Die Verantwortlichen bei AMD nutzten die Aufmerksamkeit rund um die IFA 2026, um ihre neueste Entwicklung vorzustellen, die für den Workstation-Markt konzipiert wurde und nach eigenen Angaben die leistungsstärkste Desktop-Workstation ist, die jemals auf den Markt gekommen ist.
Das Produkt mit dem Namen „Threadripper Halo Station“ ist zweifellos einzigartig und bietet enorme Leistung, denn an Bord kommt ein Modell der RYZEN Threadripper Pro-Serie mit 96 Kernen und 192 Threads zum Einsatz: der RYZEN Threadripper Pro 9995WX, der mit 8-Kanal-Speicherunterstützung arbeitet und dem System insgesamt 128 PCI-Express-5.0-Lanes zur Verfügung stellt. Neben dem mit Flüssigkeitskühlung ausgestatteten Spitzenprozessor können maximal vier AI-Beschleuniger vom Typ AMD Instinct MI350P eingesetzt werden, die natürlich ebenfalls flüssigkeitsgekühlt sind, um maximale Leistung und maximale Stabilität zu gewährleisten.
Neben dem Prozessor, der mit einer Boost-Taktfrequenz von maximal 5,4 GHz läuft, waren bei der Vorführung 2 TB Systemspeicher angeschlossen, außerdem gehörten zwei KI-Beschleuniger vom Typ Instinct MI 3550P zur Ausstattung, während die Kühlung des gesamten Systems durch kompakte Flüssigkeitskühlsysteme erfolgte. Das mit dem Prozessor mit dem Codenamen „Shimada Peak“ ausgestattete System wurde von Jack Huynh, Vizepräsident und Direktor der Abteilung „Computing and Graphics“ bei AMD, vorgestellt, der auch darauf einging, dass mit diesem Flüssigkeitskühlsystem bei lokal ausgeführten KI-Aufgaben eine Leistung erreicht werden kann, die an das Niveau von Supercomputer-Clustern erinnert, von der jedoch Entwickler, Forscher und Content-Ersteller gleichermaßen mühelos profitieren können. Die leistungsstarke Desktop-Workstation ist sogar in der Lage, große Sprachmodelle mit bis zu einer Billion Parametern zu verarbeiten, was unzählige Möglichkeiten eröffnet.
Die KI-Beschleuniger vom Typ Instinct MI3550P können jeweils 144 GB HBM3E-Onboard-Speicher nutzen, der mit einer Speicherbandbreite von 4 TB/s arbeitet, was etwa der 14-fachen Speicherbandbreite entspricht, die mit LPDDR5X-basierten Systemen erreichbar ist.
Das Demosystem enthielt zwei solcher Grafikkarten, sodass dem System insgesamt 288 GB HBM3E-basierter Speicher zur Verfügung standen; bei maximaler Ausstattung stehen jedoch bereits vier solcher Grafikkarten zur Verfügung, die insgesamt 576 GB HBM3E-Speicher bereitstellen können. Jede Grafikkarte passt in einen PCI-Express-5.0-x16-Steckplatz und kann mit einer TDP von jeweils 600 W betrieben werden; für ihre Kühlung sorgt ein separater Flüssigkeitskühlkreislauf. Der Prozessor verfügt ebenfalls über eine TDP von 600 W und wurde ebenfalls mit einem separaten, kompakten Flüssigkeitskühlset ausgestattet.
Zum genauen Preis und zum voraussichtlichen Erscheinungsdatum der neu vorgestellten „Threadripper Halo Station“ hat das AMD-Team bislang noch keine Details bekannt gegeben.