Der PC-Marktbericht der International Data Corporation gibt einen Überblick über die Entwicklung der weltweiten Lieferindikatoren im letzten Quartal des Jahres und für das gesamte Jahr 2025 und natürlich über die Marktanteile der einzelnen PC-Anbieter im Laufe des Jahres.
Das vergangene Jahr war ziemlich turbulent: Käufer und Marktteilnehmer gerieten in Panik angesichts der extremen Zölle, die der US-Präsident in der ersten Jahreshälfte verhängt hatte, und der Tatsache, dass das Ende des Standard-Support-Zyklus für Windows 10 nahte, was sich ebenfalls auf den Absatz auswirkte und viele dazu veranlasste, den Kauf neuer PCs vorzuziehen. Im letzten Quartal des vergangenen Jahres war ein weiteres wichtiges Ereignis, die zunehmende Speicherknappheit, ein wichtiger Faktor: Aus Angst vor weiteren Preiserhöhungen beschlossen viele Menschen, ihre PC-Käufe vorzuziehen, in der Hoffnung, Ende 2025, während des Weihnachtsgeschenke-Kaufrauschs, immer noch ein besseres Angebot zu bekommen als im Jahr 2026.
Schließlich zeigen die Daten von IDC, dass der weltweite PC-Markt im vierten Quartal 2025 um 9,6 % wuchs und 76,4 Millionen PCs ausgeliefert wurden, während der gesamte PC-Markt 2025 um 8,1 % wuchs und insgesamt 284,7 Millionen PCs weltweit ausgeliefert wurden.
Betrachtet man die Jahreszahlen, so liegt Lenovo mit einem Marktanteil von 24,9 % an der Spitze, nachdem im vergangenen Jahr insgesamt 70,8 Millionen PCs ausgeliefert wurden, was einem jährlichen Wachstum von 14,5 % entspricht. An zweiter Stelle lag HP mit 57,5 Millionen verkauften PCs, was einem Marktanteil von 20,2 % und einer jährlichen Wachstumsrate von 8,4 % entspricht. An dritter Stelle lag Dell mit 41,1 Millionen ausgelieferten PCs, was einem Marktanteil von 14,4 % und einem jährlichen Zuwachs von 5,2 % entspricht. An vierter Stelle lag Apple mit 25,6 Millionen ausgelieferten PCs, was einem Marktanteil von 9 % und einer jährlichen Verbesserung von 11,1 % entspricht. ASUS belegte mit 20,5 Millionen ausgelieferten PCs den fünften Platz und erreichte damit einen Marktanteil von 7,2 % - eine Leistung, die eine jährliche Steigerung von 13,4 % bedeutet. Die vierteljährlichen Zahlen zeigen eine ähnliche Auftragslage und einen ähnlichen Marktanteil wie der Jahreswert.
IDC prognostiziert, dass 2026 ein eher unsicheres und volatiles Jahr sein wird. Steigende Preise für Arbeitsspeicher und die begrenzte Verfügbarkeit von Speicherchips bedeuten, dass Notebooks und Desktops mit weniger Arbeitsspeicher ausgestattet sein werden, und dass Speichermodule und Speicherchips selbst noch teurer sein werden als heute. Große PC-Hersteller werden in der Lage sein, einen Teil des Preisanstiegs auszugleichen, indem sie Großbestellungen aufgeben und so einen niedrigeren Preis von den Speicherherstellern erhalten; im Heimwerkermarkt, wo die Kunden ihre eigenen Speichermodule kaufen, wird es jedoch weiterhin eine große Preisspanne geben, und der Preisanstieg wird wahrscheinlich erheblich sein.
Es ist noch nicht klar, wie lange die negative Situation anhalten wird, und es gibt wenig Konsens unter den Analysten - einige sagen voraus, dass das Defizit bis Ende 2027 andauern könnte, aber es gibt optimistischere und pessimistischere Szenarien, die im Online-Bereich kursieren.