Mobile Peilsender gibt es schon seit mehr als einem Jahrzehnt, und die Menschen hatten schon immer Sicherheitsbedenken. Doch erst nach der Veröffentlichung von AirTag wurden diese negativen Stimmen wirklich laut. Und erst in den letzten Jahren wurden ernsthafte Anstrengungen unternommen, den Missbrauch einzudämmen.
Durch Apple und Google wurden auch iOS und Android in letzter Zeit mehrfach geändert, um den Nutzern die Möglichkeit zu geben, gegen unzulässige Verfolgung vorzugehen. Die Geräte sind immer besser in der Lage, AirTags und andere Ortungsgeräte unbekannter Herkunft zu erkennen. Bei Android werden jetzt zwei wichtige Neuerungen in Bezug auf die Schutzoptionen eingeführt.
Im Juli 2023 wurde eine Funktion in Android eingeführt, die unerwünschte Tracker erkennen kann, wenn sie sich über einen längeren Zeitraum in der Umgebung des Smartphones befinden. Diese automatische Funktion kann viel Gutes bewirken, reicht aber bei weitem nicht aus, um die Menschen zu schützen. Jetzt kommen noch weitere Optionen hinzu.
Eine der neuen Funktionen ermöglicht es Smartphone-Nutzern mit Android, die Übertragung von Standortdaten verdächtiger Geräte vorübergehend zu unterbrechen. Das bedeutet, dass das Device Finder-Netzwerk eine Zeit lang nicht sieht, wohin sich das Gerät bewegt oder wie sich sein Standort verändert. Es wird möglich sein, die Weitergabe von Standortdaten an fremde Tracker für bis zu 24 Stunden zu stoppen, danach werden die Standortdaten wieder aufgenommen.
Es sollte hinzugefügt werden, dass diese Option nur für kompatible Tracker funktioniert. Es kann nicht gesagt werden, dass alle potenziell missbräuchlichen Geräte vom Tracker und Android erkannt und verwaltet werden können.
Die zweite Verbesserung des Tracking-Dienstes besteht darin, dass Geräte unbekannter Herkunft, die automatisch erkannt werden, nun vom Device Finder gesucht werden können, als ob Sie gerade versuchen würden, Ihren eigenen Tracker zu erkennen. So können Sie schnell herausfinden, wo ein Tracker in Ihren Sachen versteckt wurde. Sobald Sie das unautorisierte Gerät haben, müssen Sie es entschärfen.
Google stellt eine Anleitung zur Verfügung, wie Nutzer das unbekannte Gerät deaktivieren können, damit es seinen ursprünglichen Besitzer nicht mehr "verraten" kann. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ein Gerät physisch zu "deaktivieren". Ihr Tracker hat eine Auswahl an Optionen, aber die sicherste Methode ist in der Regel, die Stromquelle zu entfernen - Batterie oder Akkupack.
Im Kampf gegen Peilsender ist dies wahrscheinlich nur eine weitere Etappe, und in Zukunft werden weitere Entwicklungen in diesem Bereich folgen. Es gibt eine wachsende Zahl von Trackern, die bereits in der Lage sind, mit Hilfe der UWB-Technologie mit hervorragender Genauigkeit zu orten, und auch in Smartphones ist UWB immer häufiger zu finden. Die Galaxy S25-Serie beispielsweise soll in allen Modellen mit UWB ausgestattet sein, was vorher nicht der Fall war, nur das Galaxy S24+ und das S24 Ultra haben es.