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DER APPLE-CHEF SPRACH ÜBER DIE AUSWIRKUNGEN DER SPEICHERKRISE UND DEUTETE AUCH AN, DASS MAN NACH NEUEN ZULIEFERERN SUCHE

Die Namen der chinesischen Unternehmen YMTC und CXMT wurden zwar nicht konkret genannt, doch allem Anschein nach werden alternative Speicherquellen tatsächlich geprüft, während gleichzeitig bei der US-Regierung aktiv für deren Einsatz geworben wird.
J.o.k.e.r
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Der Apple-Chef sprach über die Auswirkungen der Speicherkrise und deutete auch an, dass man nach neuen Zulieferern suche

Die Speicherkrise dauert nun schon drei Quartale an, und dementsprechend hat sie mit all ihren negativen Auswirkungen sogar große Hersteller wie Apple eingeholt. Das Unternehmen hat erst kürzlich seine aktuellen Finanzergebnisse bekannt gegeben, wonach im zweiten Quartal ein Rekordumsatz erzielt wurde: 109,4 Milliarden Dollar flossen in die Kassen, was eine wirklich beeindruckende Leistung ist. Apple ist einer der Marktteilnehmer, der weltweit über eine der größten Lieferketten verfügt, was sich unter anderem in Notebooks, Desktop-Konfigurationen, , Tablets, , Smartwatches und sowie Smartphones nutzt; Speicherchips kann das Unternehmen jedoch bislang nur von den drei großen globalen Speicherherstellern beziehen, was seine Möglichkeiten einschränkt.

Laut Tom Cook hat Apple bisher stark davon profitiert, dass es große Lagerbestände an Speicherchips angehäuft hat, und es hat dem Unternehmen zudem geholfen, die Speicherkrise zu meistern, dass es gelungen ist, die Kosten für Nicht-Speicher-Komponenten in den Herstellungskosten der einzelnen Produkte zu senken. Gleichzeitig sorgt die Speicherkrise weiterhin für eine schwierige Lage, da das Unternehmen im März im Vergleich zum Dezemberquartal deutlich mehr für Speicherchips zahlen musste und die Speicherkosten im Laufe des vergangenen Quartals, wie erwartet, weiter gestiegen sind. Nach Angaben des Geschäftsführers ist im September mit noch höheren Kosten zu rechnen, doch können die steigenden Speicherkosten durch einige Umstände etwas ausgeglichen werden.

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Ein mildernder Umstand ist, dass das Unternehmen über gewisse Lagerbestände verfügt, die es ins nächste Quartal übertragen kann und die zu günstigeren Preisen beschafft wurden; diese Möglichkeit wird jedoch langfristig, d. h. nach September, immer weniger zu einer Preissenkung führen, da die Preise für Speicherchips weiter steigen und sich ihre Verfügbarkeit weiter verschlechtert. Ein weiterer mildernder Faktor ist der Preisrückgang bei Nicht-Speicher-Komponenten. Nach September werden die steigenden Speicherpreise voraussichtlich bereits einen größeren negativen Einfluss auf den Geschäftsbetrieb des Unternehmens haben, doch die Auswirkungen und alternativen Möglichkeiten werden natürlich geprüft.

Laut Tim Cook liegt der Speichermarkt derzeit in den Händen von drei großen Akteuren, doch wenn mehr Lieferanten zur Verfügung stünden, wäre das noch besser, da dies die Verfügbarkeit von Speicherchips auf jeden Fall verbessern und sich möglicherweise auch auf die Preisentwicklung auswirken würde. Es bleibt vorerst unklar, welchen Einfluss der mögliche Markteintritt weiterer Lieferanten genau auf die Preise haben würde, doch durch eine Steigerung der Produktion könnte dies die Verfügbarkeit von Speicherchips verbessern. Derzeit prüfen wir, welche Möglichkeiten es in diesem Bereich gibt.

Obwohl Tim Cook die chinesischen Speicherhersteller nicht erwähnt hat, deuten frühere Branchengerüchte darauf hin, dass im Bereich NAND-Flash das Unternehmen YMTC im DRAM-Bereich bei CXMT, während gleichzeitig versucht wird, bei der US-Regierung Lobbyarbeit zu betreiben, damit die Entscheidungsträger den Einsatz chinesischer Speicherchips genehmigen. In dieser Frage gibt es bislang noch keine offizielle Entscheidung, doch Gerüchten zufolge sitzen die Experten von Apple nicht untätig herum: angeblich testen sie bereits die chinesischen Speicherchips, damit diese so schnell wie möglich eingesetzt werden können, falls sie von der US-Regierung grünes Licht erhalten.

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