Für ASUS und Acer könnte die Klage von Nokia unangenehme Folgen haben: Das Landgericht München I hat entschieden, den direkten Verkauf von rechtsverletzenden Notebooks und Desktop-Konfigurationen dieser OEMs in Deutschland zu verbieten, um weitere finanzielle Schäden zu verhindern. Die Klage wurde eingereicht, weil die Parteien nicht in Übereinstimmung mit dem FRAND-Rahmen (Fair, Reasonable and Non-Discriminatory) für die Lizenzierung von HEVC-Codecs gehandelt haben, so dass Nokia keine andere Wahl hatte, als vor Gericht zu gehen, wo es beschloss, den Verkauf der Produkte als vorläufigen Rechtsbehelf zu verbieten und so weitere finanzielle Schäden zu begrenzen.
Nach Angaben von ASUS können einige seiner Produkte nun nicht mehr direkt in Deutschland verkauft werden - genauer gesagt, das Unternehmen kann sie nicht mehr über seinen eigenen Webshop verkaufen oder an Händler ausliefern -, aber die Kundendienstleistungen bleiben weiterhin aktiv, sei es in Form von Produktsupport, Garantie oder anderen Dienstleistungen, und das Unternehmen lässt die betroffenen deutschen Nutzer nicht im Stich. Das Unternehmen wird sich in jeder Hinsicht an die Entscheidung des Gerichts halten und weiterhin die gewohnten Dienstleistungen erbringen, und es arbeitet aktiv an weiteren rechtlichen Schritten, um so schnell wie möglich eine faire Einigung zu erzielen.
Während der Hersteller sein Möglichstes tut, um die Angelegenheit so schnell wie möglich zu lösen, ist leider nicht bekannt, wie lange die gerichtliche Verfügung Bestand haben wird - es hängt alles davon ab, wie schnell die Parteien ihre Differenzen beilegen können. Sollte die Situation nicht kurzfristig gelöst werden, könnte das Verbot, das mehrere Monate andauern könnte, auch die Finanzprognosen des Unternehmens gefährden, da Deutschland ein sehr wichtiger Markt ist, von dem das Unternehmen erhebliche Einnahmen erwartet. Es ist daher fast sicher, dass sie versuchen werden, diese Übergangszeit kurz zu halten, damit der Betrieb so schnell wie möglich wieder normalisiert werden kann.
HiSense war zuvor in den Rechtsstreit verwickelt, aber mit dem letztgenannten Unternehmen wurde eine Einigung erzielt, die nun in Form einer weltweiten Lizenz formalisiert wurde. Über das Ausmaß des Schadens, der Nokia durch die Lizenzverstöße entstanden ist, gibt es noch keine Informationen, aber das wird wahrscheinlich zu gegebener Zeit bekannt gegeben.