Das Entwicklerteam von Google Chrome hat eine neue Version des beliebtesten Webbrowsers fertiggestellt, die die Versionsnummer 153 trägt und insgesamt 230 Sicherheitslücken behebt. Es lohnt sich, die neue Version so schnell wie möglich zu installieren, da unter den Sicherheitslücken auch eine Zero-Day-Lücke ist, die gerade von Cyberkriminellen ausgenutzt wird und damit ahnungslose Chrome-Nutzer in Gefahr bringt. Neben Chrome sind auch andere Browser gefährdet, da die Sicherheitslücke in der Chromium-Engine liegt, die auch von Microsoft Edge, Brave, Opera und Vivaldi nutzen. Das bedeutet, dass auch diese Webbrowser so schnell wie möglich aktualisiert und neu gestartet werden sollten – auf Letzteres werden wir noch eingehen, um zu erklären, warum dieser Schritt besonders wichtig ist.
Von den 230 durch Chrome 153 behobenen Sicherheitslücken wurden 5 als kritisch eingestuft, d. h., sie sind besonders gefährlich, weshalb es sich lohnt, die Software so schnell wie möglich zu aktualisieren. Das Google-Team weiß auch von einer Zero-Day-Sicherheitslücke, die inzwischen behoben wurde, doch die noch nicht aktualisierten Versionen des Webbrowsers werden bereits von Cyberkriminellen angegriffen. Diese Sicherheitslücke ist unter der Kennung CVE-2026-87491 erfasst und betrifft die V8-Engine von Chrome, die WebAssembly- und JavaScript-Code verarbeitet. In diesem Fall ermöglicht die Sicherheitslücke den Zugriff auf Speicherbereiche, die außerhalb des für Chrome reservierten Rahmens liegen, und der Angriffscode kann dort auch Daten schreiben (Out-of-Bound-Write). Dazu ist lediglich eine entsprechend gestaltete HTML-Seite erforderlich, um die in der Sicherheitslücke verborgenen Möglichkeiten auszunutzen. Diese Sicherheitslücke wurde von Jihyeon Jeong entdeckt, der am Compsec Lab der Seoul National University arbeitet, und am 6. August den Google-Ingenieuren gemeldet; dafür erhielt er eine Prämie in Höhe von 2.500 Dollar. Die Sicherheitslücke selbst ist in diesem Fall von mittlerem Risiko, sollte aber dennoch ernst genommen werden – vor allem, weil sie bereits aktiv ausgenutzt wird.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass das Google-Team die aktuelle Webbrowser-Version schrittweise an kompatible Systeme ausrollt, ähnlich wie Microsoft die neuen Windows-Updates, und genau deshalb kann es Tage oder sogar Wochen dauern, bis die neue Webbrowser-Version überall verfügbar ist. Erschwerend kommt hinzu, dass in Fällen, in denen der Webbrowser so gut wie nie neu gestartet wird, wird das Update zwar im Hintergrund heruntergeladen, die Software wendet es jedoch nicht an; erst nach dem nächsten Neustart wird der neue Code aktiviert, bis dahin bleibt die anfällige Version im Einsatz. In der Dokumentation von Google wird auch hervorgehoben, dass in diesen Fällen die Wartezeit in der Regel eine Woche beträgt; erst danach gibt Chrome eine Benachrichtigung über die Notwendigkeit eines Neustarts aus. In diesem Zustand ist es auch sinnlos, die Versionsnummer der gerade laufenden Chrome-Instanz zu überprüfen, da diese nicht anzeigt, welche Version konkret gerade im Hintergrund aktiv ist. Falls Chrome einen Neustart verlangt, sollte man diesem unbedingt nachkommen, da danach der Code der neuen Version zum Einsatz kommt.
Es ist außerdem wichtig zu erwähnen, dass die Version 153 von Chrome nicht nur deshalb wichtig ist, weil sie zahlreiche frühere Sicherheitslücken behebt, sondern auch, weil ab sofort auf einen zweiwöchigen Veröffentlichungszyklus umgestellt wird, das heißt, neue Versionen erscheinen nun nicht mehr alle vier Wochen in den Beta- und stabilen Kanälen. Die Änderung betrifft neben den Desktop-Webbrowsern auch die Versionen für Android und iOS. Chrome 154 erscheint dementsprechend am 22. September 2026, da die Version 153 am 8. September 2026 offiziell veröffentlicht wurde, d. h., ab diesem Zeitpunkt muss Chrome häufiger neu gestartet werden, damit der Code der neuen Versionen aktiviert werden kann.
Die neueste Version von Google Chrome kann hier heruntergeladen werden:.