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DER CHIPMANGEL IST SO GRAVIEREND, DASS INTEL MITTLERWEILE SOGAR CHIPS VERKAUFT, DIE FRÜHER ALS AUSSCHUSSWARE HÄTTEN EINGESTUFT WORDEN

Kürzlich wurde bekannt, dass das Unternehmen die Exportrate aller relevanten Produktionstechnologien erfolgreich gesteigert hat, wobei der Verkauf von "schwächeren" Chips eine wichtige Rolle spielte.
J.o.k.e.r
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Der Chipmangel ist so gravierend, dass Intel mittlerweile sogar Chips verkauft, die früher als Ausschussware hätten eingestuft worden

Intels jüngster Finanzbericht , der die Leistung des Unternehmens im ersten Fiskalquartal des Fiskaljahres 2026 detailliert darlegte, überraschte die Analysten, da die Ergebnisse die Erwartungen der Analysten und Intels eigene Prognose übertrafen. Das Unternehmen freute sich, bekannt geben zu können, dass es die Produktionsrate aller wichtigen Waferbreiten, ob Intel 4, Intel 3 oder sogar 18A, erfolgreich gesteigert hatte, aber damals schien es, dass die positiven Ergebnisse durch verschiedene Optimierungen der Fertigungstechnologie erzielt wurden. Inzwischen ist das Bild klarer geworden, und es hat sich ein interessantes Detail ergeben, das auch erklärt, warum die Bruttomarge um 650 Basispunkte höher ausgefallen ist, als Intel erwartet hatte.

Die neuen Informationen stammen von einem Analysten aus der Technologiebranche, der Details beleuchtet hat, die bei der Investorenpräsentation nicht ganz klar waren. Ben Bajarin von Intels Investor-Relations-Abteilung hat die neuen und wichtigen Informationen erhalten, aus denen hervorgeht, dass Intel vor kurzem begonnen hat, Chips zu verkaufen, die zuvor als Schrott oder Produkte mit geringer Leistung angesehen wurden, was zu einem erheblichen Umsatzwachstum geführt und dazu beigetragen hat, die Bruttomargen zu erhöhen.

Ein gutes Beispiel dafür, wie sehr die neue Praxis den Unterschied ausmacht: Während das Unternehmen im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Gesamtumsatz von etwa 12,36 Mrd. USD erwartet hatte, lag das Endergebnis bei 13,6 Mrd. USD mit einer Bruttomarge von 45 % auf Non-GAAP-Basis. Letzteres lag 650 Basispunkte über Intels eigener Prognose von "nur" 34,5 % Bruttomarge. Noch interessanter war, dass der Gewinn pro Aktie die Erwartungen um etwa 3000 % übertraf, was sich die Marktanalysten zunächst nicht erklären konnten. Nun, da bekannt wurde, dass das Unternehmen Prozessoren, die bisher nicht verkauft wurden, zu Geld macht, beginnt sich das Bild zu verdichten.

Ein Silizium-Wafer kann in der Regel Dutzende oder sogar Hunderte von Chips enthalten, je nach Größe des Chips, aber diese Chips sind nicht identisch in Bezug auf Leistung, elektronische Parameter (z. B. Leckstrom), Chipqualität und die Anzahl der Komponenten, die perfekt funktionieren. Daher kann ein einziger Silizium-Wafer mehrere verschiedene Klassen von Chips enthalten, die nicht alle für das obere Ende der Skala in Frage kommen, so dass sie in eine Rangfolge gebracht und für die Herstellung von Produkten mit unterschiedlichem Leistungsniveau verwendet werden können.

Chips, die die Mindestanforderungen nicht erfüllen, werden im Wesentlichen aussortiert und nicht als spezifisches Produkt auf den Markt gebracht - dieser letzte Bereich hat sich etwas verändert, da der Mangel an Chips so groß ist, dass die Kunden diese Chips brauchen. Diese Chips mögen zwar weniger leistungsfähig und preisgünstiger sein, aber sie sind eine Win-Win-Situation: Intel kann seine Chips auf den Markt bringen, indem es den Ausschuss reduziert, und die Partner können die richtigen leistungsfähigen Chips bekommen, um ihren Bedarf zu decken. Natürlich können diese Prozessoren unter einer anderen Bezeichnung vermarktet werden, die sich deutlich von der bisherigen Produktpalette unterscheidet.

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Das KI-Fieber hat zu einer enormen Nachfrage nicht nur nach KI-Beschleunigern, sondern auch nach Prozessoren geführt, weshalb die neue Strategie von Intel, die sich als sehr profitabel erwiesen zu haben scheint, möglicherweise funktioniert. Außerdem stärkt sie das Vertrauen der Anleger, da sie zeigt, dass das Unternehmen versucht, mit "allem", was es kann, Geld zu verdienen und so die Bruttomargen, den Umsatz und den Gewinn zu steigern.

Es wird nicht erwartet, dass die Nachfrage nach Prozessoren in Zukunft sinkt, da die KI-Rechenzentren so schnell gebaut werden, dass sie Prozessoren benötigen, und Intel versucht, die Nachfrage zu befriedigen, auch auf kreative Weise.

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