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ASROCK ENTWICKELT NEUE SPEICHERCHIPSÄTZE, UM BILLIGERE DDR5-SPEICHERMODULE HERZUSTELLEN

HUDIMM zielt auf das Segment der Desktop-DDR5-Speichermodule ab, während HSODIMM auf den Markt der mobilen DDR5-Speichermodule abzielt - beide können dazu beitragen, kostengünstigere Speichersubsysteme zu bauen.
J.o.k.e.r
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ASRock entwickelt neue Speicherchipsätze, um billigere DDR5-Speichermodule herzustellen

Die Speicherkrise verschärft sich, und auf der Grundlage der aktuellen Prognosen besteht keine realistische Aussicht, dass die Preise in naher Zukunft sinken werden, im Gegenteil: stehen noch schwierigere Zeiten bevor. ASRock scheint sich dessen bewusst zu sein, denn sie entwickeln einen neuen Speicherchipsatz, der kostengünstigere DDR5-Speichermodule ermöglichen wird, allerdings mit erheblichen Abstrichen bei der Speicherbandbreite und der Speicherkapazität.

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Bei DDR5-Speichersubsystemen besteht jeder Speicherkanal aus zwei Speichersubkanälen, d. h. Dual-Channel-Consumer-Speichersysteme bestehen aus 2 x 64-Bit- oder genauer gesagt 4 x 32-Bit-Datenkanälen. ASRocks Idee ist es, HUDIMM-Module anstelle der aktuellen UDIMM-Speichermodule zu verwenden, was bedeutet, dass sie nur ein halbes Modul an Speicherbandbreite und ein halbes Modul an Speicherkapazität bieten, da sie nur 1 x 32-Bit-Schnittstelle anstelle von 2 x 32-Bit verwenden können. Die HUDIMM-Speichermodule (Half Unbuffered DIMM) bieten ebenfalls nur die halbe Speicherbandbreite, wenn sie mit ihrer nominalen effektiven Speichertaktrate betrieben werden, und haben eine Kapazität von einem halben Modul (Half-Rank).

Die Team Group hat die Einführung des neuen Speicherstandards unterstützt, so dass die ersten HUDIMM-Speichermodule aus der Werkstatt der Team Group kommen werden, aber andere Modulhersteller können sich der Initiative später anschließen, wenn die Popularität von HUDIMM wächst und die Speicherkrise weiter eskaliert. HUDIMM-Testmodule sind bereits erhältlich, und das ASRock-Team hat sie bereits erfolgreich mit Motherboards mit Intel-Chipsätzen der Serien 600, 700 und 800 eingesetzt. Um die neuen Speichermodule zu verwenden, ist es sehr wahrscheinlich, dass eine UEFI-Firmware-Unterstützung erforderlich ist, die natürlich von ASRocks Entwicklungsteam in Zukunft bereitgestellt wird.

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Die HUDIMM-Speichermodule sind auch für die Kombination mit klassischen UDIMM-Modulen vorgesehen, d.h. normalen Speichermodulen mit 2 x 32-Bit-Subkanälen pro Modul. Beispielsweise kann ein 8-GB-HUDIMM mit einem 16-GB-UDIMM gepaart werden, um eine asymmetrische Speicherkapazität, 24 GB Systemspeicher und drei Viertel der Speicherbandbreite eines 32-GB-Speichersubsystems zu erhalten, wobei nur 3 DDR5-Speicherkanäle (3 x 32-Bit) anstelle von 4 verwendet werden.

Das Unternehmen bringt die Neuentwicklung nicht nur in das Segment der Desktop-Speichermodule, sondern auch auf den Markt der mobilen Speichermodule, wo sie in Form von HSODIMM-Modulen erhältlich sein wird. Diese speziellen Speichermodule werden zunächst für ASRocks kompakte Desktop-Computer, die Mitglieder der DeskMini-Serie, erhältlich sein.

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ASRock arbeitet unterdessen auch an weiteren speziellen LGA-1700-Motherboards, die sowohl über DDR5- als auch über DDR4-Speichersockel verfügen. Dadurch lassen sich neue Konfigurationen rund um die derzeit verfügbaren und als erschwinglicher geltenden Module aufbauen, was für Gamer und Durchschnittsnutzer auf jeden Fall eine Hilfe sein kann.

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