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AMD UND EVIDEN ARBEITEN GEMEINSAM AN EUROPAS ZWEITEM SUPERCOMPUTER DER EXASCALE-KLASSE

Alice Recoque wird in Frankreich hergestellt und verwendet natürlich AMD-Hardware, die auf die Server-Infrastruktur von Eviden zurückgreift.
J.o.k.e.r
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AMD und Eviden arbeiten gemeinsam an Europas zweitem Supercomputer der Exascale-Klasse

Die Zusammenarbeit zwischen AMD und Eviden könnte zu Europas zweitem großen Supercomputer-Cluster führen, der eine Leistung auf ExaFLOPs-Niveau bietet. Damit eröffnen sich neue Möglichkeiten für Forscher in einer Vielzahl von Bereichen, von der Klimaforschung über Material- und Energiewissenschaften, personalisierte Medizin und die Entwicklung von KI-Modellen bis hin zur Analyse großer Datenmengen von IoT-Geräten, Satelliten und sogar von verschiedenen Boden- und Weltraumteleskopen. Dies wird das erste gemeinsame Projekt von AMD und Eviden sein, aber wahrscheinlich nicht das letzte. Eviden ist kein unbekannter Akteur im Segment der Supercomputer-Cluster, da es durch die Atos-Gruppe ein bekanntes und angesehenes Unternehmen ist.

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Im Rahmen des gemeinsamen Projekts werden sie einen Supercomputer-Cluster namens Alice Recoque bauen, der natürlich auf AMD-Hardware basieren wird, d. h. auf Prozessoren der nächsten Generation der EPYC-Serie und den neuesten KI-Beschleunigern der Instinct MI-Serie. Konkret geht es um EPYC-Prozessoren der Venice-Serie, die auf 256 Prozessorkerne begrenzt sind, und um die KI-Beschleuniger der Instinct MI430X-Serie, alle auf CDNA-Basis und mit 432 GB integriertem HBM4-Speicher. Letztere zielen auf das HPC- und KI-Segment ab und unterstützen alle notwendigen Datenformate, einschließlich FP4 und FP8, die im Bereich der KI von großer Bedeutung sind.

Der neue Supercomputer-Cluster wird voraussichtlich aus 94 Rack-Schränken bestehen, die auf der BullSequana XH3500-Plattform von Eviden basieren und mit DDN-Speicher ausgestattet sind. Das BXI-Verbindungssystem des Unternehmens wird jedes Rack miteinander verbinden und so die gesamte Rechenkapazität zu einer großen Einheit zusammenführen. Die Kühlung der Hochleistungshardware erfolgt mit einem Heißwasser-Flüssigkeitskühlsystem der 5. Generation, das die heißblütigen Komponenten effektiv in Schach halten kann.

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Das neue System soll auch Rhea2-Prozessoren enthalten, die noch nicht offiziell angekündigt wurden. Bislang sind nur die Rhea1-Modelle veröffentlicht worden, die in Europa entwickelt werden, ebenso wie die Rhea2-Versionen. Letztere haben noch nicht das "Tape-out"-Stadium erreicht, d.h. es wurden noch keine konkreten Chips der Entwürfe produziert, so dass noch nicht klar ist, wann genau die speziellen CPUs in die neue Supercomputer-Cluster-Infrastruktur eingebaut werden - vielleicht gegen Ende des Jahrzehnts.

Der Supercomputer-Cluster Alice Recoque selbst wird eine Investition von 554 Millionen Euro sein, die von EuroHPC Ju, dem Digital Eurpoe Programm und dem Jules Verne Konsortium bereitgestellt wird. Zu letzterem gehören das französische GENCI und CEA, das niederländische SURF und das griechische GRNET. Der neue Supercomputer-Cluster wird in Frankreich von GENCI installiert und von CEA betrieben.

Es wurde nicht bekannt gegeben, wann Alice Recoque dem europäischen Supercomputer-Cluster beitreten kann, aber da sowohl die EPYC Venice Server-Prozessoren als auch die Instict MI430X KI-Beschleuniger im Jahr 2026 auf den Markt kommen sollen, könnte der neue Cluster frühestens 2027 oder 2028 fertig sein.

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