, dass ein neues, weitaus fortschrittlicheres Sprachmodell ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellen kann, wenn es nicht mit den entsprechenden Einschränkungen versehen wird. Allerdings werden die Sicherheitsvorkehrungen bei den meisten Modellen erst am Ende der Entwicklung integriert; unter anderem müsste sich dies bei den Technologieunternehmen ändern.

Laut Hassabis sollten die USA die internationale Regulierungsorganisation leiten, da sie auch bei der Entwicklung aus technologischer und wirtschaftlicher Sicht eine führende Rolle einnehmen. Die Aufsichtstätigkeit sollte von einem Team aus führenden unabhängigen Experten und Vertretern der Entwicklergemeinschaften wahrgenommen werden, die sich aus aller Welt zusammensetzen würden, damit die globale Regulierung effizient funktionieren könnte.

Eine solche Organisation könnte vorschreiben, dass jedes neu erscheinende Sprachmodell eine standardisierte Risikoanalyse veröffentlichen muss. Zudem könnten Fachleute deren Einführung koordinieren, damit der Prozess transparent abläuft – anders als wir es heute erleben. 

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Elektronische Geräte und andere Produkte durchlaufen zahlreiche interne Kontrolltests, bevor sie in den Handel kommen, und müssen zudem verschiedene Sicherheitsanforderungen erfüllen. Im Gegensatz dazu überschwemmen die künstliche Intelligenz Werkzeuge den Markt ohne nennenswerte Kontrollen. Oft werden diese im Rahmen eines intensiven Wettbewerbs bereits in einem sehr frühen Entwicklungsstadium veröffentlicht und sind sofort weltweit für alle Interessierten zugänglich.

„Wir befinden uns an einem entscheidenden Punkt in der Geschichte der Menschheit. Das Erreichen einer echten künstlichen allgemeinen Intelligenz (AGI) ist wahrscheinlich nur noch wenige Jahre entfernt. Wenn wir in den kommenden Jahrzehnten auf diese Zeit zurückblicken, werden wir meiner Meinung nach erkennen, dass wir an der Schwelle zur Singularität standen – was nichts anderes ist als der Anbruch eines neuen Zeitalters für die Menschheit“, betonte Hassabis. 

Darüber hinaus hat sich der Experte bereits zu dem Thema geäußert, dass bei mit KI hergestellten biologischen Waffen strengere Vorschriften und Kontrollen erforderlich seien. Auch die zu erwartenden wirtschaftlichen Auswirkungen der neuen Technologien müssten von den Staats- und Regierungschefs der Welt ernsthafter geprüft werden.

Brancheninformationen zufolge arbeitet der Chef – und Mitbegründer – von DeepMind bereits seit einiger Zeit hinter den Kulissen daran, die Trump-Regierung davon zu überzeugen, die von ihm vorgestellte Organisation ins Leben zu rufen. Darüber hinaus soll er angeblich nicht nur in den USA, sondern mittlerweile auch in Europa in dieser Angelegenheit Lobbyarbeit betrieben haben.

Den verfügbaren Informationen zufolge könnte eine solche internationale KI-Aufsichtsbehörde möglicherweise bereits in diesem Jahr tatsächlich eingerichtet werden. Neben Hassabis bemühen sich auch andere Experten um einen Durchbruch in diesem Bereich; viele haben bereits ihre Besorgnis darüber zum Ausdruck gebracht, dass die globale Uneinigkeit in diesem Bereich zu groß ist, während jede Entwicklung weltweit erhebliche Auswirkungen haben kann, und ein echter regulatorischer Durchbruch nur durch Zusammenarbeit erreicht werden könnte, da der geografische Standort den Zugang zu den Diensten heutzutage nur noch selten einschränkt.

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