Hasselblad ist ein einzigartiges Mitglied des Kameramarktes, das im Mittelformatsegment am bekanntesten ist. Das Unternehmen hat nun das Nachfolgemodell der X2D 100C aus dem Jahr 2022 vorgestellt, die X2D II 100C, die mehrere wichtige Verbesserungen für die Kunden mit sich bringt.
Die neue Kamera wurde in fast allen wichtigen Aspekten verbessert, mit HDR-Unterstützung, einem neuen Fokussystem, einem deutlich verbesserten Stabilisator und einem helleren Bildschirm für die Betrachtung von Backshots.
Der neue Mittelformatsensor liefert, wie der Name schon sagt, eine Auflösung von 100 Megapixeln: Der BSI-CMOS-Bildsensor mit den physikalischen Abmessungen von 43,8 x 32,9 Millimetern ist in der Lage, große Lichtmengen einzufangen. Die Entwickler haben die X2D II 100C bereits für die Aufnahme von HDR-Inhalten optimiert. Sowohl das HEIF- als auch das Ultra HDR JPEG-Format können für die Bildausgabe genutzt werden. Grundsätzlich hat der Sensor einen Dynamikbereich von 15,3 F und kann 16-Bit-RAW-Dateien speichern.
Der permanente Autofokus wird zum einen über die Phasendifferenzerkennung und zum anderen über eine LiDAR-basierte Hilfseinheit betrieben. Dadurch wird sichergestellt, dass das Gerät seine Aufgabe unter allen Bedingungen schnell und präzise erfüllt. Außerdem unterstützt es die auf maschinellem Lernen basierende Objekterkennung und Fokusverfolgung. Es kann automatisch Menschen, Tiere und Fahrzeuge in kontinuierlicher Bewegung verfolgen.
Neu ist auch die Möglichkeit der X2D II 100C, eine ISO 50-Einstellung zu verwenden, statt wie bisher mindestens ISO 64. Die Geschwindigkeit ist nach wie vor nicht die Stärke der X2D II 100C, mit nur 3 Bildern pro Sekunde bei Serienaufnahmen, so dass Sport- und Naturfotografen hier definitiv nicht auf ihre Kosten kommen. Es bleibt abzuwarten, ob die Hasselblad-Maschine in der Lage sein wird, 100 MPixel-Fotos mit hoher Geschwindigkeit aufzunehmen.
Die Entwickler haben die Kamera mit einem überarbeiteten Bildstabilisierungssystem (IBIS) ausgestattet, das in einen Fünf-Achsen-Rahmen integriert ist. Das frische Design erledigt seine Aufgabe nun mit einer Effizienz von 10 Fé, einem herausragend guten Wert unter den IBIS-Systemen. Es übertrifft seine Konkurrenten, denn die IBIS-Stabilisierung mit einer Kompensation von 8 Fé ist die häufigste in ihrer Klasse. Dadurch wird die Bildunschärfe bei nicht idealen Lichtverhältnissen verringert.
Die fertigen Fotos können auf dem neuen, neigbaren 3,6-Zoll-Bildschirm betrachtet werden, der berührungsempfindlich ist und eine brillante Helligkeit bietet. Das Display ist ein OLED-Display, dessen Helligkeit in den Spezifikationen der Kamera mit 1400 nits angegeben ist. Es ist in der Lage, den DCI-P3-Farbraum abzudecken, verfügt über eine hervorragende Farbtreue und gibt HDR-Material präzise wieder. Der elektronische Sucher ist ebenfalls OLED-basiert und bietet eine Auflösung von 5,76 MPixel.
Das Filmmaterial kann auf einer CFexpress-Karte gespeichert werden, aber das ist in diesem Fall nicht wirklich notwendig. Die Hasselblad X2D II 100C verfügt nämlich über eine eingebaute SSD, die die Bedürfnisse des Benutzers leicht erfüllen kann, da sie nicht nur eine gute Geschwindigkeit bietet, sondern auch geräumig genug ist, um 1 TB Platz zu bieten.
Das Gerät wiegt 840 Gramm ohne Objektiv (und Speicherkarte). Das mag viel erscheinen, ist aber für ein Mittelklassegerät mit einem Umsatzrückgang von 7,5 % in der Tat eher durchschnittlich. Der Rahmen wurde mit einer neuen Beschichtung versehen, um ihn widerstandsfähiger gegen physische Stöße zu machen, und die strukturierten Oberflächen machen ihn griffiger.
Die Hasselblad X2D II 100C wird für eine unverbindliche Preisempfehlung von 7.400 $ im Handel erhältlich sein, was bei den derzeitigen Wechselkursen etwas mehr als 2,5 Millionen $ entspricht. Und das ist nicht einmal nur der Rahmen, auch der Kauf von Objektiven ist in dieser Preisklasse nicht billig.