Das jüngste Update-Paket für Windows 11 wurde vor einer Woche in Form des September-Updates veröffentlicht, das zahlreiche Neuerungen in den Alltag von Microsofts modernstem Betriebssystem brachte, allerdings enthielt das Paket auch zahlreiche Fehler, die den Windows-11-Nutzern in verschiedenen Bereichen ärgerliche Probleme bereiteten. In den letzten Tagen kamen einfach so viele und so unterschiedliche Fehler ans Licht, dass dem Microsoft-Entwicklerteam keine andere Wahl blieb, als ein außerplanmäßiges Notfall-Update zu veröffentlichen, das die Behebung der größten Fehler des September-Updates enthält.
Es ist auf jeden Fall zu begrüßen, dass die Microsoft-Führung erkannt hat, dass es sich langfristig nicht auszahlen wird, wenn sie die von der Nutzerbasis geäußerte Kritik ignoriert, die wichtigsten Wünsche nicht erfüllt bzw. nichts gegen die größten Mängel von Windows 11 unternimmt. Daher haben sie in den letzten Monaten einen Gang höher geschaltet und begonnen, die Rückstände von Windows 11 aufzuholen – zumindest was die Funktionalität angeht –, doch dabei schlichen sich recht häufig Fehler in die Arbeit ein, die zudem hin und wieder ziemlich gravierend waren.
Positiv ist, dass durch das Update die wichtigsten Neuerungen nun einem breiteren Kreis zugänglich sind, zum Beispiel lässt sich die Taskleiste nun endlich verschieben und in der Größe anpassen, außerdem ist das Startmenü individueller anpassbar und benutzerfreundlicher geworden, und auch die Windows-Suche funktioniert nun intelligenter und effizienter. Der Explorer ist nun unter anderem auch in der Lage, die erforderlichen Maßeinheiten (KB, MB, GB) je nach Dateigröße anzupassen, was zu einer übersichtlicheren Darstellung führt. Das Paket enthält zudem zahlreiche Sicherheitskorrekturen, ist aber leider nicht frei von Fehlern.
Über die Fehler, die Geräte der USB-Audio-Klasse 1.0 betreffen, haben wir vor kurzem in einem früheren Artikel auf berichtet (), doch darüber hinaus sind zahlreiche weitere Probleme ans Licht gekommen, die weitaus größere Unannehmlichkeiten verursachen als ein nicht funktionierender externer Audio-Controller oder ein nicht funktionierendes Mikrofon. Einer der schwerwiegenden Fehler betrifft die Funktion „Remote Desktop Services“, die instabil geworden sein könnte, was zu Verbindungs- und Anmeldefehlern geführt haben könnte. Bei den Konfigurationen von HP und Lenovo traten sogar noch schwerwiegendere Probleme auf.
Bei HP könnte das BIOS nach der Installation des September-Updates beschädigt worden sein, was zu einem Fehler führte und die Systemwiederherstellung unmöglich machte; allerdings sollte erwähnt werden, dass genau um den Zeitpunkt der Veröffentlichung des September-Updates herum ein neues BIOS von HP erschien, sodass unklar ist, welcher Hersteller genau die Hauptverantwortung trägt. Bei Lenovo konnte es nach der Installation des September-Updates vorkommen, dass das System auf einen schwarzen Bildschirm umschaltete, und es kam auch vor, dass sich die jeweilige Konfiguration ohne Vorwarnung ausschaltete, was auf einen Fehler im Energiemanagement hindeutet.
Es gab auch Fälle, in denen der Nutzer nach der Anmeldung einen schwarzen Bildschirm vorfand: Die Benutzeroberfläche wurde nicht angezeigt, doch im Hintergrund war das Betriebssystem funktionsfähig. In einigen Fällen war auch die „File History Backup“-Funktion beeinträchtigt; sie erkannte externe Datenträger praktisch nicht und war daher nicht funktionsfähig. Auch bei der „Claude Cowork“-Funktion gab es möglicherweise Probleme, da infolge des Updates die Linux-basierten virtuellen Maschinen, die Plan9-Freigabeverzeichnisse nutzten, nicht mehr funktionierten.
Die Fehlerlawine traf auch Systeme mit AMD-Radeon-GPUs: Diese Computer stürzten in der Regel aufgrund der Instabilität des Treibers ab, der nach der Installation des September-Updates instabil geworden war. Eine Neuinstallation des Treibers hat den Fehler nicht behoben, und tatsächlich wird dieses Fehlerphänomen in der Beschreibung des kürzlich von Microsoft veröffentlichten Notfall-Updates nicht erwähnt, sodass fraglich ist, ob die Ursache behoben wurde.
Wenn Sie das Windows-11-Update vom September bereits installiert haben und die oben genannten Fehler feststellen, sollten Sie unbedingt den betreffenden Notfallpatch (KB5129195) herunterladen und installieren; andernfalls empfiehlt es sich, noch 1–2 Wochen mit der Installation des September-Updates zu warten, da die obige Liste wahrscheinlich nicht vollständig ist und im weiteren Verlauf noch weitere Fehler im Zusammenhang damit auftreten können. Der außerplanmäßige Patch wird übrigens über den Windows Update-Dienst bereitgestellt und automatisch auf alle potenziell betroffenen Windows-11-Systeme installiert.