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CHINAS FÜHRENDER CHIPHERSTELLER SAGT, DASS EINIGE SEINER SCHNELL ERRICHTETEN KI-RECHENZENTREN NICHT AUSGELASTET SEIN KÖNNTEN

Die Führungskraft sagt, dass die Unternehmen versuchen, in 1-2 Jahren eine Rechenkapazität von 10 Jahren zu erreichen, aber sie denken nicht wirklich darüber nach, was die KI-Rechenzentren, die gebaut werden, in Zukunft leisten werden
J.o.k.e.r
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Chinas führender Chiphersteller sagt, dass einige seiner schnell errichteten KI-Rechenzentren nicht ausgelastet sein könnten

In diesen Tagen grassiert das KI-Fieber: Neue Rechenzentren schießen wie Pilze aus dem Boden und bieten sowohl den Unternehmen, die sie errichten, als auch den Kunden enorme Rechenleistung. Der Bau und die Erweiterung schreiten in einem enormen Tempo voran, aber einige Analysten sind der Meinung, dass das derzeitige Wachstumstempo langfristig einfach nicht mehr tragbar ist, was natürlich Probleme für die Branche mit sich bringen könnte - einige glauben, dass die KI-Blase in den kommenden Jahren platzen könnte. Diese Ansicht wird natürlich im Allgemeinen nicht von denjenigen geteilt, die an der Entwicklung und Herstellung von Hardware beteiligt sind, was kaum überrascht, aber einige Akteure der Halbleiterindustrie beginnen zu erkennen, dass es auf längere Sicht Probleme geben könnte.

Ein Paradebeispiel ist die Warnung von Chinas größtem Halbleiterhersteller, Zhao Haijun, Co-Geschäftsführer von SMIC (Semiconductor Manufacturing International Co.), der glaubt, dass viele der KI-Rechenzentren, die in einem noch nie dagewesenen Tempo auf der ganzen Welt gebaut werden, ungenutzt bleiben könnten, ähnlich wie die chinesischen Rechenzentren, die in den frühen 2020er Jahren in der Hoffnung auf eine massive Nachfrage gebaut wurden - die aber letztlich nicht eintrat - ungenutzt blieben.

Dem Geschäftsführer zufolge wollen große Unternehmen in nur ein oder zwei Jahren Rechenzentrumskapazitäten im Wert von zehn Jahren aufbauen, aber sie denken nicht vollständig darüber nach, was diese Rechenzentren genau tun werden.

Künstliche Intelligenz ist in aller Munde, und es wird erwartet, dass sie in den nächsten Jahren die Entwicklung der meisten Branchen und Unternehmen maßgeblich beeinflussen wird. Wie lange es dauern wird, bis diese Auswirkungen die einzelnen Wirtschaftszweige erreichen und wie stark sie sich auf sie auswirken werden, ist noch offen. Praktisch niemand kann eine genaue Antwort auf diese Frage geben. Deshalb ist auch so viel von KI-Blasen innerhalb von Branchen die Rede, weil nicht klar ist, wohin das KI-Fieber genau führt.

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Der Co-CEO von SMIC verglich den Hype um KI-Rechenzentren mit dem Bau von Hochgeschwindigkeits-Eisenbahnen oder Autobahnen in der Erwartung, dass der Verkehr zunehmen wird - und nicht dann, wenn er tatsächlich benötigt wird, um die wachsende Nachfrage zu decken. Dies könnte natürlich von vielen Unternehmen wie Meta, OpenAI, Alphabet oder sogar xAI behauptet werden, die fast alle Ressourcen für die Entwicklung ihrer großen Sprachmodelle und anderer KI-basierter Lösungen nutzen können.

Darüber hinaus bauen auch viele andere große Unternehmen KI-Datenzentren auf, die Milliarden von Dollar kosten. Moody's Ratings schätzt, dass der Wert der Investitionen in KI-bezogene Infrastrukturen in den nächsten fünf Jahren 3 Billionen Dollar übersteigen könnte. Allein in diesem Jahr werden von großen Branchenakteuren wie Alphabet, Microsoft, Amazon Web Services und Meta Platforms Investitionen in Höhe von rund 650 Mrd. USD erwartet. Aber auch chinesische Unternehmen wachsen in ähnlichem Tempo: ByteDance, Tencent und Alibaba bauen ihre KI-Ressourcen aus.

Die Situation könnte für einige Branchenakteure ein Problem darstellen, da sie dem Beispiel des Anfang der 2020er Jahre in China gestarteten Programms "Eastern Datas, Western Computing" folgen könnten, in dessen Rahmen eine Reihe von Start-ups große Rechenzentren in Chinas westlichen Regionen errichtet haben, in der Hoffnung, dass sie für die Verarbeitung von Daten aus dem Osten benötigt werden. Aufgrund der günstigen Strompreise in den westlichen Regionen könnte der Bedarf an Rechenkapazität in den wirtschaftlich stärkeren östlichen Regionen kostengünstig durch Rechenzentren in der westlichen Region gedeckt werden.

Ja, aber was die Projektplaner nicht berücksichtigten, war die Tatsache, dass die Latenzzeit aufgrund der großen Entfernungen höher als ideal war, was abgelegene Rechenzentren für Kunden in Anwendungsbereichen, in denen die Latenzzeit entscheidend ist, unattraktiv machte. Die Nachfrage überstieg daher bei weitem das Angebot, so dass die Rechenzentren in der Regel nur zu etwa 20-30 % ausgelastet waren - allerdings nur die, die überhaupt nachgefragt wurden, der Rest wartete ungenutzt auf eine Umstellung. Ein Großteil der Rechnerkapazität wurde für öffentliche Unternehmen und Regierungsorganisationen geschaffen.

Interessanterweise wurde das Projekt bis in die Jahre 2024 und 2025 fortgesetzt, obwohl sich herausstellte, dass es die Erwartungen nicht wirklich erfüllte, so dass sich die Anleger fragten, ob es langfristig tragfähig sein würde und ob es eine Rendite abwerfen würde.

Gleichzeitig versucht das chinesische Ministerium für Industrie und Informationstechnologie, die Situation zu retten, indem es die Einführung einer zentralisierten Cloud-Plattform plant, die es ermöglichen würde, ungenutzte Ressourcen im ganzen Land zu nutzen. Die Entwicklung und der Aufbau eines solchen Netzwerks ist natürlich keine leichte Aufgabe, da jedes Rechenzentrum auf einer anderen Hard- und Software aufbaut und es daher große Unterschiede in den Fähigkeiten gibt.

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