ASUS und Acer befinden sich seit kurzem in einer unangenehmen Situation, da ein Gerichtsbeschluss den Direktvertrieb ihrer verschiedenen Notebook- und Desktop-Konfigurationen in Deutschland vorübergehend untersagt hat. Das bedeutet, dass die Unternehmen ihre betroffenen Produkte weder an Händler ausliefern noch direkt online verkaufen dürfen. Das Verbot wurde aufgrund eines Streits zwischen den Parteien und Nokias Team über die Lizenzierung von HEVC-Codecs verhängt, aber hinter den Kulissen wird weiter daran gearbeitet, die Situation so schnell wie möglich zu lösen und den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten.
ASUS stellte kurz nach der Entscheidung klar, dass das Verbot keine Auswirkungen auf den Produktsupport, das Garantiemanagement und alle anderen Kundendienstleistungen haben wird, was für die deutschen Kunden eine Erleichterung gewesen sein dürfte. Seitdem hat sich das Bild ein wenig gewandelt, da die deutschen Websites von Acer und ASUS für deutsche Nutzer unzugänglich geworden sind, so dass sie keinen Zugriff auf Downloads im Zusammenhang mit verschiedenen Produkten und Konfigurationen haben, seien es BIOS-Updates, Firmware, Software oder sogar produktbezogene Dokumentation.
Laut ComputerBase erhalten deutsche Nutzer beim Besuch dieser Websites eine Fehlerseite, die nicht umgangen werden kann, indem beispielsweise die Sprache des Webbrowsers geändert wird, da es sich offenbar um eine IP-basierte Sperrung handelt, d. h. eine selektive Sperrung auf der Grundlage des geografischen Standorts. Natürlich kann dies wahrscheinlich durch die Verwendung eines VPN umgangen werden, aber ComputerBase hat dies nicht erwähnt.
Was sie sagten, war, dass die chinesische Website von ASUS und die taiwanesische Website von Acer als Alternative verwendet werden können und dass die Inhalte mit der Übersetzungsfunktion des Webbrowsers gefunden werden können. Die Tests zeigen, dass die Blockierung nicht alle Anfragen blockiert und dass die deutschen Seiten gelegentlich aufgerufen werden können, aber der Vorgang ist ziemlich willkürlich und unvorhersehbar, so dass es sich lohnt, nach alternativen Methoden zu suchen. Alternativ kann im Falle von ASUS der ASUS DriverHub zum Herunterladen verschiedener Treiber verwendet werden, der in Deutschland trotz des Verbots noch funktioniert, was definitiv eine gute Nachricht ist.
In jedem Fall ist die Entscheidung, die Websites abzuschalten, ein interessanter Schritt, da die Entscheidung der Nokia-Klage nur für bestimmte Notebook- und Desktop-Konfigurationen gilt, so dass die offiziellen Websites für andere Produkte weiterhin verfügbar sind, aber offenbar können sie die Verfügbarkeit nicht segmentieren, so dass die gesamte Website in den betroffenen Gebieten abgeschaltet wurde. Es ist nicht klar, wie lange die fraglichen Websites nicht verfügbar sein werden.
Dies ist auch ein gutes Beispiel dafür, warum es sich lohnt, hin und wieder die neuesten Treiber herunterzuladen und ihre Installationsprogramme aufzubewahren, falls man sie für irgendetwas braucht.