Im Schatten des Galaxy Z Fold8 und des Z Fold8 Ultra stellte Samsung das Modell Galaxy Z Flip8 vor. Diesem Modell wurde während der Entwicklung offenbar nur wenig Aufmerksamkeit geschenkt – vielleicht haben wir noch bei keinem Generationswechsel des Galaxy Z Flip eine so bescheidene Weiterentwicklung gesehen. Freuen können sich nun diejenigen, die auf ein etwas kompakteres Design gewartet haben.
Das aufgeklappte „ “-Smartphone ist statt 6,5 mm nun nur noch 6,1 Millimeter dick, und im zusammengeklappten Zustand misst das Gerät nur noch 13,1 Millimeter, im Gegensatz zu den früheren 13,7 mm. Das neue Modell ist nicht nur dünner, sondern auch leichter: Es hat 8 Gramm an Gewicht eingespart und wiegt nun nur noch 180 Gramm.
Das Galaxy Z Flip8 verfügt über das gewohnte Display-Duo. Außen bedeckt ein 4,1-Zoll-Display nahezu die gesamte Vorderseite, während sich innen ein 6,9-Zoll-Display verbirgt, das erst beim Aufklappen zum Vorschein kommt. Es handelt sich um Dynamic LTPO AMOLED 2X- und Super AMOLED-Displays, die eine Bildwiederholfrequenz von 120 Hz unterstützen. Das innere Display hat eine Auflösung von 2520 x 1080 Pixeln, während auf der kleinen Außenfläche 1048 x 948 Pixel untergebracht sind.
Das Galaxy Z Flip8 nutzt die grafische Benutzeroberfläche One UI 9 mit dem Betriebssystem Android 17 im Hintergrund. Von nun an werden noch mehr Funktionen den Außenbildschirm unterstützen, und auch in den bestehenden Apps werden neue Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Samsung und Google haben hier eine tiefere Gemini-Integration als je zuvor realisiert. Auch ein weiterentwickeltes Quick Share ist nun verfügbar, und der Umstieg von anderen Smartphones, also auch von iPhones, wird einfacher.
Das Galaxy Z Flip8 verfügt über eine 10-Megapixel-Kamera, die „im Display versteckt“ ist. Diese dient in erster Linie dazu, bei Videoanrufen bequem und in guter Qualität mit anderen zu kommunizieren. Auch 4K-Ultra-HD-Videoaufnahmen sind hier möglich.
Für Selfies empfiehlt es sich, die Hauptkamera oder die daneben befindliche Ultraweitwinkel-Kamera zu verwenden – je nachdem, was die Situation oder das Motiv erfordert. Beide Kameras nutzen einen 50-Megapixel-Sensor, die Hauptkamera bietet zudem eine optische Bildstabilisierung und verfügt über einen größeren Bildsensor mit einer Größe von 1/1,57 Zoll hinter dem Objektivsystem.
In den USA und in Samsungs Heimatland ist das Galaxy Z Flip8 mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy-Systemchip ausgestattet, während das Smartphone hier in Europa weiterhin mit dem firmeneigenen Exynos 2600-Chip auf den Markt kommt. Der Arbeitsspeicher beträgt 12 GB, beim Speicherplatz stehen hier Optionen von 256 und 512 GB zur Auswahl.
Das neue Modell verfügt über 5G-Unterstützung im Sub-6-Frequenzbereich, die es dank Dual-SIM für beide Netze bereitstellen kann – das Gerät unterstützt zudem die eSIM-Funktion. Zu den Konnektivitätsfunktionen gehören Tri-Band-Wi-Fi 7, ein Bluetooth 5.4-Modul, ein fortschrittlicher A-GPS-Empfänger und natürlich auch ein NFC-Chip.
Das Gerät verfügt ebenfalls nicht über die Flex-Titanium-Technologie; die Entwickler setzen hier weiterhin auf das Armor FlexHinge. Wie schon zuvor ist das Klapphandy auch diesmal mit der IP48-Zertifizierung auf den Markt gekommen. Der Fingerabdrucksensor ist in den robusten Rahmen aus Aluminiumlegierung integriert. Der USB-C-Anschluss entspricht dem USB-3.2-Gen-1-Standard und ermöglicht sogar die Nutzung von DeX, falls der Nutzer neben dem Klappdesign schnelles und effizientes Arbeiten wünscht.
Auch die Akkukapazität hat sich im Vergleich zum Vorjahresmodell nicht verändert, dafür ist das Gerät natürlich dünner geworden – man kann nicht alles haben. Unter dem Gehäuse verbergen sich zwei Akkus mit einer Gesamtkapazität von 4300 Milliampere-Stunden. Es wäre schön gewesen, eine Weiterentwicklung beim Schnellladen zu sehen, doch leider ist auch dies ausgeblieben; das Galaxy Z Flip8 lässt sich weiterhin nur mit 25 Watt aufladen. Es gibt auch eine kabellose Lademöglichkeit, die jedoch mit nur 15 Watt noch langsamer ist; diese lässt sich jedoch zum Teilen der Ladeleistung nutzen.