, BYD, ist einer der wichtigsten Akteure auf dem Markt für Elektroautos und nimmt nicht nur die Entwicklung der Fahrzeuge ernst, sondern widmet auch der gesamten Infrastruktur immer mehr Aufmerksamkeit – so wie es zuvor auch Tesla getan hat. Die Chinesen treiben die Entwicklung von Ladetechnologien mit großem Elan voran, und nun können wir berichten, dass sie auch in Europa das Flash-Charger-Netzwerk mit seiner atemberaubenden Leistung aufbauen.
BYD behauptet, dass Nutzer in Zukunft auf längeren Fahrten an Ladestationen nicht länger warten müssen, als sie derzeit für das Tanken eines Benzin- oder Dieselfahrzeugs benötigen.
-Fahrzeuge, die mit leerer Batterie an der Ladestation ankommen , sind in nur 5 Minuten wieder bereit, eine Strecke von mehreren hundert Kilometern zurückzulegen. Der Flash Charger stellt einen enormen Durchbruch in der Ladeinfrastruktur für Elektroautos dar, und BYD möchte im Prinzip auch erreichen, dass der Betrieb dieser Ladestationen deutlich günstiger ist als das normale Laden im Tesla-Supercharger-Netzwerk.
Bereits im März kündigte BYD das Flash-Charger-System zusammen mit den Blade-Batterien der neuen Generation und weiteren technologischen Lösungen an. In China läuft der Aufbau des Flash-Charger-Netzes bereits auf Hochtouren, und inzwischen hat das Unternehmen auch in Europa die ersten solchen Stationen installiert. Zunächst wurde in Deutschland ein Flash Charger errichtet, dann gelang dies in den letzten Tagen auch im Vereinigten Königreich, und in Zukunft wird der Aufbau der Infrastruktur mit Hochdruck vorangetrieben.
Der Flash Charger der neuen Generation kann eine Ladeleistung von bis zu 1500 kW erreichen, was dem Dreifachen der 500 kW entspricht, die das aktuelle Supercharger-Netzwerk von Tesla bietet. Natürlich muss man auch hinzufügen, dass auch bei Tesla bereits die nächste Generation in Vorbereitung ist.
BYD löst das Problem der enormen Ladeleistung, indem es die Energie für die an der Flash-Charger-Station ankommenden Elektroautos nicht direkt aus dem Stromnetz bezieht. Das Unternehmen schaltet Batterien zwischenschaltend ein, die speziell für die Bewältigung enormer Belastungen ausgelegt sind, wodurch das System in der Lage sein wird, die schwindelerregende Energiemenge in sehr kurzer Zeit abzugeben. Darin liegt auch der Schlüssel zur Kosteneffizienz, da das Unternehmen die Batterien dann aufladen kann, wenn der Strompreis niedrig ist, beispielsweise nachts, und die angesammelten Reserven während der Tages-Spitzenzeiten wieder verkaufen.
Der Denza Z9 GT ist das erste von BYD entwickelte Elektroauto, das bereits mit einer Leistung von 1500 kW aufgeladen werden kann. Die ersten Käufer dieses Modells werden also das unvergleichlich schnelle und wahrhaft spektakuläre Schnellladen an den Flash-Charger-Stationen erleben können.
Die 5-minütige Vorführung bedeutet, dass das Fahrzeug von 10 % auf 70 % aufgeladen wird. Aber auch die Zeit für eine vollständige Aufladung wird nicht viel länger sein: Ebenfalls von 10 % auf einen Ladezustand von 97 % wird der Denza Z9 GT in 9 Minuten kommen. Selbst extreme Kälte macht der Technologie nichts aus: Das Aufladen von 20 % auf 97 % dauert bei -30 Grad 12 Minuten. BYD hat sogar die Ladekabel so gestaltet, dass ihre Handhabung an der neuen Ladestation möglichst wenig Kraftaufwand erfordert.
In England möchte das Unternehmen 300 Flash-Charger-Stationen installieren und etwa zeitgleich in ganz Europa weitere 2.700 solcher Ladepunkte errichten. So könnten auf dem alten Kontinent insgesamt 3.000 Flash-Charger-Anlagen in relativ kurzer Zeit, nämlich in nur 18 Monaten, in Betrieb genommen werden. Die Ladestationen sollen den Plänen zufolge auch von jedem anderen Auto genutzt werden können.