Im vergangenen Monat war bereits die Rede davon, dass AMD im GPU-Bereich eine Preiserhöhung von rund 10 % einführen würde, doch es scheint, als sei die für Juli geplante Preiserhöhung letztendlich verschoben worden. Den neuesten Meldungen zufolge ist das Thema nun jedoch wieder aufgekommen, und ab August wird das Unternehmen die Preiserhöhung, bei der 10 % das Mindestmaß darstellen, tatsächlich umsetzen. Nach Informationen aus der chinesischen Branche betrifft die Preiserhöhung von mindestens 10 % die GPU-Pakete, die das Unternehmen an seine AIB-Partner liefert: Diese enthalten neben der jeweiligen GPU auch GDDR6-VRAM mit der erforderlichen Kapazität, sodass die Partner daraus Grafikkarten nach ihren eigenen Entwürfen herstellen können.
Gerüchten zufolge hat AMD die AIB-Partner kürzlich darüber informiert, dass die Preiserhöhung tatsächlich stattfinden wird und bei 10 % liegen wird, wobei in einigen Fällen sogar eine höhere Preiserhöhung durchgeführt wird, allerdings ist noch nicht klar, wie hoch die maximale Preiserhöhung genau sein wird. Grund für die Preiserhöhung könnte die Speicherkrise sein, da die GDDR6-Speicherchips in der letzten Zeit weiter teurer geworden sind und der Preisanstieg weiterhin anhält – ein Ende dieses Trends ist vorerst nicht in Sicht.
Darauf basierend ist zu vermuten, dass die Preiserhöhung um 10 % jene Modelle betreffen wird, die über die geringste Speicherkapazität verfügen; darunter beispielsweise auch die kürzlich vorgestellte Radeon RX 9050 mit 4 GB, die ausschließlich für OEM-Partner erhältlich sein wird, d. h. nur als Bestandteil eines kompletten PCs in den Handel kommt. Bei Modellen mit mehr VRAM könnte die Preiserhöhung über 10 % liegen; dazu gehören beispielsweise die 16-GB- -Radeon RX 9070 XT. Das Unternehmen wollte die Berichte bislang weder offiziell bestätigen noch dementieren, doch selbst wenn die Preiserhöhung nicht öffentlich angekündigt wird, werden die Marktpreise ohnehin zeigen, was hinter den Kulissen vor sich geht.
Einigen Gerüchten zufolge hat das AMD-Team eigentlich darauf gewartet, dass Nvidia über das Ausmaß seiner eigenen Preiserhöhungen entscheidet, doch nun, da diese Branchengerüchte ans Licht gekommen sind, hat man sich auch für eigene Preiserhöhungen entschieden, um sich an die Preisgestaltung der Konkurrenzprodukte anzupassen, aber dennoch im Hinblick auf das Preis-Leistungs-Verhältnis auf dem Markt bestehen zu können. AMD bietet derzeit keine Grafikkarten der absoluten Spitzenklasse an, sodass Nvidia in den höchsten Preisklassen ungestört die Lorbeeren einheimsen kann – zum Leidwesen der Käufer.