Nach den neuesten Brancheninformationen scheint es, als könnte Apple in Kürze auf den Servermarkt zurückkehren, auf dem das Unternehmen bereits früher mit dem Xserve vertreten war. Diesmal könnte das Unternehmen auch auf die Unterstützung von Nvidia zurückgreifen, um eine möglichst effiziente Kommunikation zwischen den einzelnen Chips und den auf den Chips integrierten Bausteinen zu gewährleisten; dafür könnte die NVLink-Fusion-Technologie von Nvidia sorgen, und auch Nvidia NVLink-C2C könnte auf dem neuen SoC eine Rolle spielen.
Laut einem Bericht von „The Information“ könnte Apple mit speziellen SoC-Einheiten der „M“-Serie, die in erster Linie zur Beschleunigung von Aufgaben im Bereich der künstlichen Intelligenz entwickelt wurden, wieder in den Serverbereich einsteigen, wobei die ersten Lösungen Racks sein könnten, die um den M8 Ultra herum aufgebaut sind und von denen zwei oder vier in einen Schrank gepackt werden können. Zwischen den Chips könnte die bereits oben erwähnte Nvidia NVLink Fusion-Verbindungstechnologie eine Verbindung mit hoher Datenübertragungsbandbreite und geringer Latenz gewährleisten, während die Nvidia NVLink-C2C-Technologie bei der Kommunikation zwischen den Chips eine unterstützende Rolle spielen kann. Die auf dem M8 Ultra basierenden Server-Racks könnten voraussichtlich bereits 2029 fertiggestellt sein, allerdings handelt es sich hierbei vorerst nur um Gerüchte, die entsprechend mit Vorsicht zu behandeln sind, da sich die Pläne in der Zwischenzeit noch ändern können.
Apple hatte bereits zwischen 2002 und 2011 im Rahmen des Xserve-Projekts sein Glück im Serverbereich versucht, gab das Unternehmen 2011 diese Bemühungen jedoch auf, und es scheint, als müsse man bis 2029 warten, bis das Unternehmen wieder in diesen Marktbereich einsteigt. Erwähnenswert ist natürlich, dass bestimmte Apple-Produkte bereits heute in serverähnlichen Umgebungen eingesetzt werden: Mit Hilfe des Mac Mini und des Mac Studio bauen zahlreiche KI-Entwickler und kleinere KI-Unternehmen Infrastrukturen auf, die die Ausführung KI-zentrierter Aufgaben unterstützen. Die neuen Bestrebungen auf dem Servermarkt zielen im Wesentlichen auf diese Kunden ab und werden es zudem ermöglichen, auch größere Unternehmen zu bedienen.
Früheren Gerüchten zufolge könnte das Unternehmen zuvor einen eigens entwickelten KI-Beschleuniger vorstellen, der Ende 2026 oder Anfang 2027 auf den Markt kommen könnte und den Apple-Experten gemeinsam mit dem Broadcom-Team entwickeln könnten. Der unter dem Codenamen „Baltra“ bekannte KI-Beschleuniger ist in erster Linie für deduktive Aufgaben konzipiert und wird auf Basis einer der 3-nm-Fertigungstechnologien von TSMC – N3E oder N3P – hergestellt. Es ist sehr wahrscheinlich, dass dieser KI-Beschleuniger in erster Linie für den effizienten Betrieb der Apple AFM-Infrastruktur konzipiert ist, d. h., die von ihm bereitgestellte Leistung wird Kunden und Partnern über verschiedene Apple-Dienste zur Verfügung gestellt. Es besteht auch die Möglichkeit, dass Apple die Erfahrungen, die beim Betrieb der Apple Foundation Models mit einem eigenen KI-Beschleuniger gesammelt wurden, später nutzt und neben den M8 Ultra-basierten Server-Instanzen auch selbst entwickelte KI-Beschleuniger auf den Markt bringt, doch dies ist vorerst nur eine Vermutung.