Kategorien

DAS SONNET-MODELL HAT EINEN GROSSEN SCHRITT NACH VORNE GEMACHT – DAS KANN JEDER CLAUDE-NUTZER SELBST ERLEBEN

Anthropic hat während der Entwicklung von Mythos und Claude Opus auch Sonnet nicht vergessen; das weit verbreitete Tool wurde umfassend aktualisiert.
DemonDani
DemonDani
Das Sonnet-Modell hat einen großen Schritt nach vorne gemacht – das kann jeder Claude-Nutzer selbst erleben

Bei Anthropic standen in letzter Zeit nicht die allgemeinen Claude-Modelle im Mittelpunkt; das Unternehmen hat wegen Mythos und Fable eine turbulente Phase hinter sich. Nun versucht das Unternehmen, die Aufmerksamkeit von den spezielleren Modellen abzulenken, und hat daher die neueste Sonnet-Version auf den Markt gebracht.

Nach Angaben der Entwickler bietet Claude Sonnet 5 bereits fast die gleiche Leistung wie Opus 4.8, während es gleichzeitig mit den Fähigkeiten und der Laufruhe von Sonnet 4.6 arbeitet.

Claude Sonnet 4.6 feierte bereits im Februar sein Debüt; seitdem sind bereits mehrere Versionen größerer Modelle erschienen, doch nun hat Anthropic seinen Rückstand aufgeholt. Sonnet 5 wird bei Agenten-Aufgaben deutlich besser abschneiden, während sich das generative KI sowohl im Argumentieren und Programmieren als auch im Umgang mit verschiedenen externen Tools weiterentwickelt. 

Die Experten von Anthropic haben das Modell darauf vorbereitet, Aufgaben im Rahmen von Agentenprozessen hervorragend zu organisieren und Tools wie Browser oder Programmierterminals zu nutzen. Es kann auf einem Niveau autonom arbeiten, zu dem zuvor nur größere und teurere Modelle fähig waren. Sonnet 5 gehört bereits zur gleichen Modellgeneration wie Opus 4.8, übertrifft diese in bestimmten Aspekten sogar und schöpft direkt aus Fable.

Beim Sonnet 5 stehen nun Funktionen im Mittelpunkt, die Anthropic zuvor tatsächlich nur bei den größeren Modellen hervorgehoben hatte; so wird das Modell beispielsweise bei der mehrstufigen Problemlösung gute Leistungen erbringen. Auch für Programmier- und Softwareentwicklungsabläufe wird Opus nicht mehr benötigt, während ihm auch lexikalisch basierte Aufgaben und die Informationsverarbeitung gut gelingen werden.

Galerie öffnen

Im Rahmen des SWE-Bench Pro, einem Test zur Bewertung der Programmierfähigkeiten, erreicht Sonnet 5 bereits 63,2 %, womit es die meisten konkurrierenden Sprachmodelle unabhängig von ihrer Größe übertrifft, während die von Opus 4.8 in diesem Fall mit einer Erfolgsquote von 69,2 % noch eine Stufe höher liegt. Im „Humanity’s Last Exam“ erreicht es hingegen mit Hilfe von Hilfsmitteln mit einer Erfolgsquote von 57,2 % tatsächlich das Niveau von Opus, ohne Hilfsmittel liegt es jedoch bei nur 43,2 % gegenüber den 49,8 % von Opus, ist aber immer noch besser als bei Gemini 3.1 Pro und GPT-5.5. 

Galerie öffnen

Claude Sonnet 5 wird bei der Ausführung von Aufgaben bereits zur Selbstüberprüfung fähig sein; dank dessen wird es zuverlässiger arbeiten können und seltener Halluzinationen erzeugen. Das neue Sprachmodell wird sich gegenüber verschiedenen Angriffsmethoden (böswillige Befehle, Prompt-Injektion) als widerstandsfähiger erweisen. Anthropic hat vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse auch betont, dass dieses Modell nahezu keine Cybersicherheitsrisiken mehr birgt; es wurde nicht darauf ausgelegt, bei der Aufdeckung von Schwachstellen besonders leistungsfähig zu sein. 

Galerie öffnen

Leider ähnelt das neue Claude Sonnet 5 nicht nur hinsichtlich seiner Fähigkeiten, sondern auch preislich stark dem früheren Sprachmodell Opus 4.8. Während beim größeren Opus die Verarbeitung von 1 Million Token 5 Dollar und die Generierung derselben Menge an Inhalten 25 Dollar kostet, liegen die Gebühren beim Sonnet 5 zwischen 3 und 15 Dollar. Wahrscheinlich ist auch Anthropic der Meinung, dass dies recht viel ist, denn das Unternehmen bietet das Modell – ungewöhnlicherweise – mit einem Einführungsrabatt an, sodass die Partner bis zum Ende des Sommers nur mit Kosten zwischen 2 und 10 Dollar rechnen müssen. 

Das Modell „Claude Sonnet 5“ wird im Rahmen von Claude sowohl für Nutzer der kostenlosen Version als auch für Abonnenten mit unterschiedlichen Mengenbeschränkungen verfügbar sein. Es wird bereits im Rahmen von „Claude Code“ und der „Claude Platform“ eingeführt, und Entwickler werden über die API darauf zugreifen können. Das Unternehmen hat Berichten zufolge die bisherigen Nutzungslimits angehoben, sodass seine Funktionen künftig für mehr Aufgaben genutzt werden können.

Für den Newsletter anmelden
Mit meiner Registrierung akzeptiere ich die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.

Wir empfehlen Ihnen gerne

    Tests

      Diesbezügliche Artikel

      Zurück zum Seitenanfang