Nächstes Jahr feiert das iPhone sein 20-jähriges Jubiläum, und Apple wird zu diesem Anlass sicherlich ein völlig neues Modell entwickeln, das teilweise oder vollständig mit der bisherigen Form bricht. Einem Analyseunternehmen zufolge wird das Unternehmen jedoch nicht so mutig vorgehen, wie viele in letzter Zeit erwartet hatten.
Jefferies hat das Anlage-Rating für Apple von „Halten“ auf „Unterdurchschnittlich“ herabgestuft, da das Unternehmen nach neuesten Informationen keine Innovationen einführen wird, die die derzeitige Bewertung rechtfertigen würden. Das bisherige Kursziel von 285,6 Dollar wurde damit ebenfalls auf 263,7 Dollar gesenkt. Der Kurs der Apple-Aktie verzeichnete als Reaktion auf diese Nachricht einen leichten Rückgang.
Jefferies geht davon aus, dass Apple seinen Plan, ein komplett aus Glas bestehendes iPhone auf den Markt zu bringen, aufgegeben hat. Bereits seit über einem Jahr kursieren Gerüchte, wonach das Unternehmen an einem Gerät arbeite, das größtenteils mit Glas verkleidet sein und von vorne betrachtet ein nahezu randloses Erlebnis bieten soll. Es war auch zu hören, dass Face ID vollständig unter dem Bildschirm untergebracht werden könnte und das Gerät über physische Tasten verfügen würde. Davon wird es jedoch nach den neuesten Informationen in dieser Form nichts geben.
Dieses besondere iPhone würde laut dem Analysten Edison Lee angesichts der neuen Speicher- und Chip-Preise bereits mehr als 2.000 Dollar kosten.
Apple hätte den durchschnittlichen Verkaufspreis (ASP) der iPhones wahrscheinlich deutlich anheben wollen, um so den Gewinn zu sichern, den das Unternehmen zuvor erzielen konnte, doch dieser wird aufgrund der Speicherkrise schmelzen. Die Neuerungen des vollständig aus Glas gefertigten „ “-iPhone- -Modells hätte das Unternehmen teilweise auf die regulären iPhone-Pro- und Pro-Max-Modelle übertragen. Die Analyse kam jedoch zu dem Schluss, dass das Unternehmen diesen Plan nicht wie vorgesehen umsetzen kann, sodass der durchschnittliche Verkaufspreis (ASP) nicht wesentlich steigen wird und sich der Gewinn erst über Jahre hinweg deutlich langsamer erholen dürfte.
Lee ist zudem der Ansicht, dass auch Apples Strategie im Bereich der künstlichen Intelligenz durch die drastisch gestiegenen Preise für DRAM und NAND-Flash-Speicher behindert wird. Dem Analysten zufolge wird daher nur der Nachfolger des iPhone 18 Pro Max über 16 GB Systemspeicher verfügen, obwohl dies auch bei den kleineren Modellen notwendig wäre, um alle Neuerungen gleichermaßen anbieten zu können. Aus diesem Grund könnte das Unternehmen bestimmte Entwicklungen auf einen späteren Zeitpunkt verschieben.
Die verschiedenen KI-Funktionen benötigen in der Regel viel Speicher, und Apple hat sich eine Strategie gesetzt, die sich in erster Linie auf lokal ausgeführte Funktionen der künstlichen Intelligenz konzentriert. Das bedeutet, dass lokal immer mehr RAM und Rechenkapazität benötigt werden, was neben den extrem teuren Speichern die Arbeit für Apple – und alle anderen – erschwert.
Dem Bericht zufolge muss Apple das iPhone Ultra teurer verkaufen, als ursprünglich geplant. Das Spitzenmodell könnte sogar mehr als 3.000 Dollar kosten. Aus diesem Grund wird das Unternehmen wahrscheinlich weniger Geräte verkaufen können als geplant.
Ein weiteres aktuelles Gerücht besagt, dass Apple für die dritte Generation des iPhone Ultra größere Änderungen am Produkt plant, während das 2027 erscheinende iPhone Ultra 2 noch das derzeitige Format beibehalten wird. Das 2028 erscheinende Gerät wird hingegen laut internen Informationen ein größeres Display erhalten. Das ist jedoch noch so weit entfernt, dass sich die Pläne und Möglichkeiten des Unternehmens bis dahin aufgrund äußerer Umstände noch reichlich ändern können.