AMDs Sockel AM4-Prozessorsockel ist auch heute noch sehr beliebt, und das Unternehmen bietet weiterhin angemessenen Support dafür und hat im vergangenen Jahr neue Sockel AM4-Prozessoren eingeführt, was darauf hindeutet, dass es noch nicht bereit ist, die Plattform loszulassen. In der Zwischenzeit haben sich viele dazu entschlossen, aufgrund der Speicherknappheit bei der alten, gut etablierten Plattform zu bleiben, da ein Upgrade auf ein DDR4 basiertes System immer noch eine kostengünstigere Lösung ist als der Wechsel zu einer DDR5 basierten Plattform, was nun eine sehr teure Lösung ist, da DDR5 Speichermodule in den letzten Monaten sehr teuer geworden sind.
Auf der CES 2026 bestätigte David McAfee von AMD gegenüber Tom's Hardware, dass das Unternehmen versucht, Maßnahmen zu ergreifen, um die Situation für die Nutzer in den derzeit schwierigen Zeiten zu verbessern. Ein möglicher Schritt ist die Wiederaufnahme der Produktion einiger ZEN 3-basierter CPUs, die in den Sockel AM4 passen, um Spielern zu helfen, die ein größeres System-Upgrade durchführen wollen, aber dennoch auf der Sockel AM4-Plattform bleiben wollen, damit sie nicht ihr gesamtes System neu aufbauen müssen.
Basierend auf den Telemetriedaten von AMDs Adrenalin-Software geht das Unternehmen davon aus, dass eine beträchtliche Anzahl von AMD-Benutzern immer noch Prozessoren der RYZEN 2000- oder RYZEN 3000-Serie verwendet, und basierend auf dem Feedback von Wiederverkäufern sieht es auch eine beträchtliche Anzahl von Kunden, die Prozessoren nur für System-Upgrades kaufen. Die Beibehaltung der Sockel-AM4-Plattform kann heutzutage eine kostengünstigere Entscheidung sein als ein Plattformwechsel, bei dem nicht nur Motherboard und Prozessor ausgetauscht werden müssten, sondern auch teurer DDR5-Speicher erforderlich wäre, der bei gleichzeitiger Anschaffung eine beträchtliche Menge Geld kosten kann.
Bei bestehenden Rechnern könnte der Austausch des Prozessors eine sinnvolle Option sein, wenn der Platz dafür vorhanden ist und sich die Leistungssteigerung lohnt, da in diesen Fällen die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass eine Speicheraufrüstung nicht unbedingt erforderlich ist. Wenn doch, ist es billiger, zusätzlichen DDR4-Speicher zu kaufen als auf DDR5 aufzurüsten. Auch die Speicherhersteller haben auf die Situation reagiert: Samsung hat die Produktion von DDR4-Speicherchips nicht, wie ursprünglich geplant, eingestellt, und SK Hynix hat die Produktion von DDR4-Speicherchips erhöht.
Es ist noch nicht klar, wann und welche ZEN 3-basierten Prozessoren wieder in Betrieb genommen werden, da noch keine konkrete Entscheidung bekannt gegeben wurde, aber AMD prüft bereits die Möglichkeiten.