Die RYZEN-Prozessoren der nächsten Generation von AMD könnten im Vergleich zu den aktuellen Modellen einen erheblichen Fortschritt bringen – dank der Neuerungen der ZEN-6-Architektur, die eine Erhöhung der Anzahl der Prozessorkerne sowie eine Anhebung der Taktrate ermöglichen, Zudem könnten die auf Architekturebene vorgenommenen Änderungen dazu beitragen, dass die Gesamtleistung steigt und sich auch die Energieeffizienz verbessert. Zu den ZEN-6-basierten Prozessoren sind gerade erst neue Informationen eingetroffen, wonach wir davon ausgehen können, dass sich auch die Funktionalität der Chips innerhalb des Gehäuses ändern wird.
Darauf hat ein aktueller Leak aufmerksam gemacht, wonach es den Anschein hat, dass das Angebot an Desktop-Prozessoren, die weiterhin in den Sockel AM5 passen, um eine NPU erweitert werden könnte und dass endlich auch die vollständige Unterstützung für DDR5-Speichermodule vom Typ CUDIMM kommen könnte. Letzteres ist auf jeden Fall eine gute Nachricht, vor allem angesichts der Tatsache, dass die Intel-Plattform in diesem Bereich derzeit im Vorteil ist, da das leistungsfähigere Speichersubsystem ebenfalls zur Leistungssteigerung beitragen dürfte.
Eine weitere wichtige Neuerung wird die NPU sein, die im Mobilbereich bereits auf AMD-Plattformen verfügbar ist, bei Prozessoren für den Desktop-Bereich jedoch bislang fehlt. Eine Ausnahme bilden hier die auf Mobilchips basierenden Desktop-APUs. Der Einsatz der NPU hat jedoch seinen Preis, denn aktuellen Informationen zufolge wird der von ihr beanspruchte Platz dadurch geschaffen, dass im Gegenzug der integrierte Grafikcontroller entfernt wird.
Die iGPU ist auf den RYZEN-Prozessoren ab der RYZEN-7000-Serie verfügbar, und auch die RYZEN-9000-Modelle können ihr Potenzial ausschöpfen, allerdings steht nur eine recht einfache iGPU zur Verfügung, die zwar nicht wirklich für Spiele geeignet ist, aber dafür sorgt, dass bei einem Ausfall der Grafikkarte vorübergehend dennoch ein Bild angezeigt wird. Die iGPU ist auch dann nützlich, wenn nur eine einfache Lösung benötigt wird, da GPU-intensive Aufgaben auf dem jeweiligen System gar nicht ausgeführt werden.
Diese Möglichkeit wird offenbar mit der Einführung der Olympic-Ridge-Serie dank der Einführung der NPU wegfallen, doch da es sich hierbei noch um Gerüchte handelt, sollte man diese Information entsprechend mit der nötigen Skepsis betrachten. Damit verbunden ist auch die Information, dass die ZEN-6-basierten RYZEN-Desktop-Prozessoren weiterhin keinen integrierten USB4-Controller erhalten werden, das heißt, die Mainboard-Hersteller müssen separate externe USB4-Controller verwenden, wenn sie ihre neuen Socket-AM5-Modelle mit USB4-Anschlüssen ausstatten wollen. In diesem Bereich wird es also keine Änderung geben, was keine besonders gute Nachricht ist, doch die übrigen Neuerungen werden diesen Mangel reichlich ausgleichen.
Die AMD-RYZEN-Prozessoren der neuen Generation könnten nach aktuellen Informationen im Laufe des Jahres 2027 auf den Markt kommen. Das CCD wird statt der derzeitigen 8 nun 12 Prozessorkerne enthalten können, was einer Steigerung der maximal verfügbaren Prozessorkerne um 50 % entspricht: Bei einem CCD liegt die Obergrenze bei 12, bei zwei CCDs bei 24. Den Berichten zufolge könnten Versionen mit 6, 8, 10, 12, 16-, 20- bzw. 24-Kern-Versionen auf den Markt kommen könnten, und es ist zudem damit zu rechnen, dass die nächste Generation der RYZEN X3D-Serie mit 3D-V-Cache-Cache-Speicher ebenfalls auf den Markt kommen wird. Bislang ist noch nicht bekannt, über welche genauen Eigenschaften die einzelnen Modelle verfügen werden, und auch über die zu erwartenden Preise wurde noch nichts gesagt, doch im Laufe der Zeit werden sicherlich auch diese Details bekannt werden.